Masterarbeit, 2014
97 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Methodische Vorgehensweise
2 Begriffsabgrenzung
2.1 Krise
2.2 Unternehmenskrise
2.3 Krisenmanagement
2.4 Controlling
3 Unternehmenskrise
3.1 Krisenprozess
3.1.1 Vier-Phasen-Modelle
3.1.1.1 Krisenphasen nach Müller
3.1.1.2 Krisenprozess nach Krystek
3.1.1.3 Vergleich der Phasenmodelle
3.2 Krisenursachenforschung
3.2.1 Quantitative Krisenursachenforschung
3.2.2 Qualitative Krisenursachenforschung
3.2.3 Exkurs - Krisenursachen laut KSV1870
4 Krisenvorsorge
4.1 Voraussetzung
4.2 Erkennen von potenziellen Unternehmenskrisen
4.2.1 Prognoseverfahren
4.2.2 Szenariotechnik
4.2.3 Unternehmensplanung
4.2.4 Business Continuity Management
4.2.5 Traditionelle Krisenvorsorge
4.2.5.1 Diversifikation
4.2.5.2 Risk & Insurance-Management
5 Krisenfrüherkennung
5.1 Grundlagen
5.2 Kategorisierung von Früherkennungssysteme
5.3 Operative Früherkennung
5.3.1 Kennzahlen
5.3.2 Hochrechnungen
5.3.3 Indikatoren
5.4 Strategische Früherkennung
5.4.1 Schwache Signale
5.4.2 Diffusionstheorie
5.4.3 Scanning und Monitoring
5.4.4 Ansätze strategischer Früherkennung
5.4.4.1 Konzept nach Kirsch & Trux
5.4.4.2 Battelle-Konzept
5.4.4.3 Integrativer Ansatz
5.4.4.4 Konzept nach Geißler
5.4.5 Probleme der strategischen Früherkennung
6 Controlling in der Früherkennung
6.1 Insolvenzprognosemodelle
6.1.1 Logisch-deduktive Modelle
6.1.1.1 DuPont-Schema
6.1.1.2 RL-Kennzahlensystem
6.1.1.3 ZVEI-System
6.1.2 Empirisch-induktive Modelle
6.1.2.1 Risikoprofil nach Weinrich
6.1.2.2 Diskriminanzanalyse nach Altmann
7 Empirischer Teil
7.1 Ziel
7.2 Methodik der Vorgehensweise
7.3 Methodischer Steckbrief
7.4 Erhebungsmethode
7.5 Interviewleitfaden
7.6 Analysemethode
8 Konzept zur Krisenfrüherkennung
8.1 Konzeption
8.1.1 Kennzahlen und Indikatoren
8.1.2 Matrix
8.1.3 Report
8.2 Grundkonzept
8.3 Fallbeispiel
8.3.1 Voraussetzung
8.3.2 Unternehmensprofil
8.3.3 Auswertung und Anleitung
8.3.4 Bearbeitung des Fallbeispiels
9 Conclusio
9.1 Zusammenfassung
9.2 Kritik
Diese Masterarbeit untersucht die Rolle des Controllings bei der Früherkennung von Unternehmenskrisen mit dem Ziel, praktische Werkzeuge und Konzepte zu identifizieren, die Unternehmen dabei unterstützen, Krisensignale frühzeitig zu deuten und durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen ihre Existenz zu sichern.
5.4.1 Schwache Signale
Das Konzept von Ansoff hat die Grundidee, dass Trendbrüche nicht plötzlich eintreten, sondern sich durch sog. “Weak Signals“, z. Dt. Schwache Signale, ankündigen. Solche Signale sind von Personen entstanden und werden von deren Interessen gelenkt (Ansoff, 1976, S. 129 ff.). Sie kündigt sich durch vorherige Ereignisse an, diese werden als Schwache Signale bezeichnet. Wenn diese erkennbar werden, sind Gegenmaßnahmen zwingend einzuleiten. Herausfordernd hierbei ist es die Schwachen Signale ausfindig zu machen und diese darauffolgend richtig zu interpretieren (Ansoff, 1976, S. 131). Diese Anzeichen sind überwiegend vage Informationen über möglich eintretende Diskontinuitäten aus Unternehmensumwelten, die sich jedoch im fortschreitenden Zeitablauf konkretisieren (Ansoff, 1976, S. 133 f.). Demzufolge sind Schwache Signale unscharf definierte Informationsrudimente, die folgende Merkmale aufweisen (Krystek, 2007, S. 53):
Oft besteht nur die Vorahnung, dass mit Bedrohungen oder Chancen zu rechnen ist.
Es ist noch nicht gewiss ob Bedrohungen oder Chancen vorhanden sind. Jedoch sind solche Themen von strategischer Bedeutung für Unternehmen.
Zukünftige Bedrohungen oder Chancen sind bei der Eruierung von Ursachen meist nur unpräzise festzustellen.
Im Zeitablauf verstärken sich Schwache Signale und geben Aufschluss über die zunächst vage signalisierten Paradigmenwechsel.
Mögliche Ergebnisse und Reaktionsstrategien sind nicht verfügbar.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangssituation, die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit und beschreibt die methodische Vorgehensweise.
2 Begriffsabgrenzung: Hier werden die zentralen Begriffe Krise, Unternehmenskrise, Krisenmanagement und Controlling definiert und in den fachlichen Kontext gesetzt.
3 Unternehmenskrise: Dieses Kapitel analysiert Krisenprozesse anhand gängiger Phasenmodelle und untersucht die Ursachenforschung unter Berücksichtigung qualitativer und quantitativer Ansätze.
4 Krisenvorsorge: Hier werden Prognoseverfahren und Instrumente der Krisenvorsorge wie die Szenariotechnik, Unternehmensplanung und BCM behandelt.
5 Krisenfrüherkennung: Dieser zentrale Abschnitt differenziert zwischen operativen und strategischen Früherkennungssystemen und beleuchtet deren Instrumente.
6 Controlling in der Früherkennung: Das Kapitel verknüpft Controlling-Instrumente mit Insolvenzprognosemodellen und analysiert logisch-deduktive sowie empirisch-induktive Ansätze.
7 Empirischer Teil: Hier wird die Methodik der durchgeführten Experteninterviews und deren Auswertung durch die zusammenfassende Inhaltsanalyse nach Mayring dargestellt.
8 Konzept zur Krisenfrüherkennung: Der Autor entwickelt hier das KRIM-Konzept und wendet es beispielhaft auf ein fiktives Unternehmen an.
9 Conclusio: Das Abschlusskapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, gibt ein Fazit und setzt sich kritisch mit der Anwendbarkeit der Krisenfrüherkennung in der Praxis auseinander.
Controlling, Unternehmenskrise, Krisenfrüherkennung, Krisenmanagement, Insolvenzprognose, Kennzahlensysteme, Schwache Signale, Szenariotechnik, Unternehmungsführung, Krisenprozess, Risikomanagement, qualitative Inhaltsanalyse, Früherkennungssysteme, Frühwarnsysteme, Unternehmensplanung
Die Masterarbeit untersucht, wie Controlling-Instrumente effektiv eingesetzt werden können, um Unternehmenskrisen in ihren frühen Stadien zu erkennen und deren Eskalation durch fundierte Gegenmaßnahmen zu verhindern.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Einordnung von Unternehmenskrisen, die Untersuchung von Krisenursachen, die detaillierte Darstellung von Frühwarn- und Früherkennungssystemen sowie die Rolle des Controllings als unterstützende Funktion für das Management.
Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie das Controlling durch den Einsatz von spezifischen Kennzahlen, Indikatoren und strategischen Ansätzen zur Krisenfrüherkennung beitragen kann, um die Überlebensfähigkeit von Unternehmen zu erhöhen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer qualitativen Forschungsmethode, bei der Experteninterviews geführt und diese mittels der zusammenfassenden Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Krisenprozessen und Früherkennungssystemen, die Anwendung von Insolvenzprognosemodellen durch das Controlling sowie die Entwicklung eines eigenen, praxisorientierten Konzepts (KRIM-Konzept) inklusive eines Fallbeispiels.
Neben Controlling und Unternehmenskrise sind Begriffe wie Krisenfrüherkennung, Insolvenzprognose, Kennzahlensysteme, Schwache Signale und Szenariotechnik entscheidend.
Das KRIM-Konzept ist ein vom Autor entwickeltes, ganzheitliches Früherkennungsinstrument, dessen Name sich aus den Initialen der Komponenten Kennzahlen, Indikatoren, Matrix und Report zusammensetzt und das die Verbindung von theoretischen Modellen mit praktischen Controlling-Daten ermöglicht.
Der Autor kommt zu einem kritischen Schluss: Da es kein universelles Musterrezept für die Krisenfrüherkennung gibt, ist das Controlling primär als beratendes "wirtschaftliches Gewissen" gefordert, das Transparenz schafft, während die Hauptproblematik in einem fehlenden Krisenbewusstsein der Unternehmensführung liegt.
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