Bachelorarbeit, 2013
44 Seiten, Note: voll befriedigend
Einführung
1. Die frühe Leni
1.1. Anfänge – Kindheit und Jugend
1.2. Karriere als Schauspielerin und Regisseurin
2.Leni und die Zeit des Nationalsozialismus
2.1. Leni und Hitler
2.2. Im Dienste des Nationalsozialismus
3. Die späte Leni.
3.1. Die Nachkriegszeit
3.2. Die Flucht nach Afrika
3.2.1. Die Nuba
3.2.1 Die Unterwassefotografie
3.3. Die letzten Jahre
Schlussfolgerungen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben von Leni Riefenstahl mit einem besonderen Fokus auf ihre lebenslange Suche nach beruflicher Erfüllung und Identität. Dabei wird analysiert, wie sie einerseits als herausragende Künstlerin Erfolge feierte, andererseits durch ihre Rolle im Nationalsozialismus und ihre daraus resultierende ethische Verantwortung bis zu ihrem Tod kontrovers diskutiert wurde.
1.1. Anfänge – Kindheit und Jugend
Helene Bertha Amalia Riefenstahl wurde am 22. August 1902 in Berlin geboren. Ihr Vater Alfred Riefenstahl war ein Installateur. Ihre Mutter Bertha Ida Riefenstahl, geborene Scherlach, beschäftigte sich mit dem Haushalt. Helene hatte einen zwei Jahre jüngeren Bruder - Heinz Riefenstahl. Lenis Traum war von jung an Schauspielerin zu werden. Schon als kleines Kind machte es ihr Spaß, sich zu verkleiden. Ihre Mutter hatte denselben Traum aber leider gelang es ihr nicht, ihn zu verwirklichen, da sie mit 22 heiratete. So übertrug sie ihre unerfüllten Wünsche auf ihre Tochter:
Die Hände über dem Bauch gefaltet, hatte sie während ihrer Schwangerschaft gebetet: Lieber Gott, schenke mir eine wunderschöne Tochter, die eine berühmte Schauspielerin werden wird.
Doch als Leni zur Welt kam und ihre Mutter sie zum ersten Mal erblickte, war sie sehr betroffen:
Das Kind, das sie am 22. August 1902 zur Welt brachte, schien freilich aber eine Ausgeburt an Häßlichkeit zu sein, verschrumpelt, mit struppigem dünnen Haar und schielenden Augen. Meine Mutter weinte sehr, als sie mich zum ersten Mal betrachtete, und für mich war es ein geringer Trost, wenn die Kameraleute mir später versicherten, mein «Silberblick» eigne sich hervorragend für das zweidimensionale Medium Film.
Einführung: Vorstellung der ambivalenten Persönlichkeit Leni Riefenstahls und Definition des Untersuchungsziels, ihr künstlerisches Schaffen in den Kontext ihrer Selbstsuche zu stellen.
1. Die frühe Leni: Darstellung der Kindheit, Jugend sowie der ersten Erfahrungen als Sportlerin, Tänzerin und Schauspielerin, die den Grundstein für ihre Karriere legten.
2.Leni und die Zeit des Nationalsozialismus: Analyse der Begegnung mit Hitler, der entstehenden Vertrautheit und der Realisierung von Propagandafilmen unter dem NS-Regime.
3. Die späte Leni.: Betrachtung ihres Lebens nach dem Zweiten Weltkrieg, einschließlich der Entnazifizierungsprozesse, ihrer Arbeit in Afrika und der Leidenschaft für die Unterwasserfotografie.
Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse über Riefenstahls duale Persönlichkeit, die zwischen ästhetischem Perfektionismus und ethischer Indifferenz schwankte.
Leni Riefenstahl, Nationalsozialismus, Propagandafilm, Filmgeschichte, Biografie, Künstlerin, Nuba, Unterwasserfotografie, Adolf Hitler, Tiefland, Ethik, Ästhetik, Dokumentarfilm, NS-Zeit, Identität
Die Arbeit behandelt das Leben und Werk von Leni Riefenstahl unter dem Aspekt ihrer ständigen Suche nach sich selbst und ihrer künstlerischen Berufung.
Neben der Biografie stehen die Verflechtung von Kunst und NS-Ideologie sowie Riefenstahls späte Karriere als Fotografin im Mittelpunkt.
Das Ziel ist es, ein objektives Bild von Riefenstahl zu zeichnen, indem sowohl ihre herausragenden künstlerischen Talente als auch ihre ethischen Verfehlungen beleuchtet werden.
Die Arbeit stützt sich primär auf die Analyse von Memoiren sowie Sekundärliteratur, um den Lebensweg und die historischen Kontexte der Künstlerin nachzuzeichnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die frühen Jahre, die Zeit des Nationalsozialismus inklusive der Zusammenarbeit mit Hitler und die späte Phase nach dem Krieg bis zu ihrem Lebensende.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Künstlertum, Kontroverse, Nationalsozialismus, Afrika-Fotografie und filmische Innovation beschreiben.
Riefenstahl rechtfertigte sich häufig damit, kein Parteimitglied gewesen zu sein und lediglich als Künstlerin agiert zu haben, wobei sie ihre Verantwortung für die politischen Implikationen ihrer Werke stets zurückwies.
Die Verwendung der Sinti und Roma als Statisten, die später in Konzentrationslager deportiert wurden, stellt einen zentralen ethischen Kritikpunkt an Riefenstahls Arbeitsweise dar.
Nachdem ihre späteren Filmprojekte scheiterten, fand Riefenstahl in der Fotografie neuer Nuba-Stämme sowie später in der Unterwasserfotografie ein neues Ausdrucksmedium.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

