Bachelorarbeit, 2014
52 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Motivation und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen der Mass Customization
2.1 Entstehung des Konzepts
2.2 Begriffsbestimmung und Prinzipien der Mass Customization
2.3 Abgrenzung des Konzepts
2.3.1 Abgrenzung zu anderen Ansätzen individueller Leistungserstellung
2.3.2 Abgrenzung zur Personalisierung
2.3.3 Abgrenzung zur Open Innovation
2.4 Mass Customization als hybride Wettbewerbsstrategie
2.5 Konzeptionen der Mass Customization
2.5.1 Soft Customization
2.5.2 Hard Customization
3 Potenziale der Mass Customization
3.1 Kostensenkungspotenziale
3.1.1 Economies of Modularity
3.1.2 Economies of Decoupling
3.1.3 Economies of Integration
3.1.4 Economies of Relationship
3.2 Nutzenpotenziale
3.2.1 Kundenintegration und Kundenbindung
3.2.2 Social Media
3.2.3 Nachhaltigkeitsvorteile
4 Herausforderungen an die Mass Customization
4.1 Komplexitätsbeherrschung
4.2 Durchlaufzeit
4.3 Kostenmanagement
5 Nutzwertanalyse
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung
6.2 Fazit und kritische Betrachtung des Konzepts
6.3 Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die Potenziale und Herausforderungen des Konzepts der Mass Customization (kundenindividuelle Massenproduktion) umfassend zu beleuchten. Dabei wird untersucht, wie Unternehmen durch die Vereinigung von Massenproduktion und Individualproduktion Wettbewerbsvorteile erzielen können und welche Barrieren dabei im Rahmen einer hybriden Wettbewerbsstrategie überwunden werden müssen.
2.2 Begriffsbestimmung und Prinzipien der Mass Customization
Der Ausdruck „Mass Customization“ stellt ein sogenanntes Oxymoron dar, das die gegensätzlichen Termini „Mass Production“ und „Customization“ vereint (Piller 2006, 154). Als deutsche Übersetzung für Mass Customization ist der Begriff „kundenindividuelle Massenproduktion“ geläufig (Gräßler 2004, 14). Die folgende anerkannte Definition Pillers bildet die Grundlage dieser Arbeit. Sie basiert auf den Untersuchungen Pines und wurde von Piller seit der Erstauflage seines Buches „Mass Customization: Ein wettbewerbsstrategisches Konzept im Informationszeitalter“ kontinuierlich modifiziert:
„Mass Customization (dt. kundenindividuelle Massenproduktion) bezeichnet die Produktion von Gütern und Leistungen für einen (relativ) großen Absatzmarkt, welche die unterschiedlichen Bedürfnisse jedes einzelnen Nachfragers dieser Produkte treffen“ (Piller 2006, 160). Dabei nimmt der Kunde im sogenannten Co-Design-Prozess entscheidend Einfluss auf die Gestaltung des Produktes, dessen Preis in etwa vergleichbaren massenhaften Standardprodukten entspricht. Dies ist wiederum nur umsetzbar, wenn „die Leistungserstellung entlang der gesamten Wertschöpfungskette trotz Individualisierung zu einer Effizienz möglich ist, die der von Produktion und Vertrieb (massenhafter) Standardprodukte nahe kommt“ (Piller 2006, 160-161).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema Mass Customization ein, stellt die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung dar und erläutert den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen der Mass Customization: Hier werden der theoretische Rahmen des Konzepts, seine Entstehungsgeschichte, Definitionen, die Abgrenzung zu anderen Produktionsansätzen sowie die Einordnung als hybride Wettbewerbsstrategie behandelt.
3 Potenziale der Mass Customization: Dieses Kapitel analysiert die Erfolgstreiber der Strategie, unterteilt in Kostensenkungspotenziale (wie economies of modularity) und Nutzenpotenziale (wie Kundenbindung).
4 Herausforderungen an die Mass Customization: Hier werden die kritischen Erfolgsfaktoren und Barrieren beleuchtet, insbesondere die Beherrschung von Komplexität, die Optimierung der Durchlaufzeiten und das Kostenmanagement.
5 Nutzwertanalyse: In diesem Kapitel wird eine praktische Nutzwertanalyse der Mass-Customization-Konzepte von Adidas, Nike und Reebok durchgeführt, um Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
6 Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet das Konzept kritisch und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen technologischen Entwicklungen.
Mass Customization, kundenindividuelle Massenproduktion, Wettbewerbsstrategie, Co-Design, Modularisierung, Komplexitätsmanagement, economies of scale, economies of scope, Nutzenpotenzial, Nutzwertanalyse, Standardisierung, Individualisierung, Wertschöpfungskette, Produktkonfigurator, hybride Strategie
Die Arbeit analysiert das Konzept der Mass Customization, welches darauf abzielt, kundenindividuelle Produkte zu Preisen anzubieten, die denen von massenhaften Standardprodukten nahekommen.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Konzepts, die Identifizierung von Kostensenkungs- und Nutzenpotenzialen sowie die Analyse der Herausforderungen, die bei der Implementierung einer solchen Strategie entstehen.
Die Arbeit untersucht, welche Erfolgspotenziale die Vereinigung von Massen- und Individualproduktion bietet und vor welchen Herausforderungen Unternehmen bei der Umsetzung eines Mass-Customization-Konzepts stehen.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung führt der Autor eine Nutzwertanalyse durch, um die Angebote dreier Sportartikelhersteller (Adidas, Nike, Reebok) systematisch zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Konzepte, die detaillierte Darstellung ökonomischer Potenziale, die Analyse operativer Herausforderungen sowie die praktische Anwendung mittels einer vergleichenden Nutzwertanalyse.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Mass Customization, kundenindividuelle Massenproduktion, Co-Design, Modularisierung, economies of scale, hybride Wettbewerbsstrategie und Nutzwertanalyse.
Im Gegensatz zur Einzelfertigung, die hohe Kosten und individuelle Kalkulationen erfordert, nutzt die Mass Customization modulare Architekturen und automatisierte Prozesse, um Individualität bei gleichzeitig hoher Effizienz anzubieten.
Die Komplexitätsbeherrschung ist eine zentrale Herausforderung, da eine hohe Variantenvielfalt die Produktionsabläufe und Logistikprozesse erschwert und zu höheren Koordinationskosten führen kann.
Die Analyse zeigt, dass Nike das Mass-Customization-Konzept bei der Gestaltung von Laufschuhen derzeit am besten umsetzt, wobei alle untersuchten Unternehmen noch Verbesserungspotenziale bei Preis, Lieferzeit und Werbemaßnahmen aufweisen.
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