Bachelorarbeit, 2013
49 Seiten, Note: 1,3
1.) Einleitung
2.) Theoretische Grundlagen
2.1.) Der Tod
2.2.) Sterben und Sterbephasen
2.3.) Trauer und Trauerphasen
2.4.) Familie
3.) Stand der Forschung zum Thema „Das Sterben von Kindern
4.) In Interaktion mit dem sterbenden Kind - Vertrauen und Wahrheit als ein Teil der Trauerarbeit
5.) In Interaktion mit den trauernden Eltern
5.1.) Trauerarbeit vor dem Tod
5.2.) Trauerarbeit nach dem Tod
5.2.1.) Dem Tod ins Auge blicken
5.2.2.) Möglichkeiten der Gestaltung
5.3.3.) Die Beerdigung und das Grab
5.3.) Geschlechtsspezifische Aspekte
5.3.1) Mütter
5.3.2.) Väter
5.4.) Die Bedeutung der Todesursache bei der Trauerarbeit
6.) In Interaktion mit den trauernden Geschwistern - Das Todeskonzept des Kindes
6.1.) Die Bedeutung von Geschwisterbeziehungen
6.2.) Die Trauer von Geschwisterkindern
6.2.1.) Schuldgefühle
6.2.2.) Suizid von Bruder oder Schwester
6.2.3.) Aberkannte Trauer
6.2.4.) Schwierigkeiten und Möglichkeiten der Trauerarbeit mit Kindern
7.) Aufgaben der Begleitung für die Praxis der Sozialen Arbeit im Rahmen der Unterstützung trauernder Familien
7.1) Aufgabenmodelle als eine Bewältigungsstrategie in perimortalen Trauersituationen
7.2.) Professionelle Einrichtungen als räumlicher Rahmen der Begleitung für trauernde Familien am Beispiel des Hospizes
8.) Fazit
Die Arbeit untersucht die komplexen Rahmenbedingungen und Handlungsmöglichkeiten im Bereich der professionellen Trauerbegleitung innerhalb des Systems Familie, wenn ein Kind stirbt. Dabei steht das Ziel im Vordergrund, eine Orientierung für Fachkräfte der Sozialen Arbeit zu schaffen, die den Trauerprozess von Eltern und Geschwistern verständlich macht und Ansätze für eine gelingende Begleitung sowie die Enttabuisierung des Themas Tod liefert.
4.) In Interaktion mit dem sterbenden Kind - Vertrauen und Wahrheit als ein Teil der Trauerarbeit
Die Arbeit mit Sterbenden stellt wohl die meisten Menschen vor eine schwierige Aufgabe, obgleich sich das Sterben als ein natürlicher und vor Allem unumgänglicher Bestandteil des Menschen darstellt. Stirbt ein Kind, scheint der Umgang zunächst noch schwieriger zu sein. Erwachsene tun sich oftmals schwer mit (ihren) Kindern über den Tod zu sprechen, weil sie auf dieses Thema nicht vorbereitet sind oder auch, weil sie selbst nicht wissen wie sie dem Tod gegenüber stehen. Sie wollen das Kind schonen, allerdings schließen sie das Kind und damit auch ein Stück der Wirklichkeit aus.
Als Einstieg in meine Arbeit möchte ich mich nun mit dieser Annahme befassen und heraus finden, ob dem Kind die Wahrheit über den eigenen Tod verdeutlicht werden sollte, was vermeintlich helfende Lügen anrichten können, und womit Eltern ihrem Kind, als auch Begleitende der Familie helfen können, den bevorstehenden Abschiedsprozess gemeinsam und positiv beschreiten zu können.
Sterbe- und TrauerbegleiterInnen, Ärzte und auch Eltern stehen vor der Frage, ob sie dem kranken Kind sagen sollen, dass es stirbt. Nahe liegt, dass die Angst und die Befürchtung das Kind mit der unheilvollen Wahrheit zu entmutigen groß ist. Aber die Wahrheit ist, dass wir alle sterben müssen. Es ist nur eine Frage wann und wie. Die Frage ist vor allem nicht nur ob ein Kind stirbt oder nicht, sondern besteht aus vielen kleinen und großen Teilen. So soll die Wahrheit Patientenkindern zu Verfügung stehen damit sie die Möglichkeit haben, sich ihr eigenes Bild über ihre Lage machen zu können das mit ihrem eigenen Wissen und ihren eigenen Vorstellungen von ihrem Zustand zusammenpasst. Zumal davon ausgegangen werden kann, dass Kinder intuitiv von der Existenz und dem Ausgang ihrer Krankheit wissen.
1.) Einleitung: Die Verfasserin erläutert die Motivation für ihre Bachelorarbeit, die sich mit der Trauerbegleitung im System Familie auseinandersetzt, und hebt die Notwendigkeit der Enttabuisierung des Themas Tod hervor.
2.) Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie den Tod (biologisch vs. sozial), Sterbephasen nach Kübler-Ross, den Trauerprozess sowie den Begriff der Familie als soziales System.
3.) Stand der Forschung zum Thema „Das Sterben von Kindern: Es wird ein Überblick über die wissenschaftliche Forschung gegeben, angefangen bei den Pionierarbeiten von Kübler-Ross bis hin zu neueren Ansätzen und der Bedeutung von Fachliteratur.
4.) In Interaktion mit dem sterbenden Kind - Vertrauen und Wahrheit als ein Teil der Trauerarbeit: Das Kapitel beleuchtet, warum Ehrlichkeit und das Teilen der Wahrheit für das sterbende Kind sowie die Eltern essenziell sind, um Ängste abzubauen und den Abschiedsprozess bewusst zu gestalten.
5.) In Interaktion mit den trauernden Eltern: Die spezifischen Herausforderungen elterlicher Trauer vor und nach dem Tod werden analysiert, inklusive geschlechtsspezifischer Unterschiede und der Auswirkungen verschiedener Todesursachen.
6.) In Interaktion mit den trauernden Geschwistern - Das Todeskonzept des Kindes: Hier steht die besondere Lage von Geschwisterkindern im Fokus, ihr individuelles Todeskonzept, die Gefahr der „aberkannten Trauer“ sowie Schuldgefühle bei den überlebenden Kindern.
7.) Aufgaben der Begleitung für die Praxis der Sozialen Arbeit im Rahmen der Unterstützung trauernder Familien: Es werden praxisorientierte Aufgabenmodelle (nach Worden und Spiegel) vorgestellt und die Rolle professioneller Einrichtungen wie des Hospizes bei der Begleitung erläutert.
8.) Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse, wobei die Wichtigkeit einer ganzheitlichen, systemischen Trauerbegleitung nochmals hervorgehoben wird.
Trauerbegleitung, Soziale Arbeit, Sterbende Kinder, verwaiste Eltern, Geschwistertrauer, perimortale Phase, Todesursache, Sterbephasen, professionelle Einrichtung, Hospiz, Trauerprozess, Familiensystem, psychische Unterstützung, Enttabuisierung, Wahrheit und Vertrauen.
Die Arbeit befasst sich mit dem Schicksal von Familien, in denen ein Kind stirbt. Dabei steht die professionelle Begleitung in der Sozialen Arbeit im Mittelpunkt, um trauernde Eltern und Geschwister in dieser schwierigen Lebensphase zu unterstützen.
Die Arbeit gliedert sich in theoretische Grundlagen, die spezifische Situation sterbender Kinder, die elterliche Trauer, die besondere Belastung von Geschwistern sowie die praktischen Aufgaben der Trauerbegleitung und das Beispiel der Hospizarbeit.
Ziel ist es, Handlungs- und Orientierungsmöglichkeiten für Begleitpersonen zu bieten und aufzuzeigen, wie Soziale Arbeit dazu beitragen kann, das Thema Tod zu enttabuisieren und Familien ganzheitlich durch den Trauerprozess zu führen.
Die Verfasserin nutzt eine fundierte Literaturanalyse und stützt sich auf etablierte Trauermodelle, um die theoretischen Zusammenhänge mit praktischen Anforderungen für Fachkräfte der Sozialen Arbeit zu verknüpfen.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Kommunikation zwischen Eltern und Kind, den geschlechtsspezifischen Unterschieden im Trauerverhalten und der kritischen Auseinandersetzung mit der „aberkannten Trauer“ bei Geschwistern.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Trauerbegleitung, System Familie, perimortale Phase, Geschwistertrauer und professionelle Hospizarbeit definiert.
Oftmals werden trauernde Geschwister von Erwachsenen übersehen, da diese stark mit dem eigenen Schmerz oder der Betreuung des kranken Kindes beschäftigt sind, wodurch die Kinder sich isoliert fühlen und ihre Trauer nicht ausreichend würdigen können.
Die Arbeit macht deutlich, dass plötzliche Tode, etwa durch Suizid oder Unfälle, den Trauerprozess erschweren, da sie keine antizipatorische Trauerarbeit erlauben und oft Schuldgefühle bei den Angehörigen auslösen.
Kinderhospizarbeit beginnt idealerweise bereits sehr früh im Krankheitsverlauf und fokussiert sich stärker auf die Entlastung der gesamten Familie, um Freiräume für die noch verbleibende Lebenszeit zu schaffen.
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