Bachelorarbeit, 2014
91 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Vorstellung, Definition und Abgrenzung von Grundbegriffen
2.1 Energie
2.1.1 Primär-, Sekundär-, End- , Nutzenergie und graue Energie
2.2 Quantitative und physikalische Größen
2.2.1 Energiefaktoren und Wirkungsgrad
2.2.2 Größen in der Energieeinsparverordnung
2.3 Fossile Energie
2.4 Erneuerbare bzw. regenerative Energien
3 Energiebilanzen von Wohnhäusern und Wohnhaus-Standards
3.1 KfW-Effizienzhausstandard
3.2 Passivhaus-Standard
3.3 Nullenergiehaus, Nullheizenergiehaus, Plusenergiehaus und energieautarkes Haus
3.4 Energieeffizienzklassen
4 Methoden zur Verbesserung der Energieeffizienz und deren physikalischen Grundlagen
4.1 Baustoffe – Konstruktion –Dämmung
4.2 Gebäudetechnik – Lüftung mit Wärmerückgewinnung
4.3 Kraft-Wärme-Kopplung - Blockheizkraftwerk
4.4 Geothermie – Wärmepumpe
4.4.1 Kompressionswärmepumpe
4.4.2 Absorptionswärmepumpe
4.4.3 Wasser-Wasser-/Sole-Wasser-/Luft-Wasser-Wärmepumpe
4.5 Energiespeicher
4.5.1 Wärmespeicher bzw. thermische Speicher
4.6 Solare Energie
4.6.1 Solarthermie
4.6.2 Photovoltaik
4.7 Windenergie
5 Vergleichsrechnung verschiedener Standards
5.1 Wärmeschutzmaßnahmen mit deren Mehrkosten zum EnEV-Standard
5.2 Heizungssysteme im Vergleich
6 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit analysiert die effiziente Gestaltung von Wohngebäuden unter dem Aspekt der Energieeffizienz. Ziel ist es, moderne Methoden, deren physikalische Grundlagen sowie den Einfluss auf die Energiebilanz von Wohngebäuden von der Energieeffizienz bis hin zur Energieneutralität zu bewerten.
4.1 Baustoffe – Konstruktion –Dämmung
Legt man den Fokus auf Heizenergie zur Bilanzierung der Gebäudeenergie, so stellt man schnell fest, dass die wohl herausragende Rolle der Gebäudehülle und die Verluste durch Transmission über diese zukommt. Die Energieeffizienz lässt sich aus dieser Hinsicht steigern, indem man die Wärmeverluste durch Transmission, also Wärmeleitung, durch Bau- und Konstruktionsteile durch geeigneten Materialeinsatz und Dämmstärken reduziert bzw. minimiert. Der Transmissionswärmestrom ̇ ist proportional zur Temperaturdifferenz und zur durchflossenen Fläche A. Als Propotionalitätsfaktor kann man dabei den U-Wert ausmachen. Unter Vernachlässigung von Wärmebrücken kann man einen über die thermische Hülle gemittelten Um für ein Gebäude angeben. Eine Reduktion der Fläche führt durch die lineare Proportionalität dazu, dass die Transmissionsverluste ebenso reduziert werden würden. Das beste Verhältnis zwischen Oberfläche und eingeschlossenes Volumen bietet die Kugel. Natürlich ist es eher unüblich, Gebäude kugelförmig zu gestalten, dennoch wird ein kleines A/V-Verhältnis angestrebt.
Den größten Handelsspielraum zur Beeinflussung der Transmissionswärmeverluste bietet also der Wärmedurchgangskoeffizient, der U-Wert. Im Unterabschnitt 2.2.2 wurde der Begriff definiert. Ein einfaches Beispiel wurde in Anhang A.3 erläutert. Der Wert wird neben den geometrischen Größen, z.B. der Dicke, auch von den Materialeigenschaften wie der thermischen Leitfähigkeit (Wärmeleitfähigkeit) bestimmt. Bei mehrschichtigen Bauteilen sind es natürlich die Wärmeleitfähigkeiten der einzelnen eingesetzten Materialien. In den U-Wert gehen auch die Wärmeübergangskoeffizienten ein, die den Übergang von dem Bauteil, einem Festkörper zum Fluid, z.B. Luft erfassen. Neben der Wärmeleitung, die im Inneren der Bauteile, also im Festkörper, stattfindet und ein rein energetischer Transport ist, wobei kein Stoff- bzw. Massentransport erfolgt, gibt es noch zwei weitere Wärmetransportmechanismen. Zum einen ist es die Konvektion, manchmal auch Wärmeströmung genannt.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema Energiewende und die damit verbundene Notwendigkeit einer effizienten Gestaltung von Wohngebäuden vor.
2 Vorstellung, Definition und Abgrenzung von Grundbegriffen: In diesem Kapitel werden wesentliche Begriffe wie Energieformen, physikalische Größen und die Energieeinsparverordnung erläutert.
3 Energiebilanzen von Wohnhäusern und Wohnhaus-Standards: Hier werden verschiedene Wohnhaus-Standards (z.B. KfW, Passivhaus, Nullenergiehaus) energetisch eingeordnet und verglichen.
4 Methoden zur Verbesserung der Energieeffizienz und deren physikalischen Grundlagen: Das Kapitel behandelt bauliche und technische Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, unterteilt in Dämmung, Gebäudetechnik, KWK, Wärmepumpen und erneuerbare Energien.
5 Vergleichsrechnung verschiedener Standards: Dieses Kapitel analysiert ökonomische Aspekte und führt Vergleichsrechnungen für unterschiedliche Gebäudetypen und Energiestandards durch.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließende Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der Sanierung und Energieeffizienz.
Energieeffizienz, Energiewende, Gebäudehülle, Dämmung, Wärmepumpe, Passivhaus, Nullenergiehaus, Photovoltaik, Solarthermie, EnEV, Wärmedurchgangskoeffizient, Kraft-Wärme-Kopplung, Transmission, Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Primärenergie.
Die Arbeit befasst sich mit den technischen Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz von Wohngebäuden und der Analyse von energetischen Standards im Kontext der Energiewende.
Die Schwerpunkte liegen auf der energetischen Bilanzierung von Gebäuden, baulichen Dämmmaßnahmen, effizienter Gebäudetechnik, dem Einsatz regenerativer Energien sowie der wirtschaftlichen Bewertung dieser Maßnahmen.
Das Ziel ist die Vorstellung und Bewertung technischer Potenziale, um den Energieverbrauch von Wohngebäuden durch Optimierung von Baustoffen und Anlagentechnik signifikant zu senken.
Es werden physikalische Grundlagen analysiert, aktuelle technische Standards (z.B. EnEV, KfW) gegenübergestellt und mittels Vergleichsrechnungen die ökonomische Effizienz verschiedener Gebäudekonzepte bewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Grundbegriffen, die Darstellung verschiedener Wohnhaus-Standards sowie eine detaillierte Untersuchung von Methoden zur Effizienzsteigerung, wie Dämmung, Lüftungstechnik, KWK und Nutzung solarer/geothermischer Energien.
Wichtige Begriffe sind Energieeffizienz, Gebäudehülle, U-Wert, Primärenergiebedarf, regenerative Energien und die Wirtschaftlichkeit von Sanierungsmaßnahmen.
Das Passivhaus dient als Referenzstandard für eine extrem effiziente Gebäudehülle, die so geringe Heizwärmelasten erzeugt, dass auf konventionelle Heizsysteme nahezu verzichtet werden kann.
Die kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung ist entscheidend, um Lüftungswärmeverluste, die in hochgedämmten Gebäuden den Hauptanteil der Verluste ausmachen, deutlich zu reduzieren.
Um die Amortisation zu bewerten, da Maßnahmen wie verbesserte Dämmung oder spezielle Heizsysteme zwar Mehrkosten in der Anschaffung verursachen, jedoch über die Lebensdauer durch geringere Verbrauchskosten ökonomisch sinnvoll sein können.
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