Wissenschaftliche Studie, 2009
181 Seiten, Note: 1,6
Kapitel I: Einleitung
1.1. Ziel der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC)
1.2. Rolle des Islams seit 1924
1.3. Die Ziele und Arbeitsweise der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) im Überblick
Kapitel II: Die Rolle der Internationalen Organisationen im internationalen System
2.1. Geschichte der Entstehung der Internationalen Organisationen
2.1.1. Entwicklung bis zum Ersten Weltkrieg
2.1.2. Die Zeit des Völkerbundes
2.1.3. Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg
2.2. Definition und Rechtspersönlichkeit der internationalen Organisationen
2.2.1. Definitionen der internationalen Organisation
2.2.2. Die Rechtspersönlichkeit internationaler Organisationen
2.3. Internationale Organisation aus Sicht der Theorien der internationalen Beziehungen
2.3.1. Realismus
2.3.2. Liberalismus
Kapitel III: Die Geschichte der Organisation der islamischen Welt im 20. Jahrhundert
3.1. Der Islam als politischer Faktor
3.2. Die Ideologie der islamischen Organisierung
3.2.1. Das Konzept der Umma
3.2.1.1. Definition der Umma
3.2.1.2. Die Entstehungsgeschichte der muslimischen Umma
3.2.2. Die panislamische Idee
3.3. Internationale islamische Konferenzen während des 20. Jahrhunderts
3.3.1. Der Aufstieg des Islam als politischer Faktor auf regionaler und internationaler Ebene
3.3.2. Muslimbruderschaft (1928)
3.3.3. Der Allgemeine Islamische Kongress in Jerusalem (1931)
3.3.4. Liga der islamischen Welt (1962)
Kapitel IV: Organisation der Islamischen Konferenz (OIC)
4.1. Die Gründungsphase der OIC
4.1.1. Der Ruf nach islamischer Solidarität vor dem Sechstagekrieg
4.1.2. Die Wende nach dem Sechstagekrieg
4.2. Die Stellung der OIC in den internationalen Beziehungen
4.2.1. Politische Kooperation
4.2.1.1. Durchsetzungsfähigkeit der OIC
4.2.1.2. Muslimische Minderheiten
4.2.1.3. Die OIC-Beziehungen zu den USA und Russland
4.2.1.4. Zusammenarbeit mit der UNO
4.2.1.5. Zusammenarbeit mit der Arabischen Liga
4.2.1.6. Kooperation mit der EU
4.2.2. Wirtschaftliche Kooperation
4.3. Exkurs: Die Rolle der OIC während des Krieges in Bosnien und bei der internationalen Anerkennung Bosniens
Kapitel V: Völkerrechtliche Elemente der Organisation der Islamischen Konferenz
5.1. Die Charta der OIC
5.1.1. Ziele der OIC-Charta
5.1.1.1. Islamische Solidarität
5.1.1.2. Palästina-Frage
5.1.1.3. Internationale Zusammenarbeit
5.1.1.4. Kampf gegen Rassentrennung, Diskriminierung und Kolonialismus
5.1.1.5. Wahrung des Weltfriedens und internationaler Sicherheit
5.1.2. Prinzipien der OIC-Charta
5.1.3. Mitgliedschaft in der OIC
5.2. Die Organe der Islamischen Konferenz
5.2.1. Die Konferenz der Könige, Staatsoberhäupter und Regierungschefs
5.2.2. Die Islamische Außenministerkonferenz
5.2.3. Das Generalsekretariat der Islamischen Konferenz
5.3. Nebenorgane der OIC
5.3.1. Das Statistische, wirtschaftliche und soziale Forschungs- und Trainingszentrum Islamischer Länder
5.3.2. Das Forschungszentrum für islamische Geschichte, Kunst und Kultur
5.3.3. Islamische Universität für Technologie
5.3.4. Islamisches Zentrum für die Handelsentwicklung
5.3.5. Internationale Islamische Fiqh-Akademie
5.3.6. Islamischer Solidaritätsfonds
5.3.7. Islamische Universität in Niger und Uganda
5.4. Fachinstitutionen und Organe der OIC
5.4.1. Islamische Entwicklungsbank
5.4.2. Islamische Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur
5.4.3. Internationale Islamische Nachrichtenagentur
5.4.4. Islamic Broadcasting Union
5.5. Angeschlossene Institutionen
5.6. Ständige Ausschüsse
Kapitel VI: Reform der Organisation der Islamischen Konferenz
6.1. Neue OIC-Charta
6.2. Neue Vision der OIC
6.2.1. Reform der OIC und Gemeinschaftshandeln der islamischen Gemeinschaft
6.2.2. Interkultureller und interreligiöser Dialog
6.2.3. Bekämpfung von Islamophobie
6.2.4. Bekämpfung von Terrorismus
6.2.5. Palästina-Frage
6.2.6. Friedenschaffung und Konfliktmanagement
6.2.7. Förderung von Handel und Wirtschaftskooperation
6.2.8. Armutsbekämpfung in minder entwickelten Staaten
Kapitel VII: Schlussbetrachtungen
7.1. Geschichtsüberblick der OIC
7.2. Charakterisierung der OIC
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Geschichte der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) als eine bedeutende überstaatliche Institution darzustellen. Es wird untersucht, inwiefern die OIC seit der Abschaffung des Kalifats im 20. Jahrhundert in der Lage ist, die Interessen der muslimischen Umma auf internationaler Ebene zu vereinen und als politisches sowie wirtschaftliches Forum zu fungieren.
3.1. Der Islam als politischer Faktor
Der Islam wurde von dem Propheten Mohammed, dem Überbringer der Offenbarung Gottes, gegründet. Der Koran, welcher für den Moslem das Wort Gottes beinhaltet, steht für die Wiederherstellung und die Kontinuität der Religion Abrahams. Heute stellt der Islam eine der bedeutendsten monotheistischen Weltreligionen dar. „Im Laufe der letzten Jahrhunderte hat er sich über alle Kontinente ausgedehnt. Schon bis zum 8. Jahrhundert wurden die Völker des Nahen Ostens, Nordafrikas und Südwesteuropas, des Mittleren Ostens und – kennzeichnenderweise - Zentralasiens für den Islam gewonnen; bereits hundert Jahre nach seiner Gründung in Medina und Mekka erstreckte er sich vom Indus über Nordafrika bis zum Atlantik. Bis zum 17. Jahrhundert breitete sich der Islam nach Afrika und Asien, nach Rußland und nach Südostasien hin aus. Europa wurde in Teilen Südosteuropas durch das Osmanische Reich muslimisch (Türkei 98, Jugoslawien 15 Prozent), während der Islam in Spanien und Portugal wieder zurückwich.“
Die Rolle des politischen und religiösen Islam wird unterschiedlich in den islamischen Staaten ausgelegt. In Ländern wie beispielsweise der Türkei und Algerien wird der Islam durch die Verfassung auf die religiöse Rolle beschränkt. In Staaten wie Marokko oder Saudi-Arabien kommt „die im Koran grundgelegte Einheit von Politik und Glauben im Aufbau von Staat und Gesellschaft auf unterschiedliche Weise zum Tragen.“
Kapitel I: Einleitung: Diese Einleitung führt in die Geschichte der Organisation der Muslime im 20. Jahrhundert ein und stellt die Bedeutung internationaler Organisationen für die Koordination staatlicher Interessen dar.
Kapitel II: Die Rolle der Internationalen Organisationen im internationalen System: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, Definition und Bedeutung internationaler Organisationen in den internationalen Beziehungen aus der Sicht verschiedener politikwissenschaftlicher Theorien.
Kapitel III: Die Geschichte der Organisation der islamischen Welt im 20. Jahrhundert: Hier wird die ideologische Grundlage der islamischen Organisierung, insbesondere das Konzept der Umma und der Panislamismus, sowie die frühen Versuche zur Etablierung internationaler Konferenzen analysiert.
Kapitel IV: Organisation der Islamischen Konferenz (OIC): Das Kapitel behandelt die Entstehungsgeschichte, die Stellung der OIC als zwischenstaatliche Organisation und ihre Rolle, unter anderem im Bosnien-Krieg.
Kapitel V: Völkerrechtliche Elemente der Organisation der Islamischen Konferenz: Hier werden die rechtliche Basis, die Charta der OIC, ihre Organe, Fachinstitutionen und angeschlossene Organisationen detailliert beschrieben.
Kapitel VI: Reform der Organisation der Islamischen Konferenz: In diesem Teil werden die Reformbestrebungen der OIC sowie das Dokument „New Vision of the OIC“ analysiert, um eine Anpassung an aktuelle weltpolitische Herausforderungen zu dokumentieren.
Kapitel VII: Schlussbetrachtungen: Der abschließende Teil bietet einen Geschichtsüberblick über die OIC in drei Phasen und eine kritische Charakterisierung ihrer Effektivität und zukünftigen Rolle.
OIC, Islamische Konferenz, Umma, Panislamismus, Internationale Organisationen, Islamische Solidarität, Bosnien-Krieg, Charta, Reform, Palästina-Frage, Politische Kooperation, Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Geopolitik, Muslime, Religion und Politik.
Die Arbeit behandelt die Geschichte und Entwicklung der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) im 20. Jahrhundert als zentrale Institution zur politischen und wirtschaftlichen Kooperation der islamischen Welt.
Zu den Schwerpunkten gehören das Konzept der Umma, die historische Entstehung islamischer Organisationen, die rechtliche Struktur der OIC, ihre Rolle in der Weltpolitik sowie Reformprozesse wie die „New Vision“.
Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit die OIC als höchster Grad der muslimischen Organisierung seit der Abschaffung des Kalifats in der Lage ist, die Interessen der Muslime international zu vereinen.
Die Arbeit basiert auf einem historischen Abriss und einer politikwissenschaftlichen Analyse, unter Einbeziehung von Sekundärliteratur und offiziellen Online-Dokumenten der OIC.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung internationaler Organisationen im Allgemeinen, die ideologische Fundierung der OIC (Umma/Panislamismus), ihre institutionelle Struktur sowie konkrete Fallbeispiele der Kooperation und Reform.
Wichtige Begriffe sind OIC, Islamische Solidarität, Umma, Panislamismus, Völkerrecht, internationale Beziehungen, Reform und Friedenssicherung.
Der Exkurs zum Bosnien-Krieg illustriert den bisher größten Erfolg der OIC auf internationaler Ebene, da sie hier erstmals als einheitliche, handlungsfähige Stimme gegenüber Großmächten auftrat.
Aufgrund der geografischen Lage der heiligen Stätten und ihrer wirtschaftlichen Finanzkraft spielte Saudi-Arabien bei der Initiierung und Ausgestaltung der OIC-Strukturen eine wesentliche, moderierende und unterstützende Rolle.
Das Reformvorhaben zielt darauf ab, die OIC an zeitliche Umstände anzupassen, die multilaterale Zusammenarbeit zu stärken und Strategien für aktuelle Herausforderungen wie Globalisierung, Terrorismus und Islamophobie zu entwickeln.
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