Diplomarbeit, 2013
140 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Grundlagen des Anlaufmanagements
2.1. Bedingungen des globalen Marktes
2.1.1. Treiber und Wandel in der industriellen Produktion
2.1.2. Folgen der wertorientierten Gestaltung
2.1.3. Schlankes Management
2.1.4. Ganzheitliche Produktionssysteme
2.1.5. Zentrale Bedeutung der Logistik
2.2. Anlaufmanagement
2.2.1. Definition des Anlaufmanagements
2.2.2. Projektcharakter und Komplexität
2.2.3. Zeitliche Abgrenzung
2.2.4. Zielsetzung für den Serienanlauf
2.2.5. Das integrierte Anlaufmanagementmodell
2.3. Integration schlanker Prinzipien und Methoden in das Anlaufmanagement
2.3.1. Der Lean Ramp-up Ansatz
2.3.2. Das Lean Launch Management
2.3.3. Weitere Ansätze
2.4. Start-up-Unternehmen
2.5. Forschungsfrage
3. Die Fortentwicklung des theoretischen Ansatzes vom Anlaufmanagement
3.1. Das Anlaufmanagement von KMU
3.2. Vergleich der Ansätze zur Implementierung schlanker Methoden in das Anlaufmanagement
3.3. Die Fortentwicklung des integrierten Anlaufmanagementmodells
3.3.1. Einbeziehung des Lean Ramp-Up Ansatzes
3.3.2. Personalmanagement
3.3.3. Bedeutung der Informationstechnologien
3.3.4. Frühzeitige Integration von Marketingmaßnahmen
3.4. Entwicklung des Anlaufmanagementkonzepts
4. Das Start-up-Unternehmen eROCKIT
4.1. Firmenprofil
4.2. Das Produkt eROCKIT
4.2.1. Technische Beschreibung des eROCKITS
4.2.2. Von der Innovation zum Prototyp
4.3. Unternehmensanalyse und -situation
4.4. Das Marktsegment emobility und die Positionierung des eROCKIT
5. Anwendung des Anlaufmanagementkonzepts auf eROCKIT
5.1. Vorgehen und Methodik
5.2. Anlaufstrategie und -steuerung
5.2.1. Ziele für den Serienanlauf
5.2.2. Steuerung des Serienanlaufs
5.2.3. Das Rollenmodell
5.3. Vorbereitung der Serienproduktion
5.3.1. Erstellung der Stückliste
5.3.2. Strukturierung der Prozessschritte
5.4. Anlauforganisation
5.4.1. Personal
5.4.2. IT-Systeme und Prozesse
5.5. Lieferantenmanagement
5.5.1. Integration und Kooperation
5.5.2. Priorisierung und Standardisierung
5.5.3. Reaktionsfähigkeit und Flexibilität
5.6. Logistikmanagement
5.6.1. Zulieferlogistik
5.6.2. Qualitätsmanagement
5.6.3. Distributionslogistik
5.6.4. Abfallbeseitigung und Recycling
5.7. Produktionsmanagement
5.7.1. Der Herstellungsprozess
5.7.2. Zeitplanung für den Fertigungs- und Montageprozesses
5.7.3. Die Intralogistik
5.7.4. Fertigungs- und montagegerechte Prozessplanung
5.7.5. Fertigungs- und Montagekonzept
5.7.6. Produktionsplanung und -steuerung
5.8. Änderungsmanagement
5.9. Kostenmanagement
5.9.1. Finanzwesen im Start-Up-Unternehmen
5.9.2. Kostenstruktur
5.10. Marketing und Kundenbetreuung
5.11. Empfehlungen von schlanken Maßnahmen für eROCKIT
6. Schlussbetrachtung
6.1. Zusammenfassung
6.2. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie schlanke Methoden (Lean Production) erfolgreich in das Anlaufmanagement (Ramp-up Management) integriert und an die spezifischen Bedürfnisse von Start-up-Unternehmen angepasst werden können, um den Markteintritt effizient zu gestalten. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob und wie ein integriertes Anlaufmanagementmodell als Werkzeug für kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups dienen kann, um Komplexität zu reduzieren und die Time-to-Market zu verkürzen.
2.2.1. Definition des Anlaufmanagements
Das Anlaufmanagement setzt an der „hochsensiblen Schnittstelle zwischen Entwicklung und Serienproduktion” an. In der Literatur existiert keine einheitliche Definition des Anlaufmanagements. Das Anlaufmanagement weist einen starken Projektcharakter weist, dessen Auslegung von Projekt zu Projekt sehr verschieden ausfallen kann. Auch unterscheidet sich die Zuordnung der Verantwortlichkeiten in die historisch gewachsenen Unternehmensbereiche von Unternehmen zu Unternehmen. Branchenspezifika und die Größe der Unternehmen haben außerdem Einfluss auf die Auslegung des Anlaufmanagements. So fiel es bisher schwer, einen ganzheitlichen Ordnungsrahmen zu finden, der Unternehmen lösungsorientiert bei der Durchführung von Serienanläufen als unterstützendes Werkzeug dient.
Bischoff beschreibt das Anlaufmanagement als „interdisziplinären Geschäftsprozess über die gesamte Lieferkette hinweg”. Kuhn sieht das Anlaufmanagement als „alle Tätigkeiten und Maßnahmen zur Planung, Steuerung und Durchführung des Anlaufs eines Serienproduktes mit den zugehörigen Produktionssystemen, ausgehend vom letzten Entwicklungsstand (ab Freigabe der Vorserie) bis zum Erreichen einer geplanten Produktionsmenge (inklusive der Auslieferung beim Kunden und unter Einbeziehung der vor- und nachgelagerten Prozesse)”. Laick definiert in diesem Zusammenhang die Hochlauf- bzw. Anlaufphase als „kontinuierliche Steigerung der Leistung des Produktionsprozesssystems mit der Sicherung von Qualität und Reproduzierbarkeit”.
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz von Anlaufmanagement in dynamischen Märkten und stellt die Forschungsfragen bezüglich der Anwendbarkeit schlanker Methoden für Start-ups.
2. Grundlagen des Anlaufmanagements: Liefert den theoretischen Rahmen, definiert Anlaufmanagement und untersucht Lean Management Konzepte sowie deren Bedeutung für das Anlaufmanagement.
3. Die Fortentwicklung des theoretischen Ansatzes vom Anlaufmanagement: Analysiert die spezifischen Anforderungen von KMU und Start-ups und entwickelt das integrierte Anlaufmanagementmodell weiter.
4. Das Start-up-Unternehmen eROCKIT: Porträtiert das Fallbeispiel eROCKIT, beschreibt das Produkt sowie die Unternehmenssituation und marktwirtschaftliche Einordnung.
5. Anwendung des Anlaufmanagementkonzepts auf eROCKIT: Überträgt das entwickelte Konzept in die Praxis, gegliedert nach den Managementdimensionen des Anlaufmanagements.
6. Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Anwendbarkeit des Konzepts für eROCKIT und gibt einen Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Anlaufmanagement, Serienanlauf, Schlanke Methoden, Lean Management, Start-up, eROCKIT, Produktionsmanagement, Logistikmanagement, Lieferantenmanagement, Time-to-Market, Prozessplanung, Qualitätssicherung, Innovationsmanagement, KMU, Wertschöpfung.
Die Arbeit untersucht, wie Methoden aus dem Lean Management auf den Prozess des Anlaufmanagements angewendet werden können, um insbesondere Start-up-Unternehmen bei einem effizienten Markteintritt zu unterstützen.
Die zentralen Felder umfassen das Anlaufmanagement, die Integration schlanker Prinzipien (Lean Ramp-up), Lieferanten- und Logistikmanagement sowie die spezifischen Herausforderungen von Start-ups in der Gründungsphase.
Ziel ist es, ein systematisches Anlaufmanagementkonzept zu entwickeln, das Start-ups hilft, ihre Ressourcen effizient zu nutzen, Komplexität zu beherrschen und die Time-to-Market zu minimieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse theoretischer Ansätze und deren Weiterentwicklung sowie einer Fallstudienanwendung bei der eROCKIT GmbH.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Anpassung der Konzepte für KMU und Start-ups sowie eine detaillierte praktische Anwendung auf das eROCKIT-Projekt.
Charakteristische Begriffe sind Anlaufmanagement, Serienanlauf, Lean Management, Start-up-Unternehmen, Produktionsmanagement und Prozessoptimierung.
Da es sich um ein Start-up mit begrenzten Ressourcen, einem neuen Produkt und einer neu aufzubauenden Organisation handelt, entscheidet der Serienanlauf über den Erfolg oder das Scheitern der gesamten Unternehmensexistenz.
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