Examensarbeit, 2003
69 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. DIE RAHMENBEDINGUNGEN AN DER SPRACHHEILSCHULE
2.1 DIE GESCHICHTE DER SPRACHHEILPÄDAGOGIK
2.1.1 Antike und Mittelalter
2.1.2 Von den Sprachheilkursen zur Sprachheilschule
2.2 AUFGABEN UND ZIELE DER BERLINER SPRACHHEILSCHULE
2.3 SPRACHBEHINDERUNG UND PROBLEME DES LERN- UND LEISTUNGSVERMÖGENS VON KINDERN AN SPRACHHEILSCHULEN
2.3.1 Die Schule als “Setting”
2.3.2 Sprachliche Entwicklungsaufgaben der Schule
2.3.3 Sprachstörungen und Schule aus ökologischer Sicht
2.3.4 Konsequenzen für die Schule
2.4 ZWEISPRACHIGKEIT UND SPRACHHEILSCHULE
2.4.1 DIE SITUATION VON SCHÜLERN NICHTDEUTSCHER HERKUNFT AN DEN SONDERSCHULEN
2.4.2 SPRACHHEILPÄDAGOGIK UND MEHRSPRACHIGKEIT
2.5 EINBLICKE IN DIE PRAXIS DES SPRACHHEILTHERAPEUTISCHEN UNTERRICHTS
2.5.1 Erschwerende Faktoren für den Unterricht an der Sprachheilschule
2.5.2 Die Besonderheiten des Unterrichts in der Sprachheilschule
2.5.3 Didaktische Modelle im Unterricht
2.5.3 Ergebnisse
2.6 FAZIT
3. DAS DIALOGISCHE LERNEN
3.1 EINLEITUNG
3.2 DIE ELEMENTE DES DIALOGISCHEN LERNENS
3.2.1 Die Kernidee
3.2.2 Der Auftrag
3.2.3 Das Reisetagebuch
3.2.4 Die Rückmeldung
3.3 ZUSAMMENFASSUNG
4.1 VORÜBERLEGUNGEN
4.2 QUALITÄTSMERKMALE DES SPRACHHEILPÄDAGOGISCHEN UNTERRICHTS NACH BAHR IN VERBINDUNG MIT DEM DIALOGISCHEN LERNEN
4.2.1 Das Feld “Schülerinnen und Schüler“
4.2.2 Das Feld “Bildungsgehalte”
4.2.3 Das Feld “Methoden und Medien”
4.2.3 Konsequenzen für die Unterrichtsplanung
4.3 PROBLEME BEI DER UMSETZUNG DES DIALOGISCHEN LERNENS
4.3.1 Möglichkeiten der schriftlichen Dokumentation
4.3.2 Ergebnis
5. ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht, ob und wie die didaktische Methode des „Dialogischen Lernens“ als Modell aus dem Regelschulbereich an die spezifischen Rahmenbedingungen der Sprachheilschule angepasst werden kann, um den Unterricht effektiver zu gestalten und die Herausforderungen durch Sprachbehinderungen, Mehrsprachigkeit und Lernschwierigkeiten zu bewältigen.
Die Kernidee
Die Triebfeder des Lernens ist das Spannungsverhältnis zwischen der singulären Welt der Schüler und der regulären Welt des Lehrers und der Schulstoffe. Voraussetzung für einen Dialog zwischen Singulärem und Regulärem ist, dass der Stoff für den Schüler die Form einer Frage annimmt. Aus dieser Leitfrage wird dann die Kernidee entwickelt. In der Kernidee wird demnach der Inhalt des entsprechenden Fachgebietes durch die Lehrkraft gebündelt. Kernideen sind von daher immer etwas individuelles. Sie sind untrennbar mit der Person verbunden, die sie entwickelt hat. Die gefundenen Kernideen stehen nun am Anfang der Lernphase. Ziel ist es, dass die Kernideen die Schüler ansprechen und bei ihnen eine eigene Suche nach einem Bezug zum Stoff auslösen. Wird eine solche eigene Idee von den Schülern entwickelt ist dies der Motor, der die Kraft und die Richtung für eigenes Handeln gibt.
Ob die Kernidee des Lehrenden bei den Schülern Anklang findet ist nicht sicher. Ist dies nicht der Fall, muss die Kernidee solange modifiziert oder völlig geändert werden, bis ein Kontakt zwischen Stoff und Schüler hergestellt werden kann.
1. EINLEITUNG: Darstellung der quantitativen Zunahme von Schülern an Sprachheilschulen sowie der daraus resultierenden didaktischen Herausforderungen.
2. DIE RAHMENBEDINGUNGEN AN DER SPRACHHEILSCHULE: Historischer Rückblick und Analyse der aktuellen komplexen Aufgabenstellung zwischen Erziehung, Unterricht und Sprachtherapie unter Berücksichtigung der Mehrsprachigkeit.
3. DAS DIALOGISCHE LERNEN: Einführung in das interaktive Unterrichtsmodell von Ruf und Gallin sowie Erläuterung der Kernelemente Kernidee, Auftrag, Reisetagebuch und Rückmeldung.
4. DAS DIALOGISCHE LERNEN IM UNTERRICHT MIT KINDERN MIT SONDERPÄDAGOGISCHEM FÖRDERBEDARF SPRACHE: Theoretische Übertragung des Modells auf den sprachheilpädagogischen Kontext und Verknüpfung mit Qualitätsmerkmalen von Reiner Bahr.
5. ZUSAMMENFASSUNG: Fazit zur Anwendbarkeit des Dialogischen Lernens als Möglichkeit zur konstruktiven Auflösung von Widersprüchen im Unterrichtsalltag der Sprachheilschule.
Sprachheilpädagogik, Dialogisches Lernen, Sprachheilschule, Sprachbehinderung, Regelschule, Integrationswissenschaft, Schülerzahlen, Unterrichtsplanung, Mehrsprachigkeit, Reisetagebuch, Kernidee, Bildungsauftrag, Sprachtherapie, Sprachstörungen.
Die Arbeit analysiert, wie das didaktische Modell des „Dialogischen Lernens“ genutzt werden kann, um den Unterricht an Sprachheilschulen zu verbessern und den Herausforderungen von Schülern mit sprachlichen Förderbedarfen gerecht zu werden.
Zu den zentralen Themen gehören die historischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Sprachheilschulen, der Umgang mit Mehrsprachigkeit, die Problematik von Lernschwierigkeiten bei Sprachbehinderungen sowie die Implementierung des Dialogischen Lernens.
Das primäre Ziel besteht darin, einen Weg aufzuzeigen, wie das Dialogische Lernen als Modell aus dem Regelschulbereich an die spezifischen Bedürfnisse sprachbehinderter Kinder angepasst werden kann, um Lernprozesse individueller und effektiver zu gestalten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die durch den Einbezug empirischer Erkenntnisse aus der Sprachheilpädagogik und der Einordnung in didaktische Modelle gestützt wird.
Im Hauptteil werden zunächst die institutionellen Rahmenbedingungen diskutiert, anschließend wird das Modell des Dialogischen Lernens detailliert vorgestellt und schließlich mit den spezifischen Qualitätsmerkmalen sprachtherapeutischen Unterrichts verknüpft.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sprachheilpädagogik, Dialogisches Lernen, Sprachheilschule, Mehrsprachigkeit und individuelle Förderung charakterisiert.
Das Reisetagebuch dient als Dokumentationsmedium für die individuellen Lernwege der Schüler und ermöglicht dem Lehrer durch die Analyse der schriftlichen Äußerungen eine präzisere, prozessorientierte Rückmeldung.
Die Kernidee fungiert als inhaltliche Bündelung des Unterrichtsstoffes durch die Lehrkraft, die darauf abzielt, die Schüler individuell anzusprechen und bei ihnen eine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema auszulösen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

