Bachelorarbeit, 2012
68 Seiten, Note: 1,3
I. Einleitung
II. Die Evidenz der Präsenz und das Aufscheinen der Abwesenheit
III. Die Mitte ist ein Dazwischen
III.I Das Phänomen der Medialität
III.II Das Medium und seine Zeichenhaftigkeit
III.III The medium is the massage: Wenn Form massiert...
IV. The bug is the plug - Das Phänomen der Störung
V. Die Bewegung des Aus-sich-Seins
V.I Die Störung und die körperleibliche Verfasstheit
VI. Die Un-Möglichkeit der Handlung
VI.I Tomorrow Parties
VI.II Simulation und Handlung
VII. Schluss
Die Arbeit untersucht die Wirkungsweise von Präsenzerfahrungen in Störungsmomenten innerhalb medialer Kontexte und deren Einfluss auf die körperleibliche Verfasstheit des Menschen. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie das Phänomen der Störung die mediale Verfasstheit und das Bewusstsein der Wirkkraft menschlicher Handlungen beeinflusst.
IV. The Bug Is The Plug
Das Phänomen der Störung tritt im Kontext medialer Vermittlung überall da auf, wo es den Fluss der je spezifischen Sinnübermittlung unterbricht oder eben stört. Ob in der Informatik oder in allen Bereichen, die von einer rein semiotischen Verfasstheit des Mediums ausgehen, hat die Störung eine negative Konnotation, „denn für den Begriff des Zeichens (ist, JB) die Differenz, die Ungleichzeitigkeit von Anwesenheit und Abwesenheit konstitutiv (...)“. Die Störung verschleiert den Sinn und zeigt an der zur Erscheinung kommenden Materialität des Mediums ihre Aufsässigkeit.
I. Einleitung: Einführung in die Thematik der Präsenzerfahrungen und die mediale Verfasstheit des Menschen unter Einbezug von Plessner und Merleau-Ponty.
II. Die Evidenz der Präsenz und das Aufscheinen der Abwesenheit: Auseinandersetzung mit dem philosophischen Begriff der Präsenz und dessen Ursprüngen in der Metaphysik.
III. Die Mitte ist ein Dazwischen: Analyse des Mediums als Modell der Mitte zwischen Präsenz und Abwesenheit.
IV. The bug is the plug - Das Phänomen der Störung: Untersuchung der Störung als positive Möglichkeit, die Materialität des Mediums erfahrbar zu machen.
V. Die Bewegung des Aus-sich-Seins: Diskussion der körperleiblichen Verfasstheit im Kontext von Störungen und medialer Vermittlung.
VI. Die Un-Möglichkeit der Handlung: Erörterung der Auswirkungen von Störungen auf den Möglichkeitssinn und die Handlungsfähigkeit in virtuellen Szenarien.
VII. Schluss: Reflexion über die Ergebnisse und die Bedeutung des Medienbegriffs für die Wahrnehmungs- und Zeichenlehre.
Präsenz, Abwesenheit, Medialität, Störung, Körperleiblichkeit, Immersion, Semiosis, Aisthesis, Performativität, Ereignisdenken, Möglichkeitssinn, Materialität, digitale Medien, Phänomenologie, Zeichenhaftigkeit.
Die Arbeit analysiert, wie Präsenzerfahrungen, die in medialen Störungsmomenten entstehen, die körperleibliche Verfassung des Menschen beeinflussen und verändern.
Die zentralen Themen sind Medientheorie, Phänomenologie der Wahrnehmung, Körperleiblichkeit und die Rolle von Störungen in der digitalen Kommunikation.
Ziel ist es zu ergründen, welche Rolle Störungserfahrungen für das menschliche Bewusstsein bezüglich seiner eigenen Körperlichkeit und der Wirkkraft von Handlungen spielen.
Es wird eine phänomenologische Untersuchungsmethode angewandt, die durch medientheoretische Analysen und die Dekonstruktion philosophischer Begriffe ergänzt wird.
Der Hauptteil beleuchtet die Begriffe Medium, Störung, Immersion und deren Interdependenz mit der körperleiblichen Verfasstheit des Menschen.
Wichtige Schlüsselwörter sind Präsenz, Störung, Medialität, Körperleiblichkeit, Semiosis, Aisthesis und der Einbruch des Realen.
Eine Störung unterbricht das Immersionserlebnis, macht die Materialität des Mediums opak und rückt diese in das Bewusstsein des Benutzers, anstatt den Sinn zu transportieren.
Der Körper wird im digitalen Raum oft durch eine mediale Hülle ersetzt, doch in Momenten der Störung leistet er Widerstand und wird als reale Instanz wieder erfahrbar.
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