Diplomarbeit, 1983
80 Seiten, Note: 1,0
1. Eine Problemskizze
2. Der Praxiskontext mittelständischer Unternehmen
2.1. Begriffsentfaltung
2.2. Die spezifische Führungs- und Organisationsstruktur
2.3. Wettbewerbssituation und Wettbewerbsverhalten
3. Dimensionen strategischer Planung in mittelständischen Unternehmen
3.1. Die Mehrdimensionalität strategischer Planung
3.1.1. Strategische Planung als integrierende Gesamtkonzeption
3.1.2. Strategisches Management als 'Management of Evolution'
3.2. Gestaltungsmöglichkeiten in mittelständischen Unternehmen
3.2.1. Strategische Analyse und Früherkennung
3.2.2. Portfolio-Analyse und Szenariotechnik
4. Versuch einer Synthese
4.1. Der Dialog zwischen Planungstheorie und Planungspraxis
4.2. Aktionsforschung als Promotor eines strategisch orientierten Lernprozesses
4.3. Strategische Planungstheorie als Praxistheorie Mittelständischer Unternehmen
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen theoretisch fundierter strategischer Planung und der gelebten Praxis in mittelständischen Unternehmen. Ziel ist es, eine Brücke zu schlagen, indem strategische Planung nicht als normatives Modell von außen übergestülpt wird, sondern als "Praxistheorie" rekonstruiert wird, die den Unternehmer bei der bewussten Gestaltung seiner spezifischen Situation unterstützt.
3.1.1. Strategische Planung als integrierende Gesamtkonzeption
Wie bereits in der Problemskizze ausgeführt, definiert sich strategische Planung nicht über ein spezifisches Instrumentarium, sondern über die besondere Art und Weise des Denkens im Planungsprozess.
Das strategische Denken als ein Denken über etablierte Normen und Grundmuster hinaus gibt der strategischen Planung erst ihre besondere strategische Dimension.
Strategische Planung ist dabei zwangsläufig und notwendigerweise in hohem Maße zukunftsbezogen. Die systematische Suche nach Zukunftsentwürfen im strategischen Planungsprozess hat jedoch nichts mit Prophetie zu tun. Planung, insbesondere strategische Planung, wird nicht inspiriert durch die Frage: 'Was wird die Zukunft bringen?' sondern durch die Frage: 'Was soll die Zukunft bringen?'
Strategische Planung ist also zuallererst einmal Zielplanung, denn die Zielfindung ist notwendiger Anfangs-/und Ansatzpunkt jeglicher weiteren Planung.
"Die strategische Planung ist der Prozeß, durch den die langfristigen Unternehmensziele fixiert und die zu deren Erreichung notwendigen Ressourcen, Mittel und Verfahren bestimmt werden." 54)
Strategische Planung dient aber nicht nur der Zielfindung, sondern sie soll aktiv zu deren Erreichung beitragen, indem sie dem Unternehmen hilft, seine Zukunft frühzeitig zu beherrschen. Planung kann und darf dabei jedoch nicht mit Prognose gleichgesetzt werden, denn "Sinn der Planung ist es nicht, Unvorhersehbares vorhersehbar zu machen, sondern das Unvorhersehbare so gut wie möglich zu ergründen, sichtbar zu machen und es in beherrschbare Kategorien zu überführen."55
1. Eine Problemskizze: Diese Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen der akademischen Planungstheorie und der skeptischen Haltung in der mittelständischen Praxis, die sich oft durch "Hemdsärmeligkeit" auszeichnet.
2. Der Praxiskontext mittelständischer Unternehmen: Das Kapitel beleuchtet die spezifische Eigentümermentalität, die Führungsstruktur und die Wettbewerbsbedingungen, die ein mittelständisches Unternehmen prägen.
3. Dimensionen strategischer Planung in mittelständischen Unternehmen: Hier werden die Mehrdimensionalität strategischer Planung sowie konkrete Gestaltungsinstrumente wie Analyse- und Früherkennungssysteme diskutiert.
4. Versuch einer Synthese: Dieses abschließende Kapitel zielt darauf ab, Theorie und Praxis durch einen Dialog und den Ansatz der Aktionsforschung zu vereinen, um eine echte "Praxistheorie" zu etablieren.
Strategische Planung, Mittelständische Unternehmen, Praxistheorie, Unternehmertum, Organisationsentwicklung, Aktionsforschung, Management of Evolution, Strategische Analyse, Früherkennung, Portfolio-Analyse, Unternehmensidentität, Wettbewerbsvorteile, Lernprozess, Entscheidungstheorie, KMU.
Die Arbeit behandelt die Möglichkeiten und Grenzen strategischer Planung speziell im Kontext mittelständischer Unternehmen, um die Trennung zwischen theoretischen Modellen und der betrieblichen Realität zu überwinden.
Die zentralen Themen sind der spezifische Praxiskontext von Mittelständlern, die psychologische Rolle des Eigentümerunternehmers, strategische Analyseinstrumente sowie die Verknüpfung von Lernen und Planen.
Das primäre Ziel ist es, eine strategische Planungstheorie als "Praxistheorie" zu rekonstruieren, die den mittelständischen Unternehmer in seinem spezifischen situativen Kontext bei bewussten Entscheidungen unterstützt.
Die Arbeit basiert auf einer dialektischen Analyse, die Ansätze aus der Planungstheorie und der Aktionsforschung integriert, um einen konstruktiven Dialog zwischen Theorie und Praxis zu fördern.
Der Hauptteil analysiert die Dimensionen strategischer Planung, Methoden zur Früherkennung, Portfolio-Analysen sowie die Bedeutung von Lernprozessen für die strategische Entwicklung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem: Strategische Planung, Praxistheorie, Mittelstand, Unternehmensidentität, Lernprozess und Aktionsforschung.
Der Autor zeigt auf, dass diese oft als negativ empfundene Eigenschaft eine gelebte, intuitive Reaktion auf die Einzigartigkeit und die begrenzte Ressourcenbasis mittelständischer Unternehmen ist.
Aktionsforschung dient als methodischer Promotor, um Lernprozesse im Unternehmen zu initiieren, bei denen der Unternehmer seine eigenen Handlungsroutinen reflektiert, anstatt nur externe Modelle zu adaptieren.
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