Masterarbeit, 2014
59 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Vollkommener Wettbewerbsmarkt
2.2 Produktlebenszyklus
2.3 Individuelle Entscheidungen
3 Commodities und Commoditisierung
3.1 Begriffsabgrenzung
3.1.1 Definitionsanalyse
3.1.2 Leistungstypologien
3.2 Operationalisierung des Konstrukts Commodity
3.2.1 Empirisch untersuchte Dimensionen und Skalen
3.2.2 Konzeption weiterer Dimensionen und Skalen
3.3 Ursachen der Commoditisierung
3.3.1 Klassifikation der Ursachen
3.3.2 Leistungsbezogene Ursachen
3.3.3 Kundenbezogene Ursachen
3.3.4 Unternehmensbezogene Ursachen
3.3.5 Marktbezogene Ursachen
3.4 Wirkungen der Commoditisierung
4 Implikationen für Forschung und Praxis
5 Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für die Phänomene Commodity und Commoditisierung zu entwickeln, indem diese theoretisch fundiert definiert, voneinander abgegrenzt und anhand bestehender Leistungstypologien systematisiert werden. Die Forschungsarbeit beleuchtet dabei sowohl die Treiber als auch die komplexen Auswirkungen dieses Prozesses auf Unternehmen und Märkte.
3.2.1 Empirisch untersuchte Dimensionen und Skalen
Reimann/Schilke/Thomas (2010) sind die bisher einzigen Autoren, die sich in der Literatur empirisch mit der Erörterung von Operationalisierungsmöglichkeiten des Konstrukts Commodity auseinandergesetzt haben. In ihrem Beitrag „Toward an understanding of industry commoditization“ identifizieren sie mit Hilfe von Feldinterviews mit zehn Marketingverantwortlichen verschiedener Industrien mehrere Dimensionen von Commoditisierung. Die Erfassung des Commoditisierungsgrades einer Industrie – entgegen der Arbeitsdefinition 2 wird Commoditisierung hier nicht auf Leistungen, sondern auf Industrien bezogen – gelingt dabei durch die Entwicklung neuer Skalen und der Anpassung bestehender Skalen. Aus der Synthese der Ergebnisse der Tiefeninterviews mit Erkenntnissen vorhergehender Forschungen werden vier Dimensionen von Commoditisierung abgeleitet: Produkthomogenität, Preissensibilität, Wechselkosten und Industriestabilität (vgl. Reimann/Schilke/Thomas 2010, S. 189f.).
Diese Mehrdimensionalität findet sich ebenfalls in ihrer Definition wieder: „Industry commoditization describes an increase in similarity between the offerings of competitors in an industry, an increase in customers‘ price sensitivity, a decrease in customers‘ cost of switching from one to another supplier in an industry, and an increase in the stability of the competitive structure“ (Reimann/Schilke/Thomas 2010, S. 188). Diese vier Dimensionen sollen im Folgenden genauer abgebildet werden, unter anderem mit Hilfe beispielhafter Items zur Verdeutlichung der Operationalisierung der einzelnen Dimension in Tabelle 6.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz des Commodity-Phänomens im Marketing und definiert das Ziel sowie den Aufbau der vorliegenden Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament, indem grundlegende volkswirtschaftliche Marktmodelle und Konzepte wie der Produktlebenszyklus sowie individuelle Entscheidungstheorien vorgestellt werden.
3 Commodities und Commoditisierung: Dieses Hauptkapitel analysiert den Begriffsstatus, systematisieren verschiedene Leistungstypologien, erörtert Methoden zur Messung und identifiziert sowohl Ursachen als auch weitreichende Auswirkungen des Commoditisierungsprozesses.
4 Implikationen für Forschung und Praxis: Dieser Abschnitt reflektiert die bisherigen Erkenntnisse, zeigt bestehenden Forschungsbedarf auf und gibt Managern konkrete Hinweise zur Vermarktung von Commodities.
5 Schlussbetrachtung: Dieses Fazit fasst die Kernergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit einer frühzeitigen Auseinandersetzung von Unternehmen mit den Risiken und Chancen in Commodity-Märkten.
Commodity, Commoditisierung, Produktlebenszyklus, Differenzierung, Unique Selling Proposition, Preissensibilität, Markttransparenz, Industriestabilität, Wettbewerbsimitation, Kundenloyalität, Operationalisierung, Marketing, Marktdifferenzierung, Produktmerkmale, Entscheidungsverhalten.
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Commoditisierung, einen Prozess, durch den Produkte oder Dienstleistungen für den Kunden zunehmend austauschbar werden und bei dem der Preis zum primären Entscheidungskriterium avanciert.
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinition von Commodities, die Systematisierung durch Leistungstypologien, die Messbarkeit dieses Zustands und die Analyse von Treibern sowie Folgen dieses wirtschaftlichen Trends.
Das Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis über Commodity-Phänomene zu schaffen, indem bisherige Literatur konzeptionell aufgearbeitet und ein systematischer Rahmen für Forschung und Management bereitgestellt wird.
Die Arbeit basiert primär auf einer umfangreichen Analyse und Synthese bestehender wissenschaftlicher Literatur, kombiniert mit einer deduktiven Herleitung von Arbeitsdefinitionen und Operationalisierungsvorschlägen.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Abgrenzung der Begriffe, der Einordnung in Typologien, der Entwicklung von Dimensionen zur Messung sowie der Identifikation von Ursachen und Auswirkungen auf verschiedenen Unternehmensebenen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Commoditisierung, Differenzierung, Unique Selling Proposition, Preissensibilität, Kundenloyalität und Industriestabilität charakterisiert.
Die Unterscheidung hilft zu verstehen, ob eine Leistung von Natur aus schwer differenzierbar ist (Born) oder ob sie trotz Potenzials durch den Marktprozess als austauschbar wahrgenommen wird (New), was für die Wahl der Gegenstrategie entscheidend ist.
Die Arbeit diskutiert, dass Kundenerfahrung nicht linear wirkt; während Kunden mit zunehmendem Wissen zunächst Differenzierungen besser erkennen können, führt eine sehr hohe Vertrautheit oft zu einer stärkeren Fokusierung auf den Preis als Referenzwert.
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