Masterarbeit, 2013
137 Seiten, Note: 1,7 in Deutschland
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Ansehen und Image: Eine begriffliche Annäherung
2.1 Bild, Ansehen, Image und Reputation: Definition und Abgrenzung
2.2 Stereotype, Vorurteile und ihre Auswirkungen
2.3 Nationenbildforschung
2.3.1 Nationenbilder und ihr Entstehungsprozess
2.3.2 Nation Branding
2.3.3 Nationenbild in der Presse
2.3.4 Bedeutung der Medien für die Imagebildung
2.4 Mediennutzung und Medienwirkung: Rezeption der Medienangebote
2.4.1 Wirkungspotenzial medialer Realität
2.4.2 Mediennutzung und Gratifikation
3 Brasilien im Überblick
3.1 Bevölkerung
3.2 Geographischer Raum und Klima
3.3 Wirtschaft
3.4 Das politische System
3.5 Nationenbildung: Vom Kolonialismus bis zur Gegenwart
3.6 Amtszeit von Präsident Lula
3.6.1 Politische Reformen
3.6.2 Sozialpolitik: Fome Zero und Bolsa Família
3.6.3 Brasiliens Wirtschaftspolitik
3.6.3.1 Fortsetzung des Neoliberalismus von FHC
3.6.3.2 Programm zur Wachstumsbeschleunigung (PAC)
3.6.4 Außenpolitik
4 Zur Forschungsmethode
4.1 Forschungsfragen und Hypothesen
4.2 Inhaltsanalyse als Untersuchungsmethode
4.3 Auswahl der Zeitungen
4.4 Ablauf der Inhaltsanalyse nach Mayring
4.4.1 Forschungsstand und theoretische Fundierung
4.4.2 Erhebungszeitraum und Untersuchungsmaterial
4.4.3 Stichprobenerhebung
4.4.4 Kategorienbildung
4.4.5 Durchführung einer Probecodierung und Codierung
4.4.6 Datenanalyse
5 Untersuchungsergebnisse
5.1 Ergebnisse des ersten Untersuchungsteils
5.1.1 Brasilienberichterstattung in den untersuchten Zeitungen
5.1.2 Häufigkeit der Brasilienberichterstattung
5.1.3 Ressortangabe
5.1.4 Umfang der Artikel
5.1.5 Platzierung der Artikel
5.1.6 Bebilderung und Verhältnis zwischen Text und Bild
5.1.7 Journalistische Darstellungsformen
5.1.8 Quellenangabe
5.1.9 Ortsbezeichnung
5.1.10 Hauptthemen
5.2 Ergebnisse des zweiten Untersuchungsteils
5.2.1 Subthemen
5.2.2 Bewertung
5.2.2.1 Wertigkeit der Brasilienberichterstattung
5.2.2.2 Bewertung der Bilder
5.2.2.3 Beurteilung der Arbeit von Präsident Lula
5.3 Ergebnisse bezüglich der Forschungsfragen und Hypothesen
5.3.1 Beantwortung der Forschungsfragen
5.3.2 Überprüfung der Hypothesen
6 Schlussfolgerungen und Forschungsperspektiven
Die Arbeit untersucht das mediale Bild Brasiliens in der deutschen Presse während der beiden Amtszeiten von Präsident Lula da Silva (2003–2010), um aufzuzeigen, wie sich die Berichterstattung über das Schwellenland in einem Zeitraum des wirtschaftlichen und politischen Wandels entwickelt hat.
2.1 Bild, Ansehen, Image und Reputation: Definition und Abgrenzung
Sowohl im alltäglichen Leben als auch in der Wissenschaft unterliegen die Begriffe „Bild“, „Ansehen“, „Image“ und „Reputation“ ständig einem stark subjektiven Empfinden. In den folgenden Ausführungen werden die Termini „Bild“ und „Image“ gebraucht, da sie im Vergleich zu anderen zum Teil negativ besetzten Ausdrücken, wie „Stereotyp“, „Vorurteil“ und „Klischee“, relativ wertneutral sind oder sogar positiv besetzt sind.
Wie im Folgenden dargestellt, zeigen „Bild“ und „Image“ am wenigsten Bedeutungsunterschiede zwischen einander auf. Sie werden somit in dieser Arbeit synonym verwendet. Außerdem lassen ihre Definitionen differenzierte Aussagen über die Begriffsbestimmungen zu. Im Unterschied zu „Stereotyp“, das hauptsächlich Gruppen von Menschen betrifft, umfassen „Bild“ und „Image“ verschiedene Kategorien, wie z. B.: Politik, Umwelt, Kultur und damit verbundene Subkategorien wie Länder und Nationen. Gerade diese Aspekte stehen in der vorliegenden Arbeit im Vordergrund.
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung der Arbeit und des methodischen Vorgehens zur Untersuchung des Brasilienbildes.
2 Ansehen und Image: Eine begriffliche Annäherung: Theoretische Fundierung der Begriffe Image, Bild, Reputation und Ansehen sowie Diskussion von Stereotypen und Nation Branding.
3 Brasilien im Überblick: Überblick über die soziopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Brasiliens sowie der Amtszeit von Präsident Lula.
4 Zur Forschungsmethode: Detaillierte Darstellung des methodischen Ablaufs der Inhaltsanalyse, der Kriterien für die Auswahl der untersuchten Tageszeitungen sowie der Kategorienbildung.
5 Untersuchungsergebnisse: Präsentation der Ergebnisse hinsichtlich der Berichterstattung, der Themen, der Bewertung des Präsidenten Lula und der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
6 Schlussfolgerungen und Forschungsperspektiven: Zusammenfassung der wichtigsten Forschungsergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Kontext der deutsch-brasilianischen Medienbeziehungen.
Brasilien, Medien, Inhaltsanalyse, Bild, Image, Reputation, Präsident Lula, Berichterstattung, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nation Branding, Wirtschaft, Politik, Nationenbild, Journalismus
Die Master Thesis analysiert die Darstellung Brasiliens in der deutschen überregionalen Presse während der Amtszeit von Präsident Lula da Silva zwischen 2003 und 2010.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Bereiche Politik, Wirtschaft, soziale Aspekte sowie die Rolle des Präsidenten als Handlungsträger im medialen Diskurs.
Ziel ist es, nachzuzeichnen, wie sich das mediale Bild Brasiliens in einem Zeitraum gewandelt hat, in dem sich das Land von einem reinen Urlaubs- und Fußballziel hin zu einer bedeutenden regionalen und globalen Wirtschaftsmacht entwickelte.
Die Arbeit nutzt die qualitative und quantitative Inhaltsanalyse nach Mayring, um 196 Artikel aus der SZ und der FAZ systematisch auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Image- und Nationsbildforschung, einen Überblick über das Land Brasilien sowie den empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Inhaltsanalyse präsentiert und die Hypothesen überprüft werden.
Zentrale Begriffe sind Brasilien, Medien, Image, Inhaltsanalyse, Präsident Lula sowie der Vergleich zwischen der Berichterstattung in der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Die Untersuchung zeigt, dass Lula in etwa der Hälfte der Artikel positiv dargestellt wird und er in der deutschen Presse als einflussreiche Führungspersönlichkeit wahrgenommen wurde.
Die Studie ergab, dass keine gravierenden Unterschiede bestehen, wobei die FAZ einen um etwa 20 Prozent höheren Anteil an der Gesamtberichterstattung hat, was primär auf ihren stärkeren Fokus auf wirtschaftspolitische Themen zurückzuführen ist.
Das Image wandelte sich im Laufe der Jahre von einem eher neutralen hin zu einem zunehmend positiveren Bild, besonders korrelierend mit dem wirtschaftlichen Aufstieg und der Konsolidierung der Demokratie unter Präsident Lula.
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