Bachelorarbeit, 2014
63 Seiten, Note: +2
1 EINLEITUNG
1.1 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.2 Länderauswahl
1.3 Aufbau der Arbeit
2 DER ARBEITSMARKT IN ÖSTERREICH UND UNGARN
2.1 Grundlagen zu den Bestands- und Stromgrößen am Arbeitsmarkt
2.2 Beschäftigungsentwicklung
2.2.1 Arbeitskräftenachfrage
2.2.2 Arbeitskräfteangebot
2.3 Ausmaß der Arbeitslosigkeit in Österreich
2.3.1 Personenbezogene Auswertung der Arbeitslosenbestände
2.4 Ausmaß der Arbeitslosigkeit in Ungarn
2.4.1 Personenbezogene Auswertung der Arbeitslosenbestände
3 ORGANISATION DER ARBEITSLOSENVERSICHERUNG
3.1 Österreich
3.1.1 Organisationsstruktur
3.1.2 Sozialausgaben
3.1.3 Finanzierung
3.2 Ungarn
3.2.1 Organisationsstruktur
3.2.2 Sozialausgaben
3.2.3 Finanzierung
4 SICHERUNG IM FALLE VON ARBEITSLOSIGKEIT
4.1 Leistungen zur Kompensation von Einkommensverlusten in Österreich
4.2 Leistungen zur Kompensation von Einkommensverlusten in Ungarn
5 ZUSAMMENFASSUNG
5.1 Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Umsetzungen im Bereich der Arbeitslosigkeit in Ungarn nach dem Systemwechsel vergleichend zu Österreich zu analysieren. Dabei wird der Fokus auf Strukturmerkmale des Arbeitsmarktes, die Ausgestaltung der Arbeitslosenversicherung, deren Finanzierung sowie die soziale Absicherung im Falle von Arbeitslosigkeit gelegt, um Unterschiede und Entwicklungen seit den 1990er Jahren aufzuzeigen.
1 Einleitung
Mit dem Abbau des Eisernen Vorhanges vor mittlerweile 25 Jahren durchlief Ungarn gemeinsam mit anderen ehemals kommunistischen Staaten in Europa einen Systemwechsel. Diese Transformation bedeutete einen Wechsel weg von Kommunismus und Planwirtschaft, hin zu Demokratie und sozialer Marktwirtschaft, nach dem Vorbild westlicher Staaten. Der Transformationsprozess wurde auch noch deutlich durch die Misere erschwert, dass dieser Strukturwandel zeitlich in eine Periode fiel, in der die Weltwirtschaft in einer Krise steckte.
Die Umwälzungen brachten eine großen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes, hohe Inflation, sinkende Einkommen und gingen mit einer enorm hohen Arbeitslosigkeit, steigenden Armutsraten und zunehmender sozialer Ungleichheit einher. Zusätzlich stand Ungarn vor dem Paradox, einen Wohlfahrtsstaat aufbauen und gleichzeitig Kürzungen in den Sozialausgaben vornehmen zu müssen. Soziale Indikatoren wie Beschäftigung, Löhne und Pensionen verbesserten sich nach der Transformation nur langsam. Die massenhafte Arbeitslosigkeit in Ungarn Anfang der 1990er Jahre wurde zu einem schwerwiegenden Problem. Zwar gab es auch während des Staatssozialismus in Ungarn Arbeitslosigkeit (1-3%), aber davon wollte von offizieller Seite niemand etwas wissen. Vielmehr gab es Arbeitslosigkeit hinter den Toren und Türen verschiederer Betriebe. Eine zentrale Säule des sozialistischen Sozialsystems war die offizielle Vollbeschäftigung, die aber häufig gleichzeitig eine Unterbeschäftigung auf dem jeweiligen Arbeitsplatz bedeutete.
Zu dieser Zeit war Österreich bereits auf dem Weg EU-Mitglied zu werden, und im Juli 1989 beschloss die damalige Bundesregierung, die Anträge auf Aufnahme Österreichs in die Europäischen Gemeinschaften zu stellen. Außerdem konnte Österreich zu Beginn der Neunzigerjahre bereits auf sieben Jahrzehnte Arbeitslosenversicherung zurückblicken. Dass das Missgeschick der Planwirtschaft zeitlich mit dem Aufkommen der „Wissensgesellschaft“ zusammentraf, war auch kein Zufall. Damit hatten die westlichen Länder gegenüber den ehemaligen Ostblockstaaten einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
1 EINLEITUNG: Das Kapitel führt in den historischen Kontext der Transformation in Ungarn ein, vergleicht diesen mit der Ausgangslage in Österreich und definiert die Forschungsfragen der Arbeit.
2 DER ARBEITSMARKT IN ÖSTERREICH UND UNGARN: Dieser Abschnitt analysiert die Arbeitsmarktindikatoren wie Erwerbs- und Erwerbstätigenquoten sowie das Ausmaß der Arbeitslosigkeit in beiden Ländern anhand von volkswirtschaftlichen Kennzahlen.
3 ORGANISATION DER ARBEITSLOSENVERSICHERUNG: Das Kapitel beleuchtet die institutionelle Ausgestaltung, die Finanzierungsmodelle und die Sozialausgaben im Bereich der Arbeitslosenversicherung für Österreich und Ungarn.
4 SICHERUNG IM FALLE VON ARBEITSLOSIGKEIT: Hier werden die konkreten Leistungen der passiven Arbeitsmarktpolitik und die jeweiligen Anspruchsvoraussetzungen bei Arbeitslosigkeit in beiden Ländern gegenübergestellt.
5 ZUSAMMENFASSUNG: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Analyse zusammen, beleuchtet Unterschiede und Gemeinsamkeiten und schließt mit einem persönlichen Fazit des Verfassers.
Arbeitslosigkeit, Österreich, Ungarn, Transformation, Arbeitslosenversicherung, Sozialausgaben, Arbeitsmarktservice, Beschäftigungsentwicklung, soziale Sicherung, Arbeitsmarktpolitik, Erwerbsquote, Vollbeschäftigung, Arbeitslosenbestand, passive Arbeitsmarktpolitik, Wirtschaftswandel.
Die Bachelorarbeit vergleicht die Entwicklungen in den Bereichen Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarktorganisation und soziale Absicherung zwischen Österreich und Ungarn nach der politischen Transformation in Osteuropa.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Arbeitsmarktdynamik, der strukturellen Organisation der jeweiligen Arbeitslosenversicherungen sowie der Bewertung der passiven Arbeitsmarktpolitik und Sozialausgaben.
Ziel ist es, zu untersuchen, wie Ungarn nach dem Systemwechsel mit der Herausforderung Arbeitslosigkeit umgegangen ist und wie sich dieses System im Vergleich zum langjährig etablierten österreichischen Modell darstellt.
Der Autor führt eine vergleichende Analyse auf Basis von Daten verschiedener nationaler und europäischer Datenbanken (z.B. Eurostat, KSH, Statistik Austria) durch, ergänzt durch die Auswertung einschlägiger Literatur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Arbeitsmarktkennzahlen, die Gegenüberstellung der Organisationsstrukturen der Versicherungsträger sowie den detaillierten Vergleich der Leistungen zur Kompensation von Einkommensverlusten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Transformation, Arbeitslosenversicherung, soziale Sicherheit, Arbeitsmarktpolitik und den spezifischen Ländervergleich zwischen Österreich und Ungarn geprägt.
Österreich nutzt mit dem AMS eine eigenständige, vom Ministerium ausgegliederte Dienstleistungseinrichtung, während in Ungarn der Verwaltungsapparat stärker in die staatliche Struktur eingebunden ist und eine höhere Anzahl an Dienststellen aufweist.
Der Autor konstatiert, dass Investitionen in Bildung nach wie vor als bester Schutz gegen Arbeitslosigkeit gelten, obwohl auch ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen unter Akademikern zu verzeichnen ist.
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