Magisterarbeit, 2011
125 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
I. Theoretische Grundlagen
2. Das Radio als Werbemedium
3. Die Persuasion und Einstellung
3.1 Die Begriffsbestimmung
3.2 Die psychischen Variablen
3.2.1 Die aktivierenden Prozesse
3.2.2 Die kognitiven Prozesse
3.3 Das Modell der Elaborationswahrscheinlichkeit
4. Die Rolle der Stimme
4.1 Die Wahrnehmung von Stimme
4.2 Die Testimonials und Celebrities
4.3 Das „voice branding“
4.4 Die Synchronstimmen
5. Das Konsumentenverhalten
6. Resümee des theoretischen Teils
II. Empirische Untersuchung
7. Die Methode und das Design
7.1 Die Problemstellung und das Untersuchungsziel
7.2 Der Laborexperimentelle Ansatz und Wirkungsparameter
7.3 Die Auswahl des Vergleichsmediums
7.4 Der Hörfunkspot
8. Das Experiment
8.1 Die Rahmenbedingungen, Grundgesamtheit und Stichproben
8.2 Die Vorbereitung, Entwicklung und Bestandteile des Fragebogens
8.3 Die Durchführung des Experiments
9. Der Einfluss der Stimme – eine Auswertung
9.1 Die soziodemografischen Merkmale
9.2 Das Mediennutzungsverhalten
9.3 Das Erinnerungsvermögen und Stimmerkennung
9.4 Der Einfluss der Stimme auf die Kaufbereitschaft
III. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht den Einfluss des Bekanntheitsgrades von Sprecherstimmen in der Radiowerbung auf das Kaufverhalten der Konsumentinnen, unter besonderer Berücksichtigung ihres individuellen Mediennutzungsverhaltens.
4.2 Testimonials und Celebrities
Der Begriff „testimonial“ stammt aus dem Lateinischen „testimonium“ und wird mit „Zeuge“ oder „Beweis“ übersetzt (Haase 2000: 56). Ihr Einsatz hat eine lange Tradition und ist vermutlich schon so alt wie der Begriff selbst, kann allerdings wissenschaftlich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgt werden. 1875 wirbt die Weinkellerei „Deinhardt & Co.“ mit den Besuchen der Kaiserin Augusta (Reiche 2001: 20). Die Testimonials sind in der Werbung Personen, die ein Produkt öffentlich unterstützen. Sie fungieren daher als Zeuginnen für die Qualität und Glaubhaftigkeit des Produkts. Während früher meist Adlige und Monarchen oder Staatsmänner (selten auch Frauen) diese Funktion übernahmen, sind es heute typische und glaubwürdige Repräsentantinnen von bestimmen Zielgruppen.
So vermag bspw. der „normale“ Mensch, also der Nachbar von nebenan oder eine Frau beim Einkaufen die Vorteile des beworbenen Produkts darzustellen oder zeigen wie leicht doch die Flecken aus dem T-Shirt der Kinder beim Waschen mit Waschmittel X herausgehen. Neben den Laien-Testimonial werden auch Experten-Testimonials vorgestellt. Dabei handelt es sich um Ärztinnen, Monteurinnen, Köchinnen oder auch „Musterfamilien“. Diese werben mit ihrer (beruflichen) Erfahrung für ein Produkt. So wirbt bspw. eine Zahnärztin für die vielen Vorteile der neuen Zahnbürste oder ein Hersteller von Babynahrung beteuert den Einsatz von ausgewählten Zutaten für sein Produkt. Weiterhin gibt es Stars u.a. aus Film und Fernsehen, Sport, Politik und den Medien, die als Testimonials gelten. Es können auch Gründerinnen und/oder Managerinnen eines Unternehmens sein. Sie werden auch als „celebrities“ bezeichnet. Hauptmerkmal ist ihre große Bekanntheit.
1. Einleitung: Vorstellung der Einmaligkeit menschlicher Stimmen und der Forschungsfrage nach ihrem Einfluss auf das Kaufverhalten in der Radiowerbung.
2. Das Radio als Werbemedium: Darstellung der Bedeutung des Radios als stabiles und reichweitenstarkes Werbemedium trotz Internetkonkurrenz.
3. Die Persuasion und Einstellung: Theoretische Herleitung von Prozessen der Meinungsbeeinflussung und Einstellungsbildung unter Verwendung des AIDA-Modells.
4. Die Rolle der Stimme: Analyse der kommunikativen Ebenen der Stimme und der Funktion von Testimonials sowie Voice Branding in der Werbung.
5. Das Konsumentenverhalten: Einordnung des Kaufverhaltens als Reaktion auf Medienbotschaften und Bedeutung des Involvement-Konzepts.
6. Resümee des theoretischen Teils: Zusammenfassende Betrachtung der theoretischen Grundlagen für die empirische Untersuchung.
7. Die Methode und das Design: Erläuterung des methodischen Vorgehens, der Zielsetzung und der Gestaltung des Laborexperiments.
8. Das Experiment: Detaillierte Beschreibung der Rahmenbedingungen, der Stichprobenziehung und der Durchführung des Experiments.
9. Der Einfluss der Stimme – eine Auswertung: Auswertung der erhobenen Daten hinsichtlich der Wirkung bekannter und unbekannter Stimmen auf die Kaufbereitschaft.
III. Fazit und Ausblick: Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über die Bedeutung von Stimmen in der Markenkommunikation.
Radiowerbung, Stimme, Kaufverhalten, Persuasion, Testimonials, Bekanntheitsgrad, Mediennutzung, Elaborationswahrscheinlichkeit, Einstellungsänderung, Laborexperiment, Synchronstimmen, Voice Branding, Markenwahrnehmung, Involvement, Werbewirkung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Bekanntheitsgrades von Sprecherstimmen in der Radiowerbung auf die Kaufentscheidung von Konsumentinnen unter Einbeziehung ihrer Mediennutzung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Werbepsychologie, insbesondere der Einstellungsbeeinflussung durch auditive Reize, der Rolle von Testimonials und dem Phänomen der bekannten Stimme.
Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu klären, ob Produkte, die von einer bekannten Stimme beworben werden, effektiver zum Kauf anregen als Produkte mit unbekannten Stimmen.
Es wurde ein kontrolliertes Laborexperiment durchgeführt, bei dem Probandinnen verschiedene Versionen eines Radiospots hörten und anschließend befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Kommunikationspsychologie und einen empirischen Teil, der die Durchführung und Auswertung des Experiments dokumentiert.
Zu den zentralen Begriffen zählen Radiowerbung, Persuasion, Bekanntheitsgrad, Kaufverhalten und Elaborationswahrscheinlichkeit.
Die Studie untersuchte, ob Vielhörer im Vergleich zu Wenighörern stärker auf bekannte Stimmen reagieren, konnte jedoch keinen signifikanten Einfluss feststellen.
Entgegen der Hypothese ergab die Studie, dass bekannte Stimmen keinen signifikant höheren Kaufanreiz boten als unbekannte Stimmen.
Die Mehrheit der Probandinnen konnte die bekannten Stimmen aus Film und Fernsehen nicht korrekt zuordnen, obwohl sie die Personen teilweise dem Namen nach kannten.
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