Bachelorarbeit, 2014
90 Seiten, Note: 1,15
EINLEITUNG
TEIL A: ALLGEMEINE INFORMATIONEN
1 STÖRUNGEN DURCH PSYCHOTROPE SUBSTANZEN
1.1 Abhängigkeitssyndrom
1.2 Schädlicher Gebrauch
1.3 Substanzgebrauchsstörung
2 OPIATE UND OPIOIDE
2.1 Begrifflichkeit und Einordnung
2.2 (Neben-) Wirkungen
2.3 Entzugssymptomatik
2.4 Heroin (Diacetylmorphin)
2.5 Opioidkonsum in Deutschland
2.6 Soziale Lage von Opiatabhängigen in Deutschland
2.7 Komorbiditäten
2.7.1 Physische und psychische Komorbiditäten
2.7.2 Drogenbezogene Todesfälle
2.7.3 Substanzbezogene Komorbiditäten
3 DIE DROGEN- UND SUCHTHILFE
3.1 Strategie der Drogen- und Suchtpolitik in Deutschland
3.2 Das deutsche Versorgungssystem
3.3 Der Ansatz der Akzeptanzorientierung und Schadensminimierung
4 DIE SUBSTITUTIONSBEHANDLUNG
4.1 Therapiekonzept
4.2 Ziele einer Substitutionsbehandlung
4.3 Substitutionsmittel
4.4 Inanspruchnahme in Deutschland
4.5 Rechtliche Grundlage und Rahmenbedingungen
4.6 Psychosoziale Betreuung (PSB)
5 DIE DIAMORPHINBEHANDLUNG
5.1 Aufkommen der Debatte um die Diamorphinbehandlung
5.2 Das bundesdeutsche Modellprojekt
5.2.1 Studiendesign
5.2.2 Untersuchungsteilnehmer und Zulassungsvoraussetzungen
5.2.3 Untersuchungsziele
5.2.4 Zentrale Ergebnisse nach vier Behandlungsjahren
5.3 Legalisierung von Diamorphin als Arzneimittel
5.4 Zulassungsvoraussetzungen an den Patienten
5.5 Anforderungen an Arzt und Praxisräume
5.6 Angebot und Inanspruchnahme in Deutschland
5.7 Psychosoziale Betreuung (PSB)
5.8 Finanzierung
6 DROGENKONSUM UND DELINQUENZ
6.1 Zusammenhang von Drogenkonsum und Delinquenz
6.2 Deliktspektrum Drogenabhängiger
6.3 Kriminalstatistik
TEIL B: AUSWIRKUNGEN DER DIAMORPHINBEHANDLUNG AUF DAS KRIMINALITÄTSVERHALTEN OPIATABHÄNGIGER
1 BEGLEITSTUDIE DES BUNDESMODELLPROJEKTES
1.1 Studiendesign, Methoden und Erhebungsinstrumente
1.1.1 Quantitative Teilstudie: Hellfeldanalyse
1.1.2 Quantitative Teilstudie: Dunkelfeldanalyse
1.1.3 Qualitative Teilstudie: Gießener Untersuchung
1.2 Potentielle Mediatoren und Moderatoren
1.3 Patientencharakteristika vor Behandlungsbeginn
1.4 Ergebnisse der Hellfeldstudie
1.4.1 Vergleich der Delinquenzentwicklung von Heroin- und Methadongruppe im ersten Behandlungsjahr
1.4.2 Langfristige Delinquenzentwicklung der Heroinpatienten über zwei Jahre
1.5 Ergebnisse der Dunkelfeldstudie
1.5.1 Vergleich der Delinquenzentwicklung von Heroin- und Methadongruppe im ersten Behandlungsjahr
1.5.2 Langfristige Delinquenzentwicklung der Heroinpatienten über zwei Jahre
1.6 Vergleich der Entwicklungstrends in Dunkel- und Hellfeld
1.7 Erklärungen zur Delinquenzentwicklung aus der Dunkelfeldstudie
1.8 Ergebnisse der qualitativen Teilstudie
2 FOLLOW-UP PHASE DES BUNDESMODELLPROJEKTES: ENTWICKLUNG DER DELINQUENZ ÜBER VIER JAHRE
3 QUALITÄTSSICHERUNGSPROJEKT
3.1 Studiendesign
3.2 Entwicklung des Legalverhaltens im Verlauf langfristiger Diamorphinbehandlung über acht Jahre
3.3 Zwei-Jahres-Verlauf der neu aufgenommenen Patienten
4 SOZIALE (RE-) INTEGRATION
SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der ärztlich verordneten Diamorphinbehandlung auf das Kriminalitätsverhalten von schwer Opiatabhängigen in Deutschland. Ziel ist es, auf Basis der Daten des Bundesmodellprojekts und anschließender Qualitätssicherungsprojekte zu bewerten, inwieweit diese Therapiemöglichkeit zur Reduktion von Delinquenz und zur Förderung der sozialen Reintegration beitragen kann.
Die Diamorphinbehandlung
Obwohl es in Deutschland vielfältige therapeutische Maßnahmen gibt, gelingt es in vielen Fällen nicht die Menschen aus ihrem Teufelskreis aus Abhängigkeit, Kriminalisierung, körperlicher Zerstörung und sozialer Ausgrenzung herauszuholen. Wenn herkömmliche Behandlungsformen nicht mehr ausreichen, werden zunehmend ungewöhnlichere, teilweise umstrittene, Hilfsmöglichkeiten versucht. Darunter fällt auch die Behandlungsmethode, bei der Opiatabhängige statt eines Ersatzstoffes (wie Methadon), direkt den Originalstoff Diamorphin verabreicht bekommen. Diese Diamorphinbehandlung (auch heroingestützte Behandlung oder Originalstoffvergabe genannt) stellt für viele langjährige Opiatabhängige oft den letzte Ausweg dar (vgl. Göppinger 2008, 472).
STÖRUNGEN DURCH PSYCHOTROPE SUBSTANZEN: Erläuterung der diagnostischen Klassifizierungen von Abhängigkeit und schädlichem Gebrauch nach ICD-10 und DSM.
OPIATE UND OPIOIDE: Detaillierte Darstellung der pharmakologischen Grundlagen, Wirkungsweisen, Entzugssymptomatiken sowie der epidemiologischen Situation des Opioidkonsums in Deutschland.
DIE DROGEN- UND SUCHTHILFE: Überblick über die deutsche Drogenpolitik und das Versorgungssystem mit Fokus auf Akzeptanzorientierung und Schadensminimierung.
DIE SUBSTITUTIONSBEHANDLUNG: Beschreibung des allgemeinen Therapiekonzepts, der Ziele, rechtlichen Rahmenbedingungen und der psychosozialen Betreuung in der Substitutionspraxis.
DIE DIAMORPHINBEHANDLUNG: Fokus auf das bundesdeutsche Modellprojekt, dessen Studiendesign, Ziele und Ergebnisse sowie die anschließende Legalisierung als Arzneimittel.
DROGENKONSUM UND DELINQUENZ: Theoretische Auseinandersetzung mit dem komplexen Zusammenhang von Drogenkonsum, Sucht und kriminellem Verhalten sowie deren statistische Erfassung.
BEGLEITSTUDIE DES BUNDESMODELLPROJEKTES: Wissenschaftliche Untersuchung und Validierung der Auswirkungen der Diamorphinvergabe auf das Delinquenzverhalten mittels Hellfeld- und Dunkelfeldanalysen.
FOLLOW-UP PHASE DES BUNDESMODELLPROJEKTES: ENTWICKLUNG DER DELINQUENZ ÜBER VIER JAHRE: Darstellung der langfristigen delinquenzmindernden Effekte der Therapie über einen vierjährigen Zeitraum.
QUALITÄTSSICHERUNGSPROJEKT: Untersuchung der Behandlungsergebnisse unter realen Versorgungsbedingungen sowie der Entwicklung des Legalverhaltens über acht Jahre.
SOZIALE (RE-) INTEGRATION: Bewertung des Einflusses der Diamorphinbehandlung auf die soziale Teilhabe, Wohnsituation und berufliche Reintegration der Patienten.
Diamorphinbehandlung, Opiatabhängigkeit, Substitutionsbehandlung, Schadensminimierung, Kriminalitätsverhalten, Beschaffungskriminalität, Bundesmodellprojekt, Delinquenz, soziale Reintegration, Hellfeldstudie, Dunkelfeldstudie, Suchthilfe, Legalverhalten, Psychosoziale Betreuung, Suchtpolitik
Die Arbeit analysiert die Effektivität der heroingestützten Behandlung (Diamorphinbehandlung) in Deutschland und deren Einfluss auf das Kriminalitätsverhalten schwer drogenabhängiger Menschen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen der Suchtmedizin, der Drogenpolitik in Deutschland, den Modellen der Substitutionsbehandlung und der kriminologischen Begleitforschung, insbesondere des bundesdeutschen Modellprojekts.
Das Ziel besteht darin, zu klären, inwieweit die Diamorphinvergabe die Delinquenz von Opiatabhängigen senkt und welche Beiträge sie zur sozialen Wiedereingliederung leisten kann.
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse sowie auf die Datenlage der kriminologischen Begleitstudien und Qualitätssicherungsprojekte des Bundesmodellprojekts, inklusive Hellfeld- und Dunkelfeldanalysen.
Neben den theoretischen Grundlagen zu Opioiden und dem Suchthilfesystem untersucht die Arbeit detailliert die Studienergebnisse zur Delinquenzentwicklung über einen Zeitraum von bis zu acht Jahren.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Diamorphinbehandlung, Schadensminimierung (Harm Reduction), Beschaffungskriminalität und die (Re-) Integration von Opiatabhängigen.
Die Hellfeldanalyse nutzt polizeiliche Tatverdächtigendaten, während die Dunkelfeldanalyse auf selbstberichteten Daten aus standardisierten Befragungen basiert, um ein umfassenderes Bild der Kriminalität zu zeichnen.
Ja, laut der zitierten Forschungsergebnisse im Modellprojekt zeigt die heroingestützte Behandlung eine stärkere und schnellere Reduktion der Delinquenz als die Methadonsubstitution.
Ja, die Arbeit betont, dass die Reduktion von Kriminalität eine notwendige Basis darstellt, um die Patienten in die Gesellschaft zu (re-) integrieren, wobei dies ein allmählicher Prozess ist.
Die Ergebnisse legen nahe, dass Kriminalität nach einer langjährigen heroingestützten Behandlung für die meisten Patienten faktisch "kein Thema" mehr darstellt, da sich die Delinquenzbelastung auf einem sehr niedrigen Niveau stabilisiert.
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