Bachelorarbeit, 2014
37 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Aufbau der Arbeit
2 Männliche und weibliche Charaktereigenschaften
2.1 Stereotypen
2.2 Geschlechtsspezifisches Verhalten
3 Führung
3.1 Anforderungen an eine Führungskraft
3.2 Erfolgskriterien von Führung
3.3 Führung im Wandel
4 Führungsstile
4.1 Die Iowa-Studien
4.2 Das Führungsstilkontinuum
4.3 Die Ohio-Studien
5 Männliche und weibliche Führungsstile und ihre Auswirkungen
5.1 Der transaktionale und der transformationale Führungsstil
5.2 Empirische Untersuchungen
6 Schlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht, inwieweit geschlechterspezifische Unterschiede im Führungsverhalten existieren und wie diese das unternehmerische Denken und Handeln der Mitarbeiter fördern können. Angesichts der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen und der Debatte um Frauenquoten stellt sich die zentrale Forschungsfrage, was durch welchen geschlechterspezifischen Führungsstil gefördert wird.
3.3 Führung im Wandel
Die heutige Führung vollzieht gerade einen Wechsel des Paradigmas. Dies ist auf den Wertewandel in der Gesellschaft zurückzuführen. Forschungen belegen, dass sich die Werte der Menschen in den westlichen Industrieländern in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Hierzu gehören vor allem die Abwendung der Menschen von der Arbeit als Pflicht, die Bedeutsamkeit der Freizeit, die Hervorhebung der eigenen Gesundheit, die Erhöhung des Bedürfnisses nach Selbstverwirklichung, die Bedeutung von Gleichberechtigung, die Notwendigkeit von Klima- und Naturschutz, die Bedenken gegenüber den Werten der Industrialisierung und die Ablehnung von Bindung sowie Unterordnung. Es kommt zu einem Anstieg der Selbstentfaltungswerte (z. B. Gleichbehandlung, Demokratie, Autonomie, Abwechslung, Kreativität) und einer Verringerung der Pflicht- und Akzeptanzwerte (z. B. Fleiß, Unterordnung, Gehorsam, Disziplin, Fügsamkeit).
Dem muss der Führende gerecht werden. Zu seinen Aufgaben gehören nun auch die Erschließung von individuellem Fachwissen, besonderen Fähigkeiten und Kompetenzen der Angestellten für das Unternehmen. Um die optimale langfristige Nutzung solcher Mitarbeiterpotentiale zu gewährleisten, muss die Führungskraft die Arbeitszufriedenheit steigern und die Potentiale und Talente der Arbeitnehmer durch Weiterbildung und Weiterentwicklung fördern. Wichtig ist auch ein intelligenter Einsatz der Arbeitskraft je nach Potentialen auf der Basis von Partizipation und Teamarbeit.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Geschlechterdifferenz in Führungspositionen und leitet die Forschungsfrage nach der Wirkung geschlechterspezifischer Stile auf unternehmerisches Handeln ab.
2 Männliche und weibliche Charaktereigenschaften: Dieses Kapitel erörtert die gesellschaftlichen Rollenerwartungen und Stereotypen, die das Verhalten von Männern und Frauen prägen.
3 Führung: Es werden allgemeine Definitionen von Führung, Anforderungsprofile an Führungskräfte sowie die Bedeutung von Erfolgskriterien und der Wertewandel in der Führung behandelt.
4 Führungsstile: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung klassischer Ansätze wie der Iowa-Studien, des Führungsstilkontinuums und der Ohio-Studien.
5 Männliche und weibliche Führungsstile und ihre Auswirkungen: Untersuchung der spezifischen Auswirkungen von transaktionaler und transformationaler Führung auf die Mitarbeiter sowie Auswertung empirischer Untersuchungen.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der Situation von Frauen im mittleren Management und in Spitzenpositionen.
Führungsstil, Führungskraft, Geschlechterstereotype, Geschlechterrollen, Transformationale Führung, Transaktionale Führung, Unternehmerisches Denken und Handeln, Intrapreneurship, Mitarbeiterorientierung, Aufgabenorientierung, Partizipation, Sozialkompetenz, Personalmanagement, Führungserfolg, Geschlechterverhältnis.
Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen dem Geschlecht einer Führungskraft und ihrem Führungsstil sowie die Auswirkungen dieses Verhaltens auf die Förderung unternehmerischen Denkens und Handelns bei Mitarbeitern.
Zentrale Themen sind die Theorie der Geschlechterrollen, moderne Führungstheorien sowie die Wirksamkeit von transaktionalen und transformationalen Führungsstilen in modernen Unternehmen.
Die Arbeit untersucht, was durch welchen geschlechterspezifischen Führungsstil gefördert wird und ob sich ein Führungsstil besonders für die Stärkung von unternehmerischem Verhalten der Mitarbeiter eignet.
Der Autor wählt einen konzeptionellen Vergleich unter Einbeziehung und Auswertung bestehender wissenschaftlicher Literatur, Führungstheorien und empirischer Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Geschlechterstereotypen, die Darstellung klassischer Führungsmodelle und die spezifische Analyse von Führungsstilen im Kontext von Führungserfolg und Mitarbeiterpartizipation.
Zu den prägenden Begriffen gehören unter anderem Führungsstil, Geschlechterrollen, transformationale Führung, Intrapreneurship und Mitarbeiterorientierung.
Die Forschung legt nahe, dass Männer eher wettbewerbs- und kontrollorientiert führen, während Frauen häufiger kooperative und transformationale Ansätze wählen, die auf Partizipation und Beziehungsförderung setzen.
Die von Rosener beschriebene "interaktive Führung" zeichnet sich durch Machtteilung, Förderung der Mitarbeiterpartizipation und Steigerung des Selbstwertes aus, was als weiblich sozialisiertes Führungsmodell identifiziert wird.
Laut Arbeit ist er für komplexe und innovative Projekte besonders geeignet, während der transaktionale Stil seine Stärken in klar strukturierten Aufgabenbereichen hat; eine Kombination beider Systeme gilt als ideal für moderne Unternehmen.
Neben geschlechterspezifischen Stereotypen wird der "Glass Ceiling Effect" als Barriere genannt, da im Topmanagement oft Eigenschaften gefordert werden, die traditionell als männlich gelten.
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