Diplomarbeit, 2004
77 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Terminologische Grundlagen von Controlling und Dienstleistung
2.1 Der Controllingbegriff
2.2 Der Dienstleistungsbegriff
3 Besonderheiten von Dienstleistungen
3.1 Kostenstruktur von Dienstleistungsbetrieben
3.2 Anforderungen an das Controlling in Dienstleistungsbetrieben
4 Einsatz von operativen Controllinginstrumenten
4.1 Entwicklung und Ziele
4.2 Darstellung ausgewählter operativer Controllinginstrumente
4.2.1 Kostenrechnungssystem
4.2.2 Deckungsbeitragsrechnung
4.3 Kritische Betrachtung der dargestellten Instrumente
5 Einsatz von strategischen Controllinginstrumenten
5.1 Entwicklung und Ziele
5.2 Darstellung ausgewählter strategischer Controllinginstrumente
5.2.1 Prozeßkostenrechnung
5.2.2 Target Costing
5.3 Kritische Betrachtung der dargestellten Instrumente
6 Einsatz der Balanced Scorecard in Dienstleistungsbetrieben
6.1 Entwicklung und Ziele
6.2 Balanced Scorecard als Managementsystem
6.3 Kritische Betrachtung der Balanced Scorecard als Steuerungsinstrument in Dienstleistungsbetrieben
7 Schlußbetrachtung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Eignung und Anwendungsmöglichkeiten ausgewählter operativer und strategischer Controllinginstrumente im Dienstleistungssektor zu analysieren. Dabei wird insbesondere untersucht, wie diese Instrumente trotz der spezifischen Kostenstrukturen und der hohen Bedeutung der Integration externer Faktoren in Dienstleistungsunternehmen effektiv zur Unternehmenssteuerung eingesetzt werden können.
Prozeßkostenrechnung
Ende der 80er Jahre wurde vor dem Hintergrund einer immer gemeinkostenintensiveren Produktion die Prozeßkostenrechnung als Instrument zur Schaffung einer höheren Gemeinkostentransparenz in den indirekten Leistungsbereichen, wie z.B. der Verwaltung oder des Finanz- und Rechnungswesens, von Industriebetrieben entwickelt. Der Grundgedanke der Prozeßkostenrechnung besteht darin, daß Leistungen, die im Gemeinkostenbereich entstehen, als Grundlage für die Verteilung der Kosten auf die Produkte anzusehen sind. Die Prozeßkostenrechnung ist kein vollkommen neues Konzept, vielmehr wird sich wie bei den traditionellen Verfahren einer Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung bedient. Hierbei entspricht der direkte Leistungsbereich von Dienstleistungsbetrieben im wesentlichen der Erstellung von Vorleistungen für die industrielle Produktion, so daß eine Übertragung der Prozeßkostenrechnung auf Dienstleistungsbetriebe zu einer höheren Gemeinkostentransparenz führt.
Ziel der Prozeßkostenrechnung ist die Verteilung der indirekten Kosten auf die erstellten Produkte über sog. Prozeßgrößen (auch ”cost driver” genannt), um eine exakte Kostenzurechnung auf die jeweiligen Kostenträger zu ermöglichen. Auf diese Weise kann auf eine Schlüsselung mit prozentualen Zuschlagssätzen verzichtet werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Dienstleistungssektors ein und definiert das Ziel, Controllinginstrumente auf ihre Anwendbarkeit in diesem Sektor zu prüfen.
2 Terminologische Grundlagen von Controlling und Dienstleistung: Hier werden die theoretischen Basiskonzepte erläutert, insbesondere das Verständnis von Controlling als Teil der Unternehmensführung und die definitorischen Merkmale von Dienstleistungen.
3 Besonderheiten von Dienstleistungen: Dieses Kapitel arbeitet die spezifischen Kostenstrukturen und Herausforderungen für das Controlling in Dienstleistungsbetrieben heraus.
4 Einsatz von operativen Controllinginstrumenten: Es werden klassische Instrumente wie die Kostenrechnung und Deckungsbeitragsrechnung hinsichtlich ihres operativen Nutzens in Dienstleistungsbetrieben bewertet.
5 Einsatz von strategischen Controllinginstrumenten: Dieses Kapitel fokussiert auf die Prozeßkostenrechnung und das Target Costing als Instrumente für eine langfristige strategische Steuerung.
6 Einsatz der Balanced Scorecard in Dienstleistungsbetrieben: Es wird die Balanced Scorecard als integriertes Managementsystem vorgestellt und ihre Eignung als Steuerungsinstrument diskutiert.
7 Schlußbetrachtung und Ausblick: Abschließend werden die wesentlichen Ergebnisse zusammengeführt und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Controllings in Dienstleistungsbetrieben gegeben.
Controlling, Dienstleistungsbetriebe, Kostenrechnung, Prozeßkostenrechnung, Target Costing, Balanced Scorecard, Krankenhauscontrolling, Strategische Unternehmensführung, Gemeinkosten, Deckungsbeitragsrechnung, Integrativität, Kostenmanagement, Dienstleistungsmanagement, Wirtschaftlichkeit, Kostensenkung.
Die Arbeit untersucht, wie Controlling-Instrumente – die ursprünglich oft für Industriebetriebe entwickelt wurden – in Dienstleistungsbetrieben eingesetzt und angepasst werden können.
Die zentralen Felder sind die Kostenstruktur von Dienstleistungsbetrieben, die Anwendung operativer Controlling-Instrumente, die Nutzung strategischer Konzepte wie Prozeßkostenrechnung und Target Costing sowie der Einsatz der Balanced Scorecard.
Das Ziel ist es, die Eignung verschiedener Controlling-Instrumente für die Besonderheiten von Dienstleistungsbetrieben zu analysieren und deren Beitrag zur Wirtschaftlichkeit zu beurteilen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Untersuchung und Literaturanalyse, wobei zur Veranschaulichung der theoretischen Erkenntnisse das Krankenhauswesen als spezieller Dienstleistungsbereich detailliert betrachtet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die operative Ebene (Kostenrechnung, Deckungsbeitragsrechnung), die strategische Ebene (Prozeßkostenrechnung, Target Costing) und die Anwendung der Balanced Scorecard.
Wichtige Schlüsselwörter sind Controlling, Dienstleistungsbetriebe, Prozeßkostenrechnung, Target Costing, Balanced Scorecard und Kostenmanagement.
Krankenhäuser dienen als stellvertretendes Beispiel für Dienstleistungsbetriebe, da sie unter starkem Kostendruck stehen und ihre Kostenstruktur durch einen hohen Anteil an Personalkosten sowie komplexen Behandlungsabläufen geprägt ist.
Target Costing ermöglicht eine Marktorientierung bei der Produktentwicklung, indem Kundenanforderungen direkt in die Kostenplanung einfließen, was besonders in wettbewerbsintensiven Dienstleistungsbereichen zur Existenzsicherung beiträgt.
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