Bachelorarbeit, 2014
51 Seiten, Note: 2
Einleitung
1. Die Herstellung von Männlichkeit – Problematisierung des Begriffs
1.1 Die Theorie der hegemonialen Männlichkeit
1.2 Geschlecht als Inszenierung und Konstruktion
1.3 Performativität: Es ist ein Junge!
2. Konzepte von Männlichkeit: Wechselwirkung medialer Männlichkeitskonstrukte und sozialer Männlichkeitsbilder
2.1 Bilder von Männlichkeit in den Medien
2.2 Wechselwirkungen medial dargestellter und sozial konstruierter Männlichkeitsbilder
3. Die Sitcom
3.1 Die Geschichte der Sitcom
3.2 Struktur
3.3 Parasoziale Interaktion
3.4 Gendertypisches in Sitcoms – die Verhandlung der Geschlechter
4. I love Lucy (1951 – 1957)
4.1 Format und Inhalt
4.2 Die Funktion der männlichen Charaktere
4.3 Zusammenfassende Analyse
5. How I met your mother (2005 – 2014)
5.1 Format und Inhalt
5.2 Die Funktion der männlichen Charaktere
5.3 Zusammenfassende Analyse
6. Vergleich und Fazit
Diese Arbeit untersucht und vergleicht die Inszenierung männlicher Hauptcharaktere in den US-Sitcoms „I Love Lucy“ und „How I Met Your Mother“, um den Einfluss dieser medialen Konstruktionen auf soziale Geschlechterrollen zu analysieren und theoretische Ansätze wie Männlichkeitsforschung und Performativität auf das Sitcom-Genre anzuwenden.
3.3 Parasoziale Interaktion
In Fernsehsendungen, ganz speziell auch in Sitcoms, sind Personen der zentrale Bestandteil von Handlung und Darstellung, so dass davon auszugehen ist, dass ebendiese es sind, welche über Sympathie/Antipathie, Identifikationspotenzial u. ä. die Reaktionen des Publikums auf eine Sendung bestimmen. McQuail zeigte in einer Studie, dass Zuschauer häufig durch das Fernsehen Kontakt suchen oder sich mit Darstellern vergleichen, um soziale Orientierung zu schaffen; dies bezeichnet er als „Companionship-“ bzw. „social utility“-Motiv. Zudem konnte festgestellt werden, dass Motive für Medienkonsum wichtigen Kommunikationsmotiven entsprechen (z. B. Unterhaltung, sozialer Kontakt, Entspannung).
Im Rahmen solcher Erkenntnisse und Gedanken entwickelten Horton und Wohl das Konzept der „parasozialen Interaktion“, welches den Begriff der sozialen Interaktion auf den Bereich der Medien übertrug. Parasoziale Interaktion meint eine Situation, in den Rezipienten in Reaktion auf dargestellte Personen und z.T. direkte Ansprachen des Publikums reagieren, indem sie ihrerseits in (vorgestellte) Interaktion zu diesen Charakteren treten. Dies reicht von Gefühlen, die Personen sehr gut zu kennen, über innere Dialoge, bis hin zu längerfristigen emotionalen Bindungen (parasoziale Beziehung), welche im Extremfall zum Realitätsverlust führen können, in dem eine Unterscheidung realer und medialer Kommunikation nicht mehr gelingt.
Einleitung: Einführung in die Thematik der Sitcoms als Verhandlungsort für Geschlechterrollen und Vorstellung der untersuchten Serien.
1. Die Herstellung von Männlichkeit – Problematisierung des Begriffs: Darstellung theoretischer Grundlagen zu Gender Studies, Männlichkeitsforschung und Konstruktivismus.
2. Konzepte von Männlichkeit: Wechselwirkung medialer Männlichkeitskonstrukte und sozialer Männlichkeitsbilder: Untersuchung des Einflusses von Medien auf die Wahrnehmung und Konstruktion von Männlichkeit.
3. Die Sitcom: Analyse des Sitcom-Genres, seiner Strukturen und seiner Rolle bei der Verbreitung von Stereotypen.
4. I love Lucy (1951 – 1957): Anwendung der theoretischen Konzepte auf die Charaktere und Strukturen der Sitcom „I Love Lucy“.
5. How I met your mother (2005 – 2014): Anwendung der theoretischen Konzepte auf die Charaktere und Strukturen der Sitcom „How I Met Your Mother“.
6. Vergleich und Fazit: Synthese der Erkenntnisse aus beiden Fallstudien und Zusammenfassung der Entwicklung von Geschlechterbildern im Sitcom-Format.
Männlichkeit, Gender Studies, Sitcom, Konstruktivismus, Performativität, I Love Lucy, How I Met Your Mother, Geschlechterrolle, Stereotyp, Mediale Konstruktion, Hegemoniale Männlichkeit, Doing Gender, Parasoziale Interaktion, Medienwirkung, Identität.
Die Arbeit untersucht, wie Männlichkeit in US-Sitcoms über einen Zeitraum von über 60 Jahren dargestellt und konstruiert wird.
Die zentralen Felder sind Männlichkeitsforschung, soziale Konstruktion von Geschlecht, das Sitcom-Genre als mediales Format und die Analyse spezifischer Seriencharaktere.
Das Ziel ist der Vergleich der männlichen Hauptcharaktere aus „I Love Lucy“ und „How I Met Your Mother“ hinsichtlich ihrer Rollenverteilung und der zugrundeliegenden Konzepte von Männlichkeit.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Ansätze wie Connell, Butler und das Konzept des „Doing Gender“ sowie einer analytischen Fallstudie der beiden Sitcoms.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Konzepte, die Analyse der Sitcom als Format sowie die detaillierte Untersuchung der männlichen Protagonisten beider Serien.
Wichtige Begriffe sind Männlichkeit, Gender Studies, Sitcom, Performativität, Stereotyp und Konstruktivismus.
Sie gilt als Meilenstein und „Mutter aller Sitcoms“ und bietet ein klassisches Beispiel für die Rollenbilder der 1950er Jahre.
Während Ricky Ricardo den Typus des „old man“ und Familienernährers verkörpert, repräsentiert Barney Stinson komplexere, teils modernere, aber dennoch stark auf Sexismus basierende „new lad“-Strukturen.
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