Diplomarbeit, 2014
69 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
1.1 HERANFÜHRUNG AN DAS THEMA
1.2 ZIEL DER ARBEIT
1.3 AUFBAU DER DIPLOMARBEIT
2. UNTERNEHMENS- UND PROZESSBESCHREIBUNG DER ARAM ENERGIE GMBH
2.1 UNTERNEHMENSBESCHREIBUNG UND STRUKTUR DER ARAM ENERGIE GMBH
2.1.1 Grundversorgungspflicht
2.1.2 Struktur der ARAM Energie GmbH
2.2 AUFGABENGEBIET KONTOKORRENTMANAGEMENT
2.3 PROZESSBESCHREIBUNG VON GUTHABENAUSZAHLUNGEN IM SAP IS-U
2.3.1 Kurzvorstellung SAP IS-U und Aufbau der Vertragsverhältnisse
2.3.2 Monetäre Betrachtung der Vertragsverhältnisse
2.3.2.1 Guthabenauszahlung mit Bankverbindung
2.3.2.2 Guthabenauszahlung ohne Bankverbindung
2.3.3 Bankdatenpflege im SAP IS-U
2.4 MANIPULATIONSMÖGLICHKEITEN BEI AUSZAHLUNGEN IM SAP IS-U
2.4.1 Missbrauchsmöglichkeiten bei aktiven und schlussabgerechneten Verträgen
2.4.2 Zur Ausbuchung stehendes Guthaben
3. KONTROLLMÖGLICHKEITEN VON GUTHABENAUSZAHLUNGEN
3.1 AUSWERTUNGSMÖGLICHKEIT DURCH IS-U REPORTS
3.2 PRÜFUNG VON MEHRFACH GENUTZTEN BANKVERBINDUNGEN
3.3 STAMMDATENÄNDERUNGSAUFZEICHNUNG IM IS-U
3.4 GUTHABENAUSBUCHUNG
4. VORGEHEN BEI DOLOSEN HANDLUNGEN IN DER ARAM ENERGIE GMBH
4.1 EXEMPLARISCHER FALL EINER DOLOSEN HANDLUNG IN DER ARAM ENERGIE GMBH
4.2 INTERNE MELDEKETTE BEI DOLOSEN HANDLUNGEN
4.3 UMGANG MIT AUSSENWIRKUNG
4.4 VERFOLGUNG UND ARBEITSRECHTLICHEN KONSEQUENZEN
4.4.1 Verfolgung und Aufdeckung von Straftaten
4.4.2 Arbeitsrechtliche Konsequenzen
5. MOTIVATION ZU UND PRÄVENTION VON VERUNTREUUNGEN
5.1 MOTIVATIONEN ZUR VERUNTREUUNG
5.2 PRÄVENTIONSMAẞNAHMEN
5.2.1 Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip
5.2.2 Internes Training
5.2.3 Personalrotation
5.2.4 Hinweisgebersystem / Whistleblowing
5.2.5 Dokumentation
5.3 GRENZEN VON PRÄVENTIONSMAẞNAHMEN
6. RECHTLICHE ASPEKTE UND BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE SCHÄDEN DURCH DOLOSE HANDLUNGEN
6.1 RECHTLICHE AUSLEGUNG VON DOLOSEN HANDLUNGEN
6.2 MATERIELLE SCHÄDEN
6.3 IMMATERIELLE SCHÄDEN
6.4 URSACHEN FÜR WIRTSCHAFTSKRIMINALITÄT
6.5 ENTWICKLUNG DER WIRTSCHAFTSKRIMINALITÄT
7. ARBEITSRECHTLICHE ASPEKTE DER MITARBEITERÜBERWACHUNG
7.1 ALLGEMEINE GRUNDLAGEN
7.2 RECHTSGRUNDLAGEN
7.3 DATENSCHUTZ BEI MITARBEITERKONTROLLEN
7.3.1 Datensammlung durch den Arbeitgeber
7.3.2 Grundsätze und rechtliche Befugnis
7.4 FÜRSORGEPFLICHT DES ARBEITGEBERS
7.5 GLEICHBEHANDLUNGSPFLICHT DES ARBEITGEBERS
7.6 INDIVIDUELLE ARBEITSVERTRAGLICHE REGELUNGEN
7.7 KOLLEKTIVARBEITSRECHTLICHE REGELUNGEN
7.7.1 Der Betriebsrat
7.7.2 Die Betriebsvereinbarung
7.7.2.1 Allgemein
7.7.2.2 Verhältnis zum Einzelarbeitsvertrag
8. ETHISCHE ASPEKTE UND GRUNDRECHTSKONFLIKTE DER MITARBEITERÜBERWACHUNG
8.1 EINGRIFF IN DIE GRUNDRECHTE DER MITARBEITER
8.2 DAS ALLGEMEINE PERSÖNLICHKEITSRECHT
8.3 INTERESSENABWÄGUNG
8.4 VERHÄLTNISMÄẞIGKEITSPRINZIP
8.5 INFORMATION DER ARBEITNEHMER ÜBER DIE ÜBERWACHUNGSMAẞNAHMEN
8.6 UNZULÄSSIGE METHODEN
8.7 BEWEISVERBOTE
8.8 ETHISCHE GRUNDSÄTZE
8.8.1 Ethik
8.8.2 Unternehmensethik
8.8.3 Verhaltenskodex
8.8.4 Ethik versus Mitarbeiterkontrollen
9. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Diplomarbeit untersucht die Risiken von dolosen Handlungen durch Mitarbeiter im Bereich der Guthabenauszahlungen bei einem Energieversorgungsunternehmen. Ziel ist es, Kontrollmöglichkeiten innerhalb des SAP IS-U Systems aufzuzeigen, arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen für Mitarbeiterkontrollen zu analysieren und ethische Grundsätze in den Kontext der Überwachung zu setzen.
2.3.2 Monetäre Betrachtung der Vertragsverhältnisse
In der Energieversorgung zeigen sich besondere Eigenarten, wenn es um die monetäre Betrachtung der Vertragsverhältnisse geht. Ein Geschäftspartner zahlt üblicherweise 11 Abschläge im Jahr, bevor er turnusmäßig eine vollständige nach Tarif bewertete Abrechnung erhält. Jeder einzelne Forderungsbetrag aus den Abschlägen erzeugt einen eigenen Beleg. Der Ausgleich dieser Forderungsbelege erfolgt über den monatlichen Zahllauf oder einer Bareinzahlung durch Überweisung seitens des Kunden. Die Jahresrechnung erzeugt wiederum einen Beleg mit einer Differenzverrechnung der zuvor geleisteten Abschläge. Waren die zuvor geleisteten Abschläge höher als der ermittelte Gesamtrechnungswert ergibt sich ein Guthaben. Das Kundenguthaben wird üblicherweise in die nächste Abrechnungsperiode übernommen und mit den geforderten Abschlägen bis zum vollständigen Abtrag verrechnet. Eine automatische Auszahlung des Guthabens an den Kunden erfolgt nur bei einer Schlussabrechnung und wenn das Bankkonto des Kunden bekannt ist.
Bei der Guthabenbearbeitung können sich somit Sonderfälle ergeben. Wenn bei einem Geschäftspartner das Vertragsverhältnis endet und keine Bankverbindung hinterlegt wurde, ist eine Guthabenauszahlung nicht ohne Weiteres möglich.
1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die Problematik von Betrug und Veruntreuung durch Mitarbeiter in Unternehmen und Definition des Ziels dieser Arbeit.
2. UNTERNEHMENS- UND PROZESSBESCHREIBUNG DER ARAM ENERGIE GMBH: Beschreibung des fiktiven Energieversorgers sowie der spezifischen SAP IS-U Prozesse rund um die Guthabenauszahlung und Bankdatenpflege.
3. KONTROLLMÖGLICHKEITEN VON GUTHABENAUSZAHLUNGEN: Erläuterung technischer Methoden und Reports innerhalb von SAP IS-U, um unregelmäßige Bankverbindungsänderungen oder Guthabenbewegungen aufzudecken.
4. VORGEHEN BEI DOLOSEN HANDLUNGEN IN DER ARAM ENERGIE GMBH: Darstellung eines konkreten Betrugsfalls, der internen Meldekette bei Verdachtsmomenten sowie der arbeitsrechtlichen Konsequenzen.
5. MOTIVATION ZU UND PRÄVENTION VON VERUNTREUUNGEN: Analyse der Ursachen für dolose Handlungen mittels des "Fraud Triangle" und Vorstellung präventiver Maßnahmen wie Vier-Augen-Prinzip und Hinweisgebersystemen.
6. RECHTLICHE ASPEKTE UND BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE SCHÄDEN DURCH DOLOSE HANDLUNGEN: Rechtliche Einordnung von Delikten sowie statistische Betrachtung materieller und immaterieller Schäden durch Wirtschaftskriminalität.
7. ARBEITSRECHTLICHE ASPEKTE DER MITARBEITERÜBERWACHUNG: Untersuchung des rechtlichen Rahmens, insbesondere unter Berücksichtigung von Datenschutz und Mitbestimmungsrechten des Betriebsrats.
8. ETHISCHE ASPEKTE UND GRUNDRECHTSKONFLIKTE DER MITARBEITERÜBERWACHUNG: Diskussion der Spannungsfelder zwischen berechtigtem Arbeitgeberinteresse und dem Persönlichkeitsrecht der Mitarbeiter.
9. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung der Kontrollmöglichkeiten und des notwendigen Gleichgewichts zwischen Überwachung und vertrauensvoller Mitarbeiterbeziehung.
Wirtschaftskriminalität, Guthabenauszahlung, SAP IS-U, Dolose Handlungen, Mitarbeiterkontrolle, Betrugsprävention, Fraud Triangle, Datenschutz, Arbeitsrecht, Betriebsvereinbarung, Compliance, interne Revision, Bankdatenpflege, Unternehmensethik, Veruntreuung.
Die Arbeit untersucht die Risiken, die entstehen, wenn Mitarbeiter ihre Zugriffsmöglichkeiten auf Guthabenauszahlungsprozesse in einem Energieversorgungsunternehmen missbrauchen, und wie diese Risiken kontrolliert werden können.
Die zentralen Felder sind die IT-gestützte Prozessüberwachung (SAP IS-U), die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen bei Kontrollen sowie die ethischen Dimensionen der Mitarbeiterüberwachung.
Ziel ist es aufzuzeigen, welche Kontrollmöglichkeiten für manuelle Guthabenauszahlungen bestehen und wie Unternehmen dolose Handlungen durch technische und organisatorische Maßnahmen verhindern können.
Die Arbeit basiert auf einer prozessualen Analyse eines fiktiven Unternehmensbeispiels sowie einer theoretischen Aufarbeitung rechtlicher und ethischer Aspekte unter Einbeziehung aktueller Studien.
Im Hauptteil werden SAP IS-U Funktionen, spezifische Betrugsszenarien, interne Meldeketten, Präventionsmaßnahmen sowie die rechtlichen und ethischen Grenzen der Mitarbeiterkontrolle detailliert erörtert.
Wichtige Begriffe sind Wirtschaftskriminalität, Guthabenauszahlung, Compliance, Fraud Triangle und Mitarbeiterüberwachung.
Es dient als theoretisches Modell, um zu erklären, warum Mitarbeiter motiviert sind, dolose Handlungen zu begehen (Druck, Gelegenheit, innere Rechtfertigung), und bildet die Basis für die Präventionsstrategien.
Sie stellt die rechtliche Grundlage dar, auf der Überwachungsmaßnahmen im Unternehmen legitimiert werden, und sichert gleichzeitig die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats ab.
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