Masterarbeit, 2014
174 Seiten, Note: 1,0
1. Problemstellung
2. Anwendung der Mathematik
2.1 In der Wirtschaft
2.2 Lebensvorbereitung & Allgemeinbildung
2.3 Anwendungs- und realitätsbezogener Mathematikunterricht
3. Mathematik im Beruf
3.1 Mathematik als das Hilfsinstrument im Berufsalltag
3.2 Wirtschaftliche Berufsfelder
3.2.1 Bankkaufmann/-frau
3.2.2 Industriekaufmann/-frau
3.2.3 Bürokaufmann/-frau
3.3 Rahmenlehrpläne
3.3.1 Berufsausbildung zum Bankkaufmann / zur Bankkauffrau
3.3.2 Berufsausbildung zum Industriekaufmann / zur Industriekauffrau
3.3.3 Berufsausbildung zum Bürokaufmann / zur Bürokauffrau
4. Studie „Mathematik im kaufmännischen Beruf“
4.1 Ziele und methodische Vorgehensweise
4.2 Durchführung der Experteninterviews
4.3 Beschreibung der Auswertungsmethode
4.4 Gütekriterien
5. Ergebnisse
5.1 Erfahrungen und Erinnerungen an die (Berufs-)Schulzeit
5.2 Notwendig- und Häufigkeit der Mathematik
5.2.1 Industriekaufmann/-frau
5.2.2 Bürokaufmann/-frau
5.2.3 Bankkaufmann/-frau
5.3 Anwendung mathematischer Themengebiete
5.3.1 Industriekaufmann/-frau
5.3.2 Bürokaufmann/-frau
5.3.3 Bankkaufmann/-frau
5.4 Schwierigkeitsgrad und Einschätzung mathematischer Anwendungen
5.4.1 Industriekaufmann/-frau
5.4.2 Bürokaufmann/-frau
5.4.3 Bankkaufmann/-frau
5.5 Vermisste bzw. zu detailliert behandelte Lerninhalte
5.5.1 Industriekaufmann/-frau
5.5.2 Bürokaufmann/-frau
5.5.3 Bankkaufmann/-frau
5.6 Aufgabenstellungen aus dem wirtschaftlichen Berufsschulbereich
5.6.1 Industriekaufmann/-frau
5.6.2 Bürokaufmann/-frau
5.6.3 Bankkaufmann/-frau
5.7 Stärkung der Problemlösefähigkeit auf Grund des Mathematikunterrichts
5.8 Hilfestellung dritter Personen
6. Fazit
Die vorliegende Master-Thesis untersucht die Bedeutung und praktische Anwendung mathematischer Inhalte in den kaufmännischen Berufsfeldern Bank-, Industrie- und Bürokaufmann/-frau, um die Relevanz curricularer Rahmenlehrpläne kritisch zu hinterfragen und deren Passung für den beruflichen Alltag zu bewerten.
3.1 Mathematik als das Hilfsinstrument im Berufsalltag
Das Fach „Mathematik“ besitzt einen schweren Stand in unserer Gesellschaft. Auf der einen Seite wissen und erkennen viele Menschen zwar deren absolute Notwendigkeit, nur spiegelt die andere Seite leider genau das Gegenteil wider. Dabei stoßen wir in fast allen Bereich des Lebens auf mathematische Inhalte. Dementsprechend ist natürlich auch der Berufsalltag davon nicht unberührt. In nahezu allen Berufsbildern lassen sich mathematische Elemente vorfinden. Nur welcher Beruf setzt welche mathematischen Fähigkeiten und Qualifikationen der Angestellten voraus? Dieser Fragestellung widmet sich das Kapitel 3.2 „Wirtschaftliche Berufsfelder“. Es stellt die drei verbreitesten kaufmännischen Berufe vor und gibt an, über welche Qualifikationen Bank-, Industrie und Bürokaufleute verfügen sollten, um im Berufsalltag erfolgreich zu sein.
Viele Berufsbilder zeigen, dass die Branche, sei es nun Handwerk, kaufmännischer Bereich, produzierender Bereich oder Dienstleistungsunternehmen, keine bedeutende Rolle spielt, da die Fähigkeiten, über die sach- bzw. fachgerechte Nutzung und Anwendung der Grundrechenarten, über das (kalkulatorische) Rechnen und das Verständnis von buchhalterischen Geschäftsangelegenheiten zu verfügen, unabdingbar sind. Im Handwerk werden beispielsweise Kosten für anstehende Einkäufe von Rohstoffen berechnet und überschlagen, ein Bankangestellter wiederum konsolidiert aktuelle Zinsaufwendungen und –erträge in seine Kalkulation mit ein und ein Bäcker errechnet neue Mischungsverhältnisse verschiedener Zutaten (Bundesministerium für Bildung und Forschung: Mathe und Ausbildung, 2008).
Dies verdeutlicht, welche wichtige Rolle die Mathematik in der Arbeitswelt besitzt und wie sehr die einzelnen Berufsfelder auf die Hilfe der Mathematik angewiesen sind. Vielen Personen ist diese mathematische Vormachtstellung überhaupt nicht bewusst. Dabei berechnen, schätzen und überschlagen wir täglich anfallende Kosten und Beträge, auch wenn uns das nicht wirklich bewusst ist.
1. Problemstellung: Einleitung in die ambivalente Wahrnehmung von Mathematik als nützliches Werkzeug vs. formale Belastung und die zentrale Frage nach der Notwendigkeit mathematischer Inhalte für den mündigen Bürger.
2. Anwendung der Mathematik: Theoretische Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Mathematik für die Wirtschaft, die Lebensvorbereitung und die Anforderungen an einen realitätsbezogenen Unterricht.
3. Mathematik im Beruf: Detaillierte Betrachtung des mathematischen Hilfsinstruments im Alltag verschiedener wirtschaftlicher Berufsfelder und die Analyse der entsprechenden Rahmenlehrpläne.
4. Studie „Mathematik im kaufmännischen Beruf“: Darstellung der methodischen Vorgehensweise und Zielsetzung der qualitativen Expertenbefragung zur Erhebung mathematischer Anwendungsprofile.
5. Ergebnisse: Auswertung der Experteninterviews bezüglich Erfahrungen, Häufigkeit, Schwierigkeitsgrad und Nutzwert mathematischer Themengebiete in den untersuchten kaufmännischen Berufsbildern.
6. Fazit: Zusammenfassendes Resümee über die Bedeutung mathematischer Grundlagen, die Diskrepanz zwischen Oberstufen-Inhalten und Berufsalltag sowie die Notwendigkeit praxisnaher mathematischer Bildung.
Mathematik, Kaufmännische Berufe, Berufsschule, Rahmenlehrpläne, Experteninterviews, Prozentrechnung, Dreisatz, Zinsrechnung, Arbeitsalltag, Qualifikation, Grundrechenarten, Problemlösefähigkeit, Wirtschaftsmathematik, empirische Studie, Qualitative Inhaltsanalyse.
Die Arbeit untersucht, welche mathematischen Fähigkeiten und Inhalte tatsächlich in kaufmännischen Berufen benötigt werden und wie diese mit den Inhalten der beruflichen Ausbildung korrespondieren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Anwendbarkeit mathematischer Themengebiete in der Praxis der Bank-, Industrie- und Bürokaufleute sowie der Bedeutung des Mathematikunterrichts für die Problemlösefähigkeit.
Das Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob die mathematischen Anforderungen in kaufmännischen Berufen mit den vermittelten Lehrinhalten übereinstimmen und welche Diskrepanzen bestehen.
Die Studie nutzt eine qualitative Forschungsstrategie mit leitfadengestützten Experteninterviews, die nach dem Modell der qualitativen Inhaltsanalyse von Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst sowohl eine theoretische Analyse über die Bedeutung der Mathematik in der Wirtschaft und Ausbildung als auch die empirische Auswertung von neun Experteninterviews mit Fachkräften aus Bank, Industrie und Büro.
Kaufmännische Bildung, mathematische Kompetenz, Berufsalltag, Rahmenlehrpläne, Dreisatz, Prozentrechnung, empirische Analyse, Industriekaufmann/-frau, Bankkaufmann/-frau, Bürokaufmann/-frau.
Die Experten stufen die Anforderungen in ihrem Berufsalltag überwiegend als relativ gering ein, da es sich meist um grundlegende Anwendungen handelt, die durch Routine und berufliche Erfahrung leicht bewältigbar sind.
Inhalte der höheren Mathematik, wie Differenzial- und Integralrechnung oder komplexe Kurvendiskussionen aus dem Abitur, werden von den meisten Befragten als nicht praxisrelevant für ihren täglichen Arbeitsalltag eingestuft.
Der Taschenrechner (sowie Computerprogramme wie Excel) ist ein unverzichtbares Hilfsmittel, wobei die Experten betonen, dass sie trotz vorhandener mathematischer Kenntnisse aus Sicherheitsgründen oft auf technische Hilfsmittel zurückgreifen.
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