Bachelorarbeit, 2014
103 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Psychische Belastungen in der Arbeitswelt
3 Zentrale Begriffe und deren Zusammenhang
3.1 Gefährdungsbeurteilung
3.2 Psychische Belastungen
3.2.1 Merkmale, Arten und Beispiele psychischer Belastungen
3.2.2 Psychische Belastungs-/Einflussfaktoren
3.3 Psychische Beanspruchungen
3.3.1 Auswirkungen psychischer Beanspruchungen
3.3.2 Beanspruchungsfolgen
3.4 Psychische und psychosomatische Erkrankungen
3.5 Zusammenhang zwischen Belastung, Beanspruchung und Umwelt
4 Rechtsgrundlagen und geltende Normen zur psychischen Gefährdungsbeurteilung
4.1 Arbeitsschutzgesetz
4.2 DIN-Normen
4.3 Rechte und Pflichten der im Prozess integrierten Personen
5 Prozess der psychischen Gefährdungsbeurteilung
5.1 Vorbereitung und Vorgehensweise
5.2 Festlegung von Tätigkeit und Bereich
5.3 Ermittlung psychischer Gefährdungen
5.3.1 Beobachtung/Beobachtungsinterviews
5.3.2 Schriftliche Mitarbeiterbefragung
5.3.3 Analyseworkshops
5.4 Beurteilung psychischer Gefährdungen
5.5 Maßnahmenentwicklung und -umsetzung
5.5.1 Maßnahmen in Bezug auf die Arbeitstätigkeit
5.5.2 Maßnahmen in Bezug auf die Arbeitsorganisation
5.5.3 Maßnahmen in Bezug auf die sozialen Bedingungen
5.5.4 Maßnahmen in Bezug auf psychische Beanspruchungsfolgen
5.6 Maßnahmenüberprüfung
5.7 Ergebnisdokumentation und Fortschreibung
6 Kritische Betrachtung der Thematik der psychischen Gefährdungsbeurteilung
6.1 Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung der psychischen Gefährdungsbeurteilung
6.2 Chancen und Risiken bei dem Verfahren der psychischen Gefährdungsbeurteilung
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der psychischen Gefährdungsbeurteilung mit dem Ziel, die Komplexität dieses Instruments verständlich darzustellen und ein Bewusstsein für die Relevanz psychischer Belastungen bei Arbeitgebern und betrieblichen Akteuren zu schaffen.
1 Einleitung
Schlagzeilen, wie „Psychische Belastung wirkt sich auf die Enkel aus“, „Immer mehr psychische Belastungen“, „Wie sich Arbeitnehmer gegen psychische Belastungen wehren“ lassen sich in Medien vorfinden. Vermehrt wird von den verschiedensten Akteuren in Politik, Medizin und Arbeitswissenschaft berichtet und diskutiert, dass Menschen dem alltäglichen Stress unserer modernen und technologisierten Welt kaum noch standhalten können. Viele von ihnen fühlen sich physisch als auch psychisch belastet. Diese Aussagen sowie vor allem die Berücksichtigung der Thematik im Koalitionsvertrag der Bundesregierung verschärfen das Bewusstsein in der Bevölkerung, dass Themen zur psychischen Belastung und die daraus resultierenden Gefährdungen für jede Person relevant sind. Allein die Suche bei Google nach „Psychische Gefährdungsbeurteilung“ liefert ca. 225.000 Ergebnisse. Die Eingabe bei Amazon in der Kategorie Bücher mit diesem Stichwort fast 75 Treffer. Diese Zahlen verdeutlichen zudem die Prägnanz der psychischen Gefährdungsbeurteilung in der Öffentlichkeit.
Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz gewinnt zunehmend an Bedeutung. 53 Millionen Krankheitstage entfielen im Jahr 2012 auf psychische Störungen. Für mehr als 40 Prozent sind psychische Erkrankungen die Ursache von Frühberentungen der zu diesem Zeitpunkt durchschnittlich 48 Jahre alten Beschäftigten. Volkswirtschaftlich ergeben sich jährliche finanzielle Einbußen von über 20 Milliarden Euro.
Reporte und Erhebungen, wie z. B. der Stressreport 2012 oder der Fehlzeiten-Report 2013, spiegeln die Gefahr der psychischen Belastungen und bestätigten sie durch alarmierende Werte. „Bundesweit fühlt sich jeder zweite Beschäftigte bei der Arbeit sehr häufig oder oft gehetzt … 63 Prozent der Beschäftigten machen die Erfahrung, dass sie seit Jahren in der gleichen Zeit immer mehr leisten müssen. 27 Prozent der … Arbeitnehmer müssen … oft außerhalb ihrer Arbeitszeit für betriebliche Belange erreichbar sein. … 15 Prozent der Beschäftigten erledigen sehr häufig … außerhalb ihrer Arbeitszeit Aufgaben für ihren Betrieb. Mehr als einem Drittel … fällt es schwer, nach der Arbeit abzuschalten.“
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Relevanz psychischer Belastungen im Arbeitskontext ein und skizziert das Ziel der Arbeit, den Prozess der Gefährdungsbeurteilung verständlich zu erläutern.
2 Psychische Belastungen in der Arbeitswelt: Dieses Kapitel beschreibt den Wandel der Arbeitswelt und die daraus resultierenden neuen psychischen Anforderungen, wie Tertiarisierung und ständige Erreichbarkeit.
3 Zentrale Begriffe und deren Zusammenhang: Hier werden die Kernbegriffe der Arbeit, insbesondere Belastung, Beanspruchung und Gefährdungsbeurteilung, anhand theoretischer Modelle definiert und in Beziehung zueinander gesetzt.
4 Rechtsgrundlagen und geltende Normen zur psychischen Gefährdungsbeurteilung: Das Kapitel erläutert die gesetzlichen Anforderungen, insbesondere das Arbeitsschutzgesetz und relevante DIN-Normen, sowie die Verantwortlichkeiten der beteiligten Akteure.
5 Prozess der psychischen Gefährdungsbeurteilung: Dieser umfangreiche Hauptteil beschreibt detailliert die sieben Schritte des Gefährdungsbeurteilungsprozesses von der Vorbereitung über die Ermittlung bis hin zur Dokumentation und Fortschreibung.
6 Kritische Betrachtung der Thematik der psychischen Gefährdungsbeurteilung: Hier erfolgt eine Reflexion über Gelingensfaktoren, Chancen und Risiken der Umsetzung sowie eine Analyse der bestehenden Herausforderungen in der betrieblichen Praxis.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der psychischen Gefährdungsbeurteilung als komplexes, aber essenzielles Instrument zusammen und betont die Notwendigkeit einer gelebten Unternehmenskultur für eine erfolgreiche Umsetzung.
Psychische Gefährdungsbeurteilung, Psychische Belastung, Psychische Beanspruchung, Arbeitsschutzgesetz, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Prävention, Arbeitsorganisation, Arbeitsgestaltung, Stressprävention, Mitarbeiterbefragung, Gefährdungsanalyse, Gesundheit am Arbeitsplatz, Arbeitsbedingte Faktoren, Arbeitspsychologie, Wirksamkeitskontrolle
Die Arbeit befasst sich mit der psychischen Gefährdungsbeurteilung als ein Verfahren zur Identifizierung und Optimierung psychischer Belastungen im Arbeitsumfeld.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Belastung und Beanspruchung, die rechtlichen Rahmenbedingungen, der konkrete prozessuale Ablauf der Gefährdungsbeurteilung sowie die kritische Würdigung des Verfahrens.
Das Ziel ist es, den komplexen Prozess der psychischen Gefährdungsbeurteilung nachvollziehbar darzustellen und das Problembewusstsein bei Arbeitgebern sowie betrieblichen Akteuren zu schärfen.
Die Arbeit stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse und wertet aktuelle Studien, Gesetze sowie normkonforme Vorgehensweisen im Kontext der psychischen Gefährdungsbeurteilung aus.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition zentraler Begriffe, die Darstellung der rechtlichen Grundlagen und einen detaillierten Prozessleitfaden für die praktische Durchführung der Gefährdungsbeurteilung.
Wichtige Begriffe sind Gefährdungsbeurteilung, psychische Belastung, Prävention, Arbeitsschutzgesetz und Gesundheitsmanagement.
Durch den Wandel der Arbeitswelt, gekennzeichnet durch Digitalisierung, Leistungsdruck und ständige Erreichbarkeit, haben psychische Erkrankungen stark zugenommen, was sowohl das Individuum als auch Unternehmen ökonomisch belastet.
Die Arbeit folgt arbeitspsychologischen Definitionen, wobei Belastung die äußeren Einflüsse (Input) darstellt und Beanspruchung die unmittelbare psychische und physische Reaktion des Individuums (Output) darauf bezeichnet.
Es dient als Erklärungsmodell, um Einflüsse aus der Gesellschaft, der Unternehmensebene und der Ebene der Mitarbeiter zu systematisieren und die Komplexität der Belastungsfaktoren zu verdeutlichen.
Die Autorin betont, dass eine rein formale Abarbeitung nicht genügt; Erfolg hängt maßgeblich von einer unterstützenden Unternehmenskultur und der aktiven Beteiligung der Beschäftigten ab.
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