Bachelorarbeit, 2014
52 Seiten, Note: 1,0
0. Abstract
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 Biopsychologische Grundlagen
2.1.1 Definition Schlaf
2.1.2 Schlafstadien
2.1.3 Schlafdeprivation
2.1.4 Schlafregulation
2.1.4.1 Biologische Systeme
2.1.4.2 Zwei-Prozess-Modell der Schlafregulation
2.1.4.3 SAFTE-Modell
2.2 Führung
2.2.1 Definition Führung
2.2.2 Bedeutung von Executive Leadership
2.2.3 Führungstheorien
2.2.3.1 Conceptual Complexity Theories
2.2.3.2 Behavioral Complexity Theories
2.2.3.3 Strategic Decision-Making Theories
2.2.3.4 Visionary and Inspirational Theories
3. Empirische Ergebnisse
3.1 Studienergebnisse Schlafdeprivation
3.1.1. Prädiktoren der Schlafdeprivation
3.1.2 Schlafdeprivation und kognitive Leistungsfähigkeit
3.1.3 Schlafdeprivation und psychomotorische Leistungsfähigkeit
3.1.4 Schlafdeprivation und Arbeitsverhalten
4. Diskussion
5. Praktische Implikationen
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen chronischer Schlafdeprivation und der beruflichen Leistungsfähigkeit von Führungskräften sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für den Unternehmenserfolg.
2.1.1 Definition Schlaf
Der Schlaf ist wahrscheinlich eines der interessantesten Phänomene der menschlichen Existenz, und daher ist es auch wenig verwunderlich, dass über die Jahrhunderte zahlreiche Philosophen, Wissenschaftler und Künstler versucht haben diesen besonderen Zustand des Organismus zu ergründen. Aus etymologischer Betrachtung ist das deutsche Wort "Schlaf" ebenso wie die niederländische Variante "slaap" und das englische "sleep" altgermanischen Ursprungs und eine Nominalbildung zu "schlafen" (gotisch "sleps" und alt- und mittelhochdeutsch "slaf") (Borbély, 1984). In der Wissenschaft wird Schlaf häufig anhand charakteristischer Zustandsmerkmale, wie z. B. eines temporär verminderten Bewusstseins oder charakteristischer Veränderungen von Stoffwechselvorgängen und der Gehirnaktivität beschrieben (Breedlove, Watson, & Rosenzweig, 2010). Eine explizite Definition von Schlaf findet sich hingegen selbst in entsprechender Grundlagenliteratur nur selten. Die folgende Begriffsbestimmung der Autoren Peigneux, Laureys, Delbeuck und Maquet (2001) ist jedoch gut geeignet, Schlaf in einer prägnanten und dem Forschungsziel dieser Bachelorarbeit dienlichen Weise zu definieren:
Sleep is operationally defined as a specific behavior during which the organism adopts a recognizable posture (usually characterized by the relaxation of the antigravity musculature), during which the responsiveness to external stimuli is decreased and which is regulated by a homeostatic process whereby the deprivation of sleep subsequently leads to a sleep rebound. (S. A111)
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Schlafdeprivation bei Führungskräften ein und erläutert die Relevanz des Themas im Kontext moderner Arbeitsanforderungen.
2. Theorie: Hier werden biopsychologische Grundlagen des Schlafes, Modelle der Schlafregulation sowie zentrale Führungstheorien und deren Bedeutung für den Unternehmenserfolg theoretisch hergeleitet.
3. Empirische Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert Studienergebnisse zu den Ursachen und Auswirkungen von Schlafdeprivation auf die kognitive sowie psychomotorische Leistungsfähigkeit und das Arbeitsverhalten.
4. Diskussion: Die Ergebnisse der theoretischen und empirischen Analysen werden hier miteinander verknüpft, kritisch reflektiert und im Hinblick auf ihre Bedeutung für Führungskräfte bewertet.
5. Praktische Implikationen: Abschließend werden konkrete Lösungsansätze für Individuen und Organisationen skizziert, um Schlafproblematiken im Management-Kontext zu reduzieren.
Schlafdeprivation, Führungskräfte, Executive Leadership, Leistungsfähigkeit, Schlafregulation, Zwei-Prozess-Modell, SAFTE-Modell, kognitive Funktionen, psychomotorische Vigilanz, Arbeitsverhalten, Cyberloafing, Unternehmenserfolg, Risikoverhalten, Schlafmangel, Gesundheitsprävention.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Schlafmangel auf die Leistungsfähigkeit von Führungskräften und wie sich dieser Zustand auf den Unternehmenserfolg auswirken kann.
Die Arbeit verknüpft die biopsychologische Schlafforschung mit betriebswirtschaftlichen Theorien zu Führung und strategischem Management.
Das Ziel ist es, die inhaltliche Lücke zwischen Schlafforschung und Führungstheorien zu schließen und die Auswirkungen von Schlafdeprivation auf erfolgskritische Leistungsparameter zu analysieren.
Besonders das Zwei-Prozess-Modell von Borbély zur Schlafregulation sowie das SAFTE-Modell zur Vorhersage kognitiver Leistung bei Schlafmangel werden detailliert betrachtet.
Neben den Grundlagen werden empirische Studien diskutiert, die zeigen, wie Schlafdeprivation die Aufmerksamkeit, Entscheidungsfindung und ethisches Verhalten im Beruf beeinträchtigt.
Schlafdeprivation, Executive Leadership, kognitive Leistungsfähigkeit, SAFTE-Modell und Unternehmenserfolg sind die Kernbegriffe.
Die Arbeit identifiziert die spätabendliche Nutzung von Smartphones als kritischen Faktor, da sie sowohl durch die Hemmung von Melatonin als auch durch fehlende mentale Distanz zur Arbeit den Schlaf stört.
Studien belegen, dass Schlafmangel zu einem sogenannten "risky shift" führt, bei dem Führungskräfte eher spekulative Gewinnchancen fokussieren und Risiken bei Verlusten falsch bewerten.
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