Bachelorarbeit, 2010
64 Seiten, Note: 2,0
1 Problemstellung
2 Definitionen
2.1 Kleine Kapitalgesellschaft
2.2 Bilanzielle Überschuldung
2.3 Insolvenzrechtliche Überschuldung
2.4 Fortführungsprognose
2.5 Insolvenzantragspflicht
3 Entwicklung der Pensionsrückstellungen
3.1 Pensionsrückstellungen vor und nach BiRiLiG
3.1.1 Voraussetzung für die Bildung von Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz
3.1.2 Voraussetzungen für die Bildung von Pensionsrückstellungen für die Steuerbilanz
3.1.3 Bewertung der Pensionsrückstellungen in der Handels- und Steuerbilanz
3.2 Pensionsrückstellungen nach BilMoG
3.2.1 Überblick über das BilMoG
3.2.2 Bewertung der Pensionsrückstellungen nach Handelsrecht und Steuerrecht
3.2.2.1 Überblick über die geänderten Rückstellungsvorschriften nach BilMoG
3.2.2.2 Spezielle Vorschriften für Pensionsrückstellungen
3.2.3 Folgen der geänderten Vorschriften für die Handels- und Steuerbilanz
3.2.3.1 Abschied von der Einheitsbilanz
3.2.3.2 Bildung von latenten Steuern
3.2.3.3 Verringerung des Eigenkapitals und Beantragung der Insolvenz
3.2.3.4 Anhangsangaben
4 Auswirkungen auf kleine, bilanziell überschuldete GmbHs
4.1 Auswirkungen auf das Geschäftsleben
4.2 Auswirkungen auf die Handels- und Steuerbilanz
4.3 Auswirkung auf die Überschuldungsbilanz
4.4 Auswirkungen auf die Fortführungsprognose
4.5 Auswirkungen für die konkrete Pensionsrückstellung insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Überschuldung
5 Lösungsansätze
5.1 Abmildernde Übergangsregelung des Gesetzgebers
5.2 Bilanzbereinigung
5.2.1 Saldierung mit reserviertem Vermögen
5.2.2 Auslagerungsmöglichkeiten
5.2.3 Bilanzpolitische Möglichkeiten
5.2.3.1 Steuerliche Verlustvorträge als aktive latente Steuern aktivieren
5.2.3.2 Auflösung des Sonderposten mit Rücklageanteil
5.2.3.3 Weitere bilanzpolitische Maßnahmen
5.2.4 Verzicht auf Pensionsanspruch
6 Resümee
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf die Bewertung von Pensionsrückstellungen, insbesondere für kleine, bilanziell überschuldete GmbHs, und zeigt auf, wie diese Unternehmen insolvenzrechtliche Risiken minimieren können.
4.1 Auswirkungen auf das Geschäftsleben
Noch gibt es keine Erfahrungen, wie sich das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz auf das Geschäftsleben auswirkt. Das Institut der Wirtschaftsprüfer begrüßt das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz und befindet die Änderungen für gut. Das Institut vermutet, dass durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz die Reputation der deutschen Rechnungslegung zunehmen wird und dadurch den mittelständischen Unternehmen der Marktdruck genommen wird nach International Financial Reporting Standards zu bilanzieren.108 Jedoch werden die meisten kleinen Kapitalgesellschaften keinem Marktdruck ausgesetzt sein, nachdem sie in Erwägung ziehen müssten eine Bilanzierung nach den International Financial Reporting Standards zu machen.
Zum 01.01.2007 wurde mit Einführung des Gesetzes über elektronische Handelsregister und Genossenschaftsregister sowie das Unternehmensregister die Offenlegungspflicht für kleine Kapitalgesellschaften neu geordnet.109 Dadurch wurde die Durchsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichungspflichten erheblich verschärft.110 Daraus folgt, dass es nun nicht mehr möglich ist, unbemerkt die Veröffentlichungspflicht zu umgehen. Daher übernimmt zum Beispiel die Creditreform die Bilanzen aus dem elektronischen Bundesanzeiger und bewertet die Unternehmen danach. Fällt nun der Unternehmenserfolg aufgrund der Erhöhung der Pensionsrückstellung schlechter aus als in den Vorjahren, so führt dies unter Umständen auch zu einer schlechteren Bewertung bei der Creditreform. Somit sind vermutlich Aufträge mit Neukunden gefährdet.
1 Problemstellung: Diese Einleitung führt in die Bilanzrechtsreform des BilMoG ein und erläutert die Problematik für kleine, bereits bilanziell überschuldete GmbHs durch die Neubewertung der Pensionsrückstellungen.
2 Definitionen: Hier werden die zentralen Begriffe wie kleine Kapitalgesellschaft, bilanzielle bzw. insolvenzrechtliche Überschuldung, Fortführungsprognose und die Insolvenzantragspflicht rechtlich eingeordnet.
3 Entwicklung der Pensionsrückstellungen: Dieses Kapitel stellt die rechtliche Entwicklung der Pensionsrückstellungen von der Zeit vor dem Bilanzrichtliniengesetz bis hin zu den Änderungen durch das BilMoG detailliert dar.
4 Auswirkungen auf kleine, bilanziell überschuldete GmbHs: Der Hauptteil analysiert die negativen Folgen der Bilanzreform auf das Geschäftsrating, die Handels- und Steuerbilanz sowie die erhöhte Insolvenzgefahr dieser Unternehmen.
5 Lösungsansätze: Das Kapitel diskutiert konkrete Strategien zur Bilanzbereinigung, wie etwa die Auslagerung von Pensionsverpflichtungen oder bilanzpolitische Spielräume zur Vermeidung der Überschuldung.
6 Resümee: Die abschließende Zusammenfassung bewertet die Wirksamkeit des Finanzmarktstabilisierungsgesetzes und die praktischen Möglichkeiten, das Fortbestehen von GmbHs trotz der verschärften Bewertungsvorschriften zu sichern.
BilMoG, Pensionsrückstellungen, kleine Kapitalgesellschaften, bilanzielle Überschuldung, insolvenzrechtliche Überschuldung, Fortführungsprognose, Insolvenzantragspflicht, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Gesellschafter-Geschäftsführer, Bilanzbereinigung, latente Steuern, betriebliche Altersvorsorge.
Die Arbeit untersucht die durch das BilMoG veränderten Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen und deren Auswirkungen auf die bilanzielle und insolvenzrechtliche Stabilität kleiner Kapitalgesellschaften.
Besonders betrachtet werden kleine GmbHs, die bereits vor der Reform bilanziell überschuldet waren und für die die Neuregelungen existenzbedrohende Folgen haben können.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Unternehmen durch bilanzpolitische Maßnahmen und gesetzliche Übergangsregelungen eine drohende Insolvenzantragspflicht abwenden können.
Der Autor stützt sich auf eine detaillierte Analyse der geänderten Gesetzestexte, einschlägige Fachliteratur sowie Stellungnahmen von Berufsverbänden.
Der Hauptteil behandelt die Auswirkungen der Neubewertung auf die Handels- und Steuerbilanz, die Überschuldungsprüfung sowie die kritische Bedeutung der Fortführungsprognose.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie BilMoG, Pensionsrückstellungen, Überschuldung, Insolvenzrecht und betriebliche Altersvorsorge definieren.
Da durch die erhöhten Rückstellungen die Eigenkapitalquote sinkt, verschlechtern sich die Kennzahlen, was laut Autor negative Konsequenzen für das Rating und die Kreditkonditionen bei Banken haben kann.
Obwohl ein Verzicht des Gesellschafter-Geschäftsführers zur Entschuldung beitragen kann, warnt der Autor vor der hohen privaten Steuerbelastung, die bei einem solchen Schritt entstehen kann.
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