Bachelorarbeit, 2014
47 Seiten, Note: 1,7
1.Einleitung
2. Begriffserklärung und Grundlagen
2.1 Biografie
2.2 Biografiearbeit
2.3 Genogrammarbeit die Frage der Definition
2.4 Gegenstand der Biografiearbeit
2.4.1 Biografische Selbstreflexion
2.4.2 Autobiografisches Gedächtnis
3. Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe §34 KJHG
3.1 Begriffsklärung Jugendhilfe
3.2 Rechtliche Grundlagen §34 SGBVIII Heimerziehung und sonstige betreute Wohnformen
3.3 Gründe für eine stationäre Aufnahme
4. Biografiearbeit mit Kindern und Jugendlichen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
4.1 Für welche Kinder ist Biografiearbeit geeignet
4.1.1 Kinder in stationärer Erziehungshilfe
4.2 Der Nutzen und die Wichtigkeit der Biografiearbeit mit fremdplatzierten Kindern
4.3 Hinweise zur Durchführung der Biografiearbeit
4.3.1 Umfang und Dauer
4.3.2 Einbindung von Biografiearbeit in den Lebensalltag und institutionellen Tagesablauf
4.3.3 Anwendungskompetenzen in der Biografiearbeit mit Kindern
4.3.4 Zentrale Themen in der Biografiearbeit
4.3.4.1 Bedeutung der Eltern
4.3.4.2 Der Loyalitätskonflikt
4.4 Verwendung kreativer Methoden in der Biografiearbeit
4.4.1 Modifizierung der Genogrammarbeit in der stationären Kinder und Jugendhilfe
5. Fazit und Schlussgedanken
Die Arbeit untersucht, warum der Einsatz der Methode Biografiearbeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe von besonderer Bedeutung ist und welche Auswirkungen die Anwendung der Genogrammarbeit speziell bei Kindern in diesem Kontext hat, um sie bei der Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte zu unterstützen.
4.4.1 Modifizierung der Genogrammarbeit in der stationären Kinder und Jugendhilfe
Die Genogrammarbeit ist eine Form der Mehrgenerationen-Familientherapie (Roedel, 2009, S. 63) [und] [e]s ist die älteste Form systemischer Arbeit (Mack – Hamprecht, EJ unbekannt, S.1).“ Döring-Meijer spricht auch „vom Fingerabdruck eines Systems (…) (Döring-Meijer, 2002, S. 24). Im Kapitel 4.1 wurde dargelegt, für welche Kinder Biografiearbeit geeignet ist. Dabei wurde deutlich, dass der Entwicklungsstand sowie die kognitiven Fähigkeiten der Kinder bei der Auswahl der Methode in Betracht gezogen werden sollten (vgl. Lattschar, Wiemann, 2008, S. 68). Um mit Kindern richtig kommunizieren zu können, muss eine passende Methode für die biografische Arbeit gefunden werden. Biografische Arbeit erfordert vor allem sprachliche Fähigkeiten, um seine Gefühle, Fragen, Anliegen etc. eindeutig ausdrücken zu können. Nicht jedes Kind ist auf dem gleichen Entwicklungsstand und besitzt diese sprachliche Kompetenz. „Viele seelisch verletzte Kinder verfügen nur über ein geringes Repertoire, ihre Gefühle in Worte zu fassen oder benutzen allgemeine Kategorien wie „gut und schlecht“ (Lattschar, Wiemann, 2008, S. 118).“ Im Gegensatz zu Kindern die unter sprachlichen Defiziten leiden, haben es Kinder in der Lage sind, Wünsche, Ängste und Vorstellungen verbal zum Ausdruck zu bringen, während der biografischen Arbeit leichter. Kinder teilen sich nicht nur über Worte mit, sondern besitzen andere Fähigkeiten ihre Gefühle und Gedanken zum Ausdruck zu bringen. Die besonderen Fähigkeiten bzw. Vorlieben der Kinder wie, malen oder schreiben sollten während der biografischen Arbeit eingesetzt werden. Dazu bedarf es im Vorfeld einer gründlichen Achtsamkeit dem Kind gegenüber, um herauszufinden wie es sich gerne mitteilen möchte (vgl. Ryan, Walker, 2007, S. 26). Junge Menschen, die in einem dissozialen, gestörten familiären und sozialen Umfeld aufgewachsen sind, bringen bei der Heimaufnahme in der Regel Verhaltensauffälligkeiten und/ oder Entwicklungsdefizite mit (vgl. Günder, 2007, S. 31). Der Einsatz von kreativen Methoden ist deshalb vorteilhaft, da hierbei von diesen Kindern in erster Linie Kreativität und weniger sprachliche Kompetenzen verlangt werden.
1.Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Verfasserin, die Relevanz der Biografiearbeit in der stationären Hilfe und definiert den Aufbau der Arbeit.
2. Begriffserklärung und Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Biografie, Biografiearbeit und die methodischen Grundlagen der Genogrammarbeit.
3. Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe §34 KJHG: Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen der stationären Unterbringung sowie die Lebensumstände und Gründe für eine Heimaufnahme beleuchtet.
4. Biografiearbeit mit Kindern und Jugendlichen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe: Dieser Hauptteil analysiert die Zielgruppen, den Nutzen, Durchführungshinweise, zentrale Themen wie Elternbindung und den Einsatz kreativer Methoden.
5. Fazit und Schlussgedanken: Das Fazit fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer institutionalisierten Biografiearbeit.
Biografiearbeit, Genogrammarbeit, Stationäre Jugendhilfe, Heimerziehung, Familienkonstellation, Fremdplatzierung, Lebensgeschichte, Loyalitätskonflikt, Identitätsfindung, Pädagogische Arbeit, Biografie, Kindeswohl, Systemische Arbeit, Kreative Methoden, Reflexion.
Die Arbeit befasst sich mit der Methode der Biografiearbeit im Kontext der stationären Kinder- und Jugendhilfe, wobei ein besonderer Fokus auf die praktische Anwendung der Genogrammarbeit gelegt wird.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Biografie, die rechtlichen Voraussetzungen der Heimerziehung nach §34 SGB VIII sowie die Herausforderungen bei der Aufarbeitung der Lebensgeschichte fremdplatzierter Kinder.
Das Ziel ist es zu ergründen, warum Biografiearbeit für Kinder in Heimen wichtig ist und wie das Genogramm als Werkzeug eingesetzt werden kann, um Kindern zu helfen, ihre Familiensituation besser zu verstehen.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, ergänzt durch das persönliche Erfahrungswissen der Verfasserin aus ihrer Tätigkeit im Freiwilligen Sozialen Jahr.
Im Hauptteil geht es um die Eignung der Biografiearbeit, den konkreten Nutzen für Kinder, praktische Durchführungshinweise sowie spezifische Herausforderungen wie den Umgang mit dem Loyalitätskonflikt gegenüber den Eltern.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Biografiearbeit, Genogrammarbeit, Heimerziehung, Fremdplatzierung und Identitätsfindung charakterisiert.
Das Genogramm wird als grafische Visualisierungsmethode hervorgehoben, die es Kindern ermöglicht, komplexe Familienstrukturen und über Generationen reichende Muster greifbar und verständlich zu machen.
Eine zentrale Herausforderung ist die Balance zwischen notwendiger Professionalität und der kindgerechten Gestaltung, da Kinder oft über weniger sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten für ihre Traumata und Erlebnisse verfügen.
Es wird betont, dass Kinder ein Recht darauf haben, ihre Herkunft zu verstehen, ohne sich zwischen ihren leiblichen Eltern und dem neuen sozialen Umfeld im Heim zerrissen fühlen zu müssen.
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