Bachelorarbeit, 2014
43 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Grundlagen der aktivierenden Medienarbeit Jugendlicher mit dem Schwerpunkt Film
2.1 Medienpädagogische Einordnung
2.2 Mediennutzung Jugendlicher
2.3 Aktivierende Medienarbeit
2.4 Arbeiten mit Film
3 Anwendung der Grundlagen in der Praxis anhand einer Wochenendfilmfreizeit
3.1 Konzept
3.2 Medienpädagogische Begründung und Methoden
3.3 Vorstellung der Projektgruppe
3.4 Umsetzung im medienpädagogischen Feld
4 Dokumentation und Interpretation der Ergebnisse
4.1 Schwerpunkte bei der Auswertung
4.2 Analyse der formalen Ebene
4.3 Beobachtungen zur Vorgehensweise der Jugendlichen
4.4 Selbstreflexionen der Jugendlichen
4.5 Vertiefte Diskussion der Befunde
5 Schlussbetrachtung
Diese Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten der aktivierenden Medienarbeit, indem sie Jugendliche durch die Vermittlung von Medienkompetenz und die aktive Produktion von Kurzfilmen mittels Handys von passiven Medienkonsumenten zu kritisch-hinterfragenden Medienproduzenten befähigt.
Filmproduktion
Für die Produktion von Filmen gibt es verschiedene Phasen, die chronologisch abgearbeitet werden müssen. Eine mögliche Unterteilung ist die in die Stoffentwicklung – die Projektentwicklung - die Produktion – und die Verwertung (vgl. Keil und Milke 2008, S.79-83).
Die Stoffentwicklung ist die Phase in der Filmproduktion, in der die Basis gelegt bzw. erdacht wird. Am Anfang steht die Idee, eine Geschichte oder einen realen Sachverhalt zu erzählen. Dort entscheidet man über die Art des Filmes. Soll es ein Spielfilm werden, in dem man eine fiktive oder reale Begebenheit spannend verfilmen möchte oder einen historischen oder aktuellen Sachverhalt dokumentarisch wiedergeben. Im Falle eines Spielfilms steht dann die Entscheidung des Genres an, also ob man einen Actionfilm, einen Liebesfilm, einen Krimi, einen Horrorfilm o.ä. drehen möchte. Ist dies geklärt muss das Drehbuch entwickelt werden und eine mögliche Umsetzung finanziell umrissen werden.
Beim Drehbuch gilt es, die Geschichte mit möglichst interessanten Figuren und Handlung aufzubauen. Dabei sollte in der Regel auf die Einhaltung einer inneren logischen Konsistenz und des dramaturgischen Gerüsts geachtet werden. So müssen in der „Exposition“ Charaktere eingeführt und deren Situation und Spielorte vorgestellt werden. In der nachfolgenden „Entwicklung“ kommt es zur Konfliktbildung von einzelnen Figuren, bis diese Konflikte im „Höhepunkte“ sich zuspitzen und eine Lösung derselben angedeutet werden, die dann am „Schluss“ eintritt und die Geschichte zu Ende geht. Damit ist die Chance gewährleistet, dass sich beim Zuschauer Sympathien zu den Figuren entwickeln und die gesamte Handlung als spannend wahrgenommen werden kann (vgl. Anfang et al. 2006, S.11).
1 Einleitung: Vorstellung der Bachelorthesis, die aktivierende Medienarbeit mit Jugendlichen zum Thema macht und eine medienzentrierte Bildungsmaßnahme in der Praxis untersucht.
2 Grundlagen der aktivierenden Medienarbeit Jugendlicher mit dem Schwerpunkt Film: Erläuterung der medienpädagogischen Theorie, der aktuellen Mediennutzung durch Jugendliche und grundlegender Produktionsphasen eines Films.
3 Anwendung der Grundlagen in der Praxis anhand einer Wochenendfilmfreizeit: Darstellung des Konzepts, der methodischen Begründung und des tatsächlichen Ablaufs des Filmprojekts für die Jugendlichen.
4 Dokumentation und Interpretation der Ergebnisse: Empirische Auswertung der produzierten Filme sowie der Beobachtungen und Selbstreflexionen der teilnehmenden Jugendlichen.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung des Praxisprojekts, Reflexion über die erreichten Ziele und Empfehlungen für zukünftige medienpädagogische Maßnahmen.
Aktivierende Medienarbeit, Medienpädagogik, Filmproduktion, Medienkompetenz, Jugendliche, Jugendstudien, Handlungsorientierung, Smartphone, Filmfreizeit, Mediennutzung, Qualitative Sozialforschung, Medienproduktion, Filmanalyse, Sozialisation, Medienkompetenzvermittlung.
Die Arbeit thematisiert die Umsetzung der aktivierenden Medienarbeit in der Jugendarbeit, mit dem Ziel, Medienkompetenz durch praktische Filmproduktionen zu fördern.
Die Arbeit verknüpft medienpädagogische Theorien mit einer konkreten praktischen Umsetzung: der Durchführung einer Wochenendfilmfreizeit für Jugendliche.
Es soll untersucht werden, ob Jugendliche durch einen spielerischen, selbstbestimmten Umgang mit Film und Handy zu aktiven, kritischen Medienproduzenten werden können.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der durch methodische Triangulation von Filmanalyse, teilnehmender Beobachtung und fokussierten Interviews mit den Jugendlichen umgesetzt wurde.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Medienpädagogik und Filmproduktion erarbeitet, gefolgt von einer detaillierten Dokumentation und Interpretation der in einer Wochenendfreizeit entstandenen Ergebnisse.
Kernbegriffe sind aktivierende Medienarbeit, Medienkompetenz, handlungsorientierte Medienpädagogik und die praktische Filmgestaltung durch Jugendliche.
Das Handy dient als kostengünstiges, technisch vertrautes Medium, das Jugendlichen einen niederschwelligen Zugang zur aktiven Filmproduktion und Gestaltung eigener Inhalte ermöglicht.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Erfolg unter strengen wissenschaftlichen Kriterien kritisch zu bewerten ist, das Projekt jedoch einen wertvollen Erfahrungsraum bot, der als Impuls für den zukünftigen Medienumgang der Teilnehmenden dienen kann.
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