Bachelorarbeit, 2012
47 Seiten, Note: 1,3
1 Herleitung der Navier-Stokes-Gleichungen
1.1 Konfigurationen, Euler’sche und Lagrange’sche Darstellung von Bewegungen
1.2 Substantielle Ableitung
1.3 Das Reynolds’sche Transporttheorem
1.4 Die Kontinuitätsgleichung
1.5 Die Euler-Gleichungen
1.6 Die Navier-Stokes-Gleichungen
2 Allgemeines Stokes-Problem
2.1 Hilbertraüme
2.2 Allgemeine konstitutive Gleichung, Formulierung des allgemeinen Stokes-Problems
2.3 Helmholtz-Projektion und Helmholtz-Zerlegung
2.4 Formulierung des äquivalenten Problems, allgemeiner Stokes-Operator
3 Benötigte Funktionenräume
3.1 Hilberträume
3.2 Bochnerräume
3.3 Spuroperator und Spursatz
4 Lösung des äquivalenten Problems
4.1 Eindeutigkeit der schwachen Lösung des äquivalenten Problems
4.2 Approximative Lösungen
4.3 Existenz der Lösung des äquivalenten Problems
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Existenz und Eindeutigkeit schwacher Lösungen für ein allgemeines Stokes-Problem, bei dem die Reibung eines inkompressiblen und homogenen Fluids als nichtlineare Funktion der Geschwindigkeit modelliert wird. Das primäre Ziel ist der Beweis der Existenz einer eindeutigen schwachen Lösung für dieses mathematische Modell unter vernachlässigten äußeren Kräften.
2.3 Helmholtz-Projektion und Helmholtz-Zerlegung
Betrachte für gegebenes b ∈ L2(Q, R3) und unbekanntes u(t, x) ∈ R das Neumann-Randwertproblem
Δxu(t, x) = divx b(t, x), (t, x) ∈ Q, (2.3)
n · ∇xu|∂ Q = n · b|∂ Q. (2.4)
Um den Begriff der schwachen Lösung für (2.3) - (2.4) zu definieren, multiplizieren wir (2.3) mit einer Testfunktion ϕ ∈ H1(Q, R), integrieren über Q und verwenden die erste Green’sche Formel. Wir beachten, dass die Oberflächenintegrale verschwinden, da ϕ am Rand verschwindet.
Definition 2.3.1. Sei b ∈ L2(Q, R3). Dann ist u ∈ H1(Q, R) eine schwache Lösung des Randwertproblems (2.3) - (2.4), wenn für beliebiges ϕ ∈ H1(Q, R) gilt:
(∇xu,∇xϕ)Q = (b,∇xϕ)Q in Q, (2.5)
n · ∇xu|∂ Q = n · b|∂ Q. (2.6)
Es ist bekannt, dass das Randwertproblem (2.3) - (2.4) für beliebiges b ∈ L2(Q, R3) eine eindeutige schwache Lösung uN ∈ H1(Q, R) besitzt. Betrachte nun den Unterraum G ⊆ L2(Q, R3), der gegeben ist durch
G := {∇xu ∈ L2(Q, R3)| u ∈ H1(Q, R)},
und setze
Hsol := {u ∈ L2(Q, R3)| divx u = 0, n · u|∂ Q = 0}.
Man kann zeigen, dass (G, ·Ω) ein Banachraum ist.
Satz 2.3.2 (Helmholtz-Projektion). Definiere den linearen Operator
P : L2(Q, R3) −→ L2(Q, R3),
Pb := ∇xuN ,
wobei uN ∈ H1(Q, R) die eindeutig bestimmte schwache Lösung von (2.3) - (2.4) ist. P ist eine beschränkte und bezüglich (·,·)Q orthogonale Projektion mit R(P) = G und N(P) = Hsol.
Herleitung der Navier-Stokes-Gleichungen: Dieses Kapitel liefert die physikalischen Grundlagen, indem die Navier-Stokes-Gleichungen ausgehend von den Euler-Gleichungen unter Berücksichtigung von Reibung hergeleitet werden.
Allgemeines Stokes-Problem: Hier wird das mathematische Stokes-Problem formuliert, der Druck mithilfe der Helmholtz-Projektion eliminiert und ein äquivalentes Anfangs-Randwert-Problem definiert.
Benötigte Funktionenräume: Dieses Kapitel stellt die notwendigen analytischen Hilfsmittel bereit, insbesondere Hilberträume und Bochnerräume, um einen geeigneten Lösungsraum für die untersuchten Differentialgleichungen zu bilden.
Lösung des äquivalenten Problems: Der Hauptteil der Arbeit beweist die Eindeutigkeit der schwachen Lösung und demonstriert die Existenz durch den Einsatz der Galerkin-Methode und approximativer Lösungen.
Fazit und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und Möglichkeiten zur Erweiterung des Modells, etwa durch Einbeziehung äußerer Kräfte, skizziert.
Stokes-Gleichungen, Navier-Stokes-Gleichungen, Nicht-Newton’sche Fluide, schwache Lösung, Helmholtz-Projektion, Sobolev-Räume, Bochnerräume, Galerkin-Methode, partielle Differentialgleichungen, monotone Operatoren, inkompressible Fluide, Strömungsmechanik, Anfangs-Randwert-Problem, Hilberträume, Funktionsanalyse.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der mathematischen Existenztheorie für ein modifiziertes Stokes-Problem in der Strömungsmechanik, bei dem die Reibung als nichtlineare Funktion der Geschwindigkeit angenommen wird.
Die zentralen Felder sind die Strömungsmechanik, die Theorie der partiellen Differentialgleichungen, die Funktionalanalysis sowie die Verwendung von Sobolev- und Bochnerräumen zur Lösungsfindung.
Das primäre Ziel ist der Nachweis, dass für ein gegebenes Anfangs-Randwert-Problem mit einem monotonen, nichtlinearen Operator eine eindeutige schwache Lösung existiert.
Es werden Methoden der Funktionalanalysis verwendet, insbesondere die Helmholtz-Projektion zur Druckelimination, die Einführung geeigneter Funktionenräume und die Galerkin-Methode zur Konstruktion von Approximationen.
Der Hauptteil befasst sich mit der mathematischen Formalisierung, der Definition schwacher Lösungen und dem Beweis der Eindeutigkeit sowie der Existenz der Lösung des äquivalenten Problems.
Wichtige Begriffe sind Stokes-Gleichungen, nicht-Newton’sche Fluide, schwache Lösung, Helmholtz-Projektion, Bochnerräume und Galerkin-Methode.
Sie dient dazu, Gradientenfelder (wie den Druckgradienten) aus den Gleichungen zu eliminieren, wodurch ein äquivalentes Problem entsteht, das nur noch vom Geschwindigkeitsfeld abhängt.
Die Monotonie des nichtlinearen Tensorfeldes ist entscheidend, um die Eindeutigkeit der Lösung sowie die Konvergenz der approximativen Lösungen zu gewährleisten.
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