Masterarbeit, 2012
128 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Inklusion
2.1 Bedeutung des Begriffs Inklusion
2.2 Abgrenzung zum Begriff Integration
2.3 Entstehungskontext von Inklusion
2.4 Rechtliche Grundlagen zum Inklusionsgedanken
2.5 Zwischenfazit
3 Inklusion als Aufgabe der Jugendhilfe
3.1 Aufgabe der Jugendhilfe
3.2 Inklusion im Rahmen der Jugendhilfe
3.3 Lösungsansätze für das Jugendhilfesystem
3.4 Zwischenfazit
4 Inklusion in den Handlungsfeldern der Jugendhilfe
4.1 Inklusion im Rahmen von Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit
4.2 Index für Inklusion
4.3 Kritische Stimmen zur Inklusionsdebatte
4.4 Zwischenfazit
5 Methoden
5.1 Forschungsparadigmen
5.2 Forschungsmethoden
5.3 ExpertInneninterview nach Meuser und Nagel
6 ExpertInnenbefragung zur Umsetzung von Inklusion in der Jugendhilfe
6.1 Vorstellung der Experten
6.2 Auswertung der ExpertInneninterviews
6.3 Darstellung der Ergebnisse
7 Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Herausforderungen, Probleme und Lösungsansätze bei der Umsetzung inklusiver Strukturen im System der Jugendhilfe. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, wie Inklusion in der Praxis, insbesondere in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, realisiert werden kann und welche strukturellen Barrieren sowie notwendigen Anpassungen des Jugendhilfesystems hierbei bestehen.
2.1 Bedeutung des Begriffs Inklusion
Inklusion ist nach einer Definition von Andreas Hinz zu verstehen als ein „[...] allgemeinpädagogische[r] Ansatz, der auf der Basis von Bürgerrechten argumentiert, sich gegen jede gesellschaftliche Marginalisierung wendet und somit allen Menschen das gleiche volle Recht auf individuelle Entwicklung und soziale Teilhabe ungeachtet ihrer persönlichen Unterstützungsbedürfnisse zugesichert sehen will“ (Hinz 2006, S.96).
Die Idee die mit diesem Ansatz verfolgt wird, ist, jedem Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen und ihm einen barrierefreien Zugang zur Teilhabe an gesellschaftlichen Strukturen zu gewährleisten. Die chancengleiche Teilhabe an gesellschaftlichen Strukturen wiederum ist mit dem Ziel verbunden, die Einteilung von Menschen in Gruppen mit verschiedenen Förderbedarfen abzuschaffen und stattdessen eine zivilgesellschaftliche Akzeptanz der menschlichen Vielfalt zu schaffen (vgl. Theunissen 2011, S.157). Die inklusive Pädagogik sieht einen sehr hohen Stellenwert im Thema Vielfalt. So ist die Sichtweise einer vielfältigen Gesellschaft als Normalzustand ausschlaggebend dafür, eine inklusive Pädagogik anbieten zu können.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Inklusion in der Jugendhilfe ein und verdeutlicht die Relevanz einer inklusiven Ausrichtung des Jugendhilfesystems.
2. Inklusion: Das Kapitel definiert den Inklusionsbegriff, grenzt ihn von Integration ab und beleuchtet den Entstehungskontext sowie die rechtlichen Grundlagen durch die UN-Konvention.
3. Inklusion als Aufgabe der Jugendhilfe: Hier wird die Jugendhilfe in Deutschland beschrieben und die Einordnung der Inklusion als zentrale Aufgabe sowie die damit verbundenen Herausforderungen analysiert.
4. Inklusion in den Handlungsfeldern der Jugendhilfe: Dieses Kapitel fokussiert auf die Praxis der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, stellt den Index für Inklusion vor und beleuchtet kritische Stimmen zur Debatte.
5. Methoden: Es erfolgt die Vorstellung der methodischen Grundlagen der Arbeit, insbesondere der qualitativen Forschungsmethoden und der Durchführung von ExpertInneninterviews.
6. ExpertInnenbefragung zur Umsetzung von Inklusion in der Jugendhilfe: Die Auswertung der ExpertInneninterviews wird präsentiert, um Herausforderungen und Perspektiven der Inklusion in der Praxis aufzuzeigen.
7. Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zusammen und resümiert den notwendigen Weg hin zu einer inklusiven Jugendhilfe.
Inklusion, Jugendhilfe, Integration, UN-Behindertenrechtskonvention, Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Teilhabe, Barrierefreiheit, ExpertInneninterview, Sozialpädagogik, Systemumstrukturierung, Vielfalt, Inklusionsindex.
Die Arbeit befasst sich mit der Inklusion von Jugendlichen und den damit verbundenen Herausforderungen, Problemen und Lösungsansätzen innerhalb der Jugendhilfe.
Zentrale Felder sind die theoretische Abgrenzung von Inklusion und Integration, die rechtliche Verankerung, die Analyse der derzeitigen Jugendhilfe-Strukturen und die praktische Umsetzung in Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit.
Ziel ist es, ein Verständnis für die Notwendigkeit einer inklusiven Ausrichtung der Jugendhilfe zu schaffen und Lösungsoptionen für eine gleichberechtigte Teilhabe aufzuzeigen.
Die Autorin nutzt eine qualitative empirische Forschung, insbesondere ExpertInneninterviews nach der Methode von Meuser und Nagel.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen als auch eine empirische Befragung von ExpertInnen aus der Jugendhilfe sowie praktische Handlungsansätze (wie der Index für Inklusion) erörtert.
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Jugendhilfe, Teilhabe, UN-Behindertenrechtskonvention, Jugendsozialarbeit und soziale Benachteiligung.
Es führt zu einer Separierung von Kindern mit und ohne Behinderung, da die Zuständigkeit oft zwischen Jugendhilfe und Sozialhilfe aufgeteilt ist, was dem inklusiven Anspruch entgegensteht.
Laut den befragten Experten mangelt es oft an spezifischem Wissen über Behinderungen und inklusive Strukturen, weshalb eine Anpassung der Ausbildung und regelmäßige Weiterbildungen unerlässlich sind.
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