Masterarbeit, 2014
99 Seiten, Note: 1,7
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
1. Exposé
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
1.3 Abgrenzungen und Begriffsbestimmung
2. Kartellrechtliche Compliance im Unternehmen
2.1 Regelungsrahmen des Kartellrechts
2.2 Kartellrechtsverstöße
2.2.1 Funktionaler Unternehmensbegriff
2.2.2 Wettbewerbsbeschränkungen
2.2.3 Spürbarkeit von Wettbewerbsbeschränkungen
2.2.4 Kartellverbot
2.2.5 Missbrauchsverbot
2.3 Prävention der Kartellrechtsverstöße
2.3.1 Notwendigkeit der kartellrechtlichen Prävention
2.3.2 Maßnahmen der kartellrechtlichen Prävention
2.3.2.1 Richtlinien
2.3.2.2 Schulungen
2.3.2.3 Kontrolle
2.3.3 Rechtliche Anforderungen an die kartellrechtliche Prävention
2.4 Zwischenergebnis
3. Risikomanagement
3.1 Rechtliche und betriebswirtschaftliche Betrachtung
3.2 Rechtliche Perspektive
3.3 Betriebswirtschaftliche Perspektive
3.3.1 Risikodefinition
3.3.2 Systematisierung unternehmerischer Risiken
3.3.3 Risikomanagement
3.3.4 Risikomanagementsystem
3.4 Abgleich der rechtlichen und der betriebswirtschaftlichen Perspektiven
3.5 Berücksichtigung der kartellrechtlichen Best Practice bei der Ausgestaltung des kartellrechtlichen Risikomanagements
3.6 Kartellrechtliches Risikomanagement im Unternehmen
3.7 Zwischenergebnis
4. Balanced Scorecard („BSC“)
4.1 Entstehung und Konzept
4.2 Kennzahlensystem der BSC
4.3 Ursache- und Wirkungsbeziehungen der BSC
4.4 Praktische Anwendung des BSC-Konzepts
4.4.1 Allgemeine Kosten-Nutzen-Überlegungen
4.4.2 Strategischer Handlungsrahmen
4.4.3 Informations- und Steuerungsinstrument
4.4.4 BSC-Managementprogramm
4.4.5 Kommunikations- und Berichterstattungsinstrument
4.5 Entwicklung des BSC-Kennzahlensystems
4.6 Integration der BSC im Risikomanagement
4.7 Zwischenergebnis
5. Balanced Scorecard als Instrument der Darstellung und Steuerung der kartellrechtlichen Risiken
5.1 Balanced Scorecard zur Integration des operativen und strategischen kartellrechtlichen Risikomanagements
5.1.1 Operativer Regelkreis des kartellrechtlichen Risikomanagements
5.1.2 Strategischer Regelkreis des kartellrechtlichen Risikomanagements
5.2 Kartellrechtliche Strategy Map zur Vorbereitung der Balanced Scorecard
5.3 Kartellrechtliches Kennzahlensystem
5.4 Berechnung der Kennzahlen anhand des Scoring-Modells
6. Zusammenfassung, kritische Anmerkungen und Ausblick
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, ein praktisches Konzept für die Steuerung kartellrechtlicher Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Angesichts steigender Bußgelder und Reputationsrisiken für Unternehmen untersucht die Arbeit, wie betriebswirtschaftliche Instrumente, insbesondere die Balanced Scorecard, dazu beitragen können, kartellrechtliche Risiken effektiv zu minimieren und eine rechtskonforme Unternehmensführung sicherzustellen.
2.3.2.2 Schulungen
Nachdem die Richtung durch das Mission-Statement vorgegeben wurde und der Verhaltenskatalog etabliert ist, sollen Mitarbeiter im Umgang mit kartellrechtsrelevanten Sachverhalten sensibilisiert werden. Aus methodischer Sicht eignen sich dafür Schulungen (Präsenztraining und e-Learning) und Leitfäden mit konkretisierenden Inhalten. Schulungen stellen die Brücke her zwischen den meistens kurz und abstrakt gehaltenen Grundsätzen und konkreten Tätigkeiten der Mitarbeiter. Sie sollen konkrete Auslegungen der Situationen anbieten, die in diesem Unternehmen, bei dieser Tätigkeit üblich oder wahrscheinlich sind, angereichert mit der Bewertung und Begrenzung von Handlungsspielräumen und Grenzfällen. Die Inhalte bedürfen daher einer Unternehmens- und personenbezogenen Individualisierung. Das Erkennen von richtigen und falschen Verhaltensalternativen soll außerdem vermittelt werden. Gezielt adressierte Schulungen schaffen mehr Sicherheit,
damit Mitarbeiter eigenverantwortlich und entscheidungsfreudig arbeiten. Notwendig ist dafür ebenso das klare Wissen über die Konsequenzen eines kartellrechtswidrigen Verhaltens, z. B. in Form von „Do’s and Dont’s“, die Bedeutung der Rechtsnormen erläutern und in eindeutige Verhaltensanweisungen umsetzen. Dabei soll nicht die Anwendung des Kartellrechts angestrebt werden, sondern die Sensibilisierung für kartellrechtsrelevante Fälle, um sie zu identifizieren und im Zweifel unverzüglich die Rechtsabteilung einzubinden. Besondere Verhaltensweisen für gefahrgeneigte Situationen sollen vermittelt werden. Dementsprechend weit verbreitet sind solche Regelungsblöcke wie Umgang mit Wettbewerbern (Informationsaustausch, Verbandssitzungen, Kommunikation), Verfassung und Aufbewahrung von Dokumenten, Verhalten bei behördlichen Ermittlungen („Dawn Raids“).
Schulungen sollen durch kartellrechtliche Richtlinien begleitet werden, die alle Schulungsinhalte reflektieren und als Nachschlagwerk dienen. Dafür sollen die Dokumente für die Adressaten verständlich und zugänglich sein. Zur Visualisierung der Inhalte und Steigerung der Aufmerksamkeit eignen sich weitere Kommunikationsinstrumente wie Flyer, Pocket Guide, Wallet Card, Bildschirmschoner, Poster, Aushänge, Give-aways etc. mit den kartellrechtlichen Botschaften.
1. Exposé: Einleitung in die Problematik der Wettbewerbsregulierung und Begründung der Relevanz von kartellrechtlichen Präventionsmaßnahmen in modernen Unternehmen.
2. Kartellrechtliche Compliance im Unternehmen: Detaillierte Darstellung des rechtlichen Rahmens und der notwendigen präventiven Maßnahmen wie Richtlinien, Schulungen und Kontrollmechanismen zur Einhaltung von Kartellrecht.
3. Risikomanagement: Analyse der rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen an ein Risikomanagementsystem sowie Vergleich verschiedener Best-Practice-Ansätze zur Steuerung von Unternehmensrisiken.
4. Balanced Scorecard („BSC“): Erläuterung des Konzepts der Balanced Scorecard, ihrer Funktionsweise als Steuerungsinstrument und der Möglichkeiten zur Integration von Risikoaspekten.
5. Balanced Scorecard als Instrument der Darstellung und Steuerung der kartellrechtlichen Risiken: Entwicklung eines konkreten Modells einer kartellrechtlichen Balanced Scorecard sowie Strategien zur operativen und strategischen Risikosteuerung.
6. Zusammenfassung, kritische Anmerkungen und Ausblick: Fazit der Arbeit mit kritischer Würdigung der Methodik sowie Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der vorgestellten Steuerungsinstrumente für KMUs und international tätige Unternehmen.
Kartellrecht, Compliance, Prävention, Risikomanagement, Balanced Scorecard, Unternehmenssteuerung, Wettbewerbsbeschränkung, Bußgeld, Strategieumsetzung, Compliance-Management-System, Rechtskonformität, Risikobewertung, Effizienz, Unternehmensimage, Schadensminimierung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verknüpfung von kartellrechtlicher Compliance und betriebswirtschaftlichem Risikomanagement durch das Instrument der Balanced Scorecard.
Die zentralen Themen umfassen die Einhaltung kartellrechtlicher Vorschriften, die Identifikation und Steuerung unternehmerischer Risiken sowie die Implementierung strategischer Managementinstrumente zur Prävention.
Das Ziel ist die Entwicklung eines praxisorientierten Modells, das Unternehmen ermöglicht, ihre kartellrechtlichen Präventionsmaßnahmen mittels einer Balanced Scorecard systematisch zu steuern und zu optimieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Compliance und Risikomanagement sowie der methodischen Adaption des Balanced-Scorecard-Konzepts auf die speziellen Anforderungen der kartellrechtlichen Prävention.
Der Hauptteil behandelt die rechtlichen Grundlagen von Kartellverstößen, die Systematik des Risikomanagements, die verschiedenen Ausprägungen der Balanced Scorecard und schließlich die konkrete Entwicklung einer kartellrechtlichen Strategy Map und Kennzahlensystematik.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kartellrecht, Compliance, Risikomanagement, Balanced Scorecard und Strategieumsetzung charakterisiert.
Sie ermöglicht eine transparente Überwachung kritischer Präventionsprozesse und bietet durch das Scoring-Modell eine quantitative Basis zur Steuerung der Maßnahmen, was im deutschen Recht bei der Bußgeldbemessung vorteilhaft sein kann.
Ein pauschaler Ansatz berücksichtigt nicht die spezifische Risikosituation, Größe und Branche eines Unternehmens und ist daher häufig weder rechtlich ausreichend noch betriebswirtschaftlich effizient.
Die Risikoanalyse bildet die fundamentale Basis, da sie die notwendige Anpassung des Präventionsaufwands auf das spezifische Gefährdungspotenzial des Unternehmens ermöglicht.
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