Bachelorarbeit, 2014
96 Seiten, Note: 1,5
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen zum Fondsmanagement
2.1 Effizienzmarkthypothese
2.2 Behavioral Finance
2.3 Portfoliotheorie
2.4 CAPM
3. Vergleich der unterschiedlichen Fondsmanagementstile
3.1 Grundlagen und Bedeutung von Investmentfonds
3.2 Aktives Fondsmanagement
3.2.1 Annahmen und Zielsetzung
3.2.2 Umsetzung der Zielsetzung
3.2.2.1 Fundamentalanalyse
3.2.2.2 Technische Analyse
3.2.3 Vorteile
3.2.4 Nachteile
3.3 Passives Fondsmanagement und ETFs
3.3.1 Annahmen und Zielsetzung
3.3.2 Umsetzung der Zielsetzung
3.3.2.1 Volle Replikation
3.3.2.2 Sampling-Methode
3.3.2.3 Synthetische Replikation
3.3.3 Vorteile
3.3.4 Nachteile
4. Kritische Würdigung
4.1 Benchmark
4.2 Studien und Wertung der Fondsmanagementstile
4.3 Anforderungen für Outperformance
4.3.1 Active Share
4.3.2 Tracking Error
4.3.3 Kombination von Active Share und Tracking Error
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit vergleicht das aktive Fondsmanagement mit dem passiven Fondsmanagement sowie ETFs, um auf Basis einer fundierten theoretischen Diskussion und empirischer Studien die Frage zu beantworten, welcher Managementansatz besser geeignet ist, um eine nachhaltige Outperformance gegenüber der Benchmark zu erzielen.
1.1 Problemstellung
Im Jahr 2013 erhielten die drei Finanzökonomen Eugene Fama, Robert Shiller und Lars Peter Hansen für ihre empirischen Analysen von Vermögenspreisen den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Dies ist der dritte Wirtschaftsnobelpreis, der für Arbeiten zur Bewertung von Anlagen vergeben wurde, nachdem William Sharpe 1990 für seine Arbeiten zur Entwicklung des CAPM sowie Robert Merton und Myron Scholes im Jahr 1997 für ihren Beitrag zur Optionsbewertung geehrt wurden. Eugene Fama stellte die Effizienzmarkthypothese auf, die besagt, dass vergangene Preise für die zukünftigen Preise keine Rolle spielten. Darüber hinaus hat er empirisch untersucht, wie schnell Aktienmärkte auf Daten, z.B. auf Dividendenankündigungen reagieren. In der Folge nahm die Ansicht, dass Finanzmärkte ziemlich effizient seien, erheblich zu. Robert Shiller fand dagegen heraus, dass Aktienkurse langfristig stärker schwanken als Dividenden. Diese Erkenntnis ist im Sinne der traditionellen Theorie erstaunlich, da sich Aktienkurse anhand der erwarteten künftigen Erträge bilden sollten.
1. Einführung: Vorstellung der Problematik durch die Nobelpreisvergabe 2013 und Abgrenzung zwischen aktiver und passiver Investmentphilosophie.
2. Theoretische Grundlagen zum Fondsmanagement: Erläuterung der ökonomischen Fundamente, inklusive der Effizienzmarkthypothese, Behavioral Finance, Portfoliotheorie und dem CAPM.
3. Vergleich der unterschiedlichen Fondsmanagementstile: Detaillierte Analyse aktiver und passiver Managementansätze sowie deren Methoden zur Umsetzung, Vorteile und Nachteile.
4. Kritische Würdigung: Fundierte Analyse der Benchmark-Problematik und Auswertung zahlreicher empirischer Studien zum Anlageerfolg aktiver Fondsmanager im Vergleich zu passiven Ansätzen.
5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage, wobei der Fokus auf dem Einfluss von Kosten und dem Managementstil für den Anlageerfolg liegt.
Fondsmanagement, aktives Fondsmanagement, passives Fondsmanagement, ETFs, Effizienzmarkthypothese, Portfoliotheorie, CAPM, Benchmark, Outperformance, Active Share, Tracking Error, Fundamentalanalyse, technische Analyse, Behavioral Finance, Kostenstruktur
Die Arbeit untersucht den Vergleich zwischen aktiv verwalteten Investmentfonds und passiven Strategien, speziell Exchange Traded Funds (ETFs), vor dem Hintergrund der Markteffizienzhypothese.
Die zentralen Felder sind die theoretische Begründung des Fondsmanagements, der Vergleich der operativen Strategien von aktiven und passiven Ansätzen sowie die kritische Auswertung von Performance-Studien.
Das Ziel ist es, die Frage zu beantworten, welcher Fondsmanagementstil – aktiv oder passiv – für Anleger bei der Suche nach einer Outperformance gegenüber der Benchmark zu bevorzugen ist.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Kapitalmarktmodelle sowie die Auswertung empirischer Studien und statistischer Performancedaten der vergangenen Jahrzehnte.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Fama, Markowitz, Sharpe) erläutert, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der aktiven Selektions- und Timing-Methoden sowie der passiven Replikationsstrategien bei ETFs.
Wichtige Begriffe sind Fondsmanagement, aktive Selektion, passives Index-Tracking, Markteffizienz, Kostenbelastung und die Leistungsindikatoren Active Share sowie Tracking Error.
Die Arbeit zeigt, dass hohe jährliche Verwaltungsgebühren und Ausgabeaufschläge bei aktiven Fonds die Netto-Rendite massiv schmälern, was einer der Hauptgründe für das Scheitern vieler aktiver Manager gegenüber der Benchmark ist.
Closet Indexer sind Fondsmanager, die zwar hohe Gebühren für aktives Management verlangen, deren Portfoliostruktur sich jedoch sehr nah an der Benchmark bewegt, was ein geringes Active Share zur Folge hat.
Der Active Share misst die Abweichung der Portfoliozusammensetzung vom Vergleichsindex. Die Arbeit verdeutlicht, dass nur Manager mit einem hohen Active Share signifikant bessere Chancen haben, die Benchmark nachhaltig zu schlagen.
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