Examensarbeit, 2013
88 Seiten, Note: 2
1. Die Kinder von heute - aktive Lerner?
2. Was ist handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht?
2.1. Begriffsklärung
2.2. Abgrenzung zu anderen Formen des Deutschunterrichts
3. Entwicklung des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichtskonzepts
4. Theoretische Vorüberlegungen
4.1. Literaturtheoretische Vorüberlegungen
4.1.1. Der literarische Text
4.1.2. Der literarische Autor
4.1.3. Der literarische Leser
4.2. Notwendigkeit produktiver Verfahren
4.2.1. Leitbegriffe nach Spinner
4.2.2. Weitere Gründe für Produktionsorientierung
4.3. Einteilung von produktiven Verfahren
4.4. Didaktisches Phasenmodell des produktiven Unterrichts
4.4.1. Vorphase: Spielhafte Einstimmung in literarische Texte
4.4.2. I. Phase : Lesen und Aufnehmen literarischer Texte
4.4.3. II. Phase: Konkretisierende subjektive Aneignung literarischer Texte
4.4.4. III. Phase: Textuelles Erarbeiten literarischer Texte
4.4.5. IV. Phase: Textüberschreitende Auseinandersetzung mit lit. Texten
4.5. Das Phasenmodell Waldmanns in der Praxis
5. Der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht auf dem Prüfstand
5.1. Gefahren im Umgang mit produktiven Verfahren
5.2. Empirische Erforschung von Literaturunterrichtsmethoden
5.3. Schlussfolgerung
6. Ein exemplarisches Unterrichtsmodell: "Despereaux, von einem der auszog das Fürchten zu verlernen"
6.1. Sachanalyse
6.1.1. Autorin
6.1.2. Der Jugendroman Despereaux
6.2. Didaktische Analyse
6.3. Zuordnung zu einer Jahrgangsstufe
6.4. Pädagogisch - Psychologische Überlegungen
6.5. Einbettung in den Lehrplan
6.6. Methodische Gesamtkonzeption
6.7. Die Einführungsstunde: Despereaux, eine besondere Maus
6.7.1. Der Verlaufsplan
6.7.2. Tafelanschrift
6.7.3. Begründung des Verlaufsplans
7. Schlussbetrachtung
7.1. Zusammenfassung
7.2. Ausblick und offene Fragen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts im Fach Deutsch, insbesondere am Gymnasium. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen dieses Unterrichtskonzepts zu beleuchten, die didaktischen Methoden anhand eines Phasenmodells darzustellen sowie die Effektivität dieses Ansatzes kritisch auf den Prüfstand zu stellen und in einem praxisorientierten Unterrichtsbeispiel zur Lektüre "Despereaux" anzuwenden.
4.1.1. DER LITERARISCHE TEXT
Der Begriff „der literarische Text" meint einen Text, der sich in verschiedenen Merkmalen von den Alltagstexten, beziehungsweise der Alltagssprache abgrenzt. Laut WALDMANN unterscheidet sich der literarische Text von ihnen sowohl sprachlich als auch textuell. Er beruft sich dabei auf Sklovskij, der bereits im Jahre 1925 die Unterschiede der Texte und vor allem ihrer Funktionen beschrieb. Nach ihm wurden in literarischen Texten, anders als in Alltagstexten, sogenannte „Kunstgriffe" (ebd.) eingesetzt, um die Leser auf den Text aufmerksam zu machen und die Zeit, in der sich ein Leser mit dem Text auseinandersetzen muss, zu verlängern.
WALDMANN fasst dies wie folgt zusammen: „Literatur verändert Art und Form der Darstellung von Wirklichkeit, um deren - oft flüchtige und automatisierte - Wahrnehmung zu hemmen und so intensiver und nachhaltiger zu machen." (ebd.)
Dies gelingt vor allem durch die Verwendung der lyrischen Sprache, die im Gegensatz zur Alltagssprache weder vereinfacht, noch verallgemeinert oder schematisiert, sondern vielmehr absichtlich Variationen wählt, Sätze komplizierter anlegt und in der Sprache differenziert. Im Gegensatz zur Alltagssprache, die das Leben vereinfachen und vom Empfänger schnell verstanden werden soll, will die lyrische Sprache also aufhorchen lassen und erreichen, dass der Empfänger sich genügend Zeit nimmt, sich mit dem Text intensiv auseinanderzusetzen. Hiermit wird erreicht, dass der Leser ein besonderes Verhältnis zu dem Text aufbaut und dieser somit abgegrenzt zu anderen Texten steht.
1. Die Kinder von heute - aktive Lerner?: Es wird die Frage aufgeworfen, wie Kinder motiviert und aktiv am Unterrichtsgeschehen beteiligt werden können, um ein tieferes Verständnis von Lerninhalten zu erzielen.
2. Was ist handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht?: Dieser Abschnitt klärt den Begriff und die Zusammensetzung des Konzepts aus Handlungs- und Produktionsorientierung, das individuelle Lernwege fördern soll.
3. Entwicklung des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichtskonzepts: Die historische Entwicklung, von den "Urvätern" der Pädagogik bis hin zu modernen Reformschulen und didaktischen Ansätzen, wird chronologisch nachgezeichnet.
4. Theoretische Vorüberlegungen: Hier werden die Rollen von Text, Autor und Leser analysiert sowie notwendige produktive Verfahren und ein didaktisches Phasenmodell für den Unterricht vorgestellt.
5. Der handlungs- und produktionsorientierte Literaturunterricht auf dem Prüfstand: Kritische Gegenargumente werden beleuchtet, die Wirksamkeit durch empirische Studien hinterfragt und der Stellenwert des Konzepts diskutiert.
6. Ein exemplarisches Unterrichtsmodell: "Despereaux, von einem der auszog das Fürchten zu verlernen": Dieses Kapitel bietet eine detaillierte Unterrichtssequenz für eine 6. Klasse, inklusive Sach- und didaktischer Analyse sowie Verlaufsplänen.
7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert die Ergebnisse, stellt die Bedeutung der Methodenvielfalt heraus und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und offene Forschungsfragen.
Handlungsorientierung, Produktionsorientierung, Literaturunterricht, Didaktik, Lesemotivation, Phasenmodell, Waldmann, Despereaux, Lektüresequenz, Schülerzentrierung, kreatives Schreiben, Szenisches Spiel, Textverständnis, Unterrichtsplanung, Reformpädagogik
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Fundierung und praktischen Anwendung des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts, vornehmlich am Beispiel des gymnasialen Deutschunterrichts.
Im Zentrum stehen die Begriffsdefinition, die geschichtliche Genese des Ansatzes, theoretische Begründungen für den Einsatz produktiver Verfahren sowie deren konkrete Implementierung im Unterrichtsalltag.
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen handlungs- und produktionsorientierter Verfahren darzulegen, ihre Wirksamkeit kritisch zu reflektieren und Lehrkräften durch ein praxisnahes Modell eine konkrete Umsetzungshilfe an die Hand zu geben.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse didaktischer Konzepte und berücksichtigt empirische Ergebnisse aus fachdidaktischen Studien zur Unterrichtsgestaltung.
Der Hauptteil erarbeitet theoretische Grundlagen, stellt das Phasenmodell von Waldmann vor, beleuchtet kritische Perspektiven auf das Konzept und führt ein konkretes Unterrichtsbeispiel zur Lektüre von Kate DiCamillos "Despereaux" aus.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Handlungsorientierung, Produktionsorientierung, Literaturdidaktik, Schülermotivation, Phasenmodell, kreative Lernverfahren und Kompetenzentwicklung geprägt.
Die Wahl fiel auf "Despereaux", da der Roman durch seine fiktive, aber dennoch lebensnahe Handlung viele Anknüpfungspunkte für produktive Verfahren bietet und sowohl Jungen als auch Mädchen durch abenteuerliche und märchenhafte Elemente gleichermaßen anspricht.
Die Arbeit setzt sich fair mit der Kritik auseinander, stellt Studien gegenüber, die Zweifel an der pauschalen Überlegenheit des Konzepts äußern, und plädiert abschließend für eine sinnvolle, abwechslungsreiche Kombination aus analytischen und produktiven Methoden.
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