Bachelorarbeit, 2014
64 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Allgemeine Begriffsdefinitionen
3 Grundlagen zum Entscheidungsverhalten unter Unsicherheit
3.1 Entscheidungsverhalten unter Risiko
3.2 Entscheidungsverhalten unter Ambiguität
3.3 Verschiedene Mess- und Abfragemethoden von Risiko und Ambiguität
4 Definition und Differenzierung des Verantwortungsbegriffs
5 Analyse des aktuellen Forschungsstands zum Einfluss von Verantwortung unter Unsicherheit auf das Entscheidungsverhalten
5.1 Entscheidungsverhalten unter Risiko
5.1.1 Mit symmetrischen Auszahlungen für Entscheider und Empfänger
5.1.2 Mit asymmetrischen Auszahlungen für Entscheider und Empfänger
5.2 Entscheidungsverhalten unter Ambiguität
6 Definition und Differenzierung des Rechtfertigungsbegriffs
7 Analyse des aktuellen Forschungsstands zum Einfluss von Rechtfertigung unter Unsicherheit auf das Entscheidungsverhalten
7.1 Entscheidungsverhalten unter Risiko
7.2 Entscheidungsverhalten unter Ambiguität
8 Analyse des aktuellen Forschungsstands zur Wechselwirkung von Rechtfertigung und Verantwortung unter Unsicherheit auf das Entscheidungsverhalten
9 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen von Verantwortung und Rechtfertigung auf das Entscheidungsverhalten unter Risiko und Ambiguität. Dabei wird analysiert, wie externe soziale Einflussfaktoren, wie die Notwendigkeit, Entscheidungen vor anderen zu begründen oder die Verantwortung für Dritte zu tragen, die individuellen Präferenzen und Entscheidungsmodelle in unsicheren Situationen verändern.
1 Einleitung
Im November 2010 spielte die Ehefrau des damaligen Verteidigungsministers Stephanie zu Guttenberg bei der Quizshow „Wer wird Millionär? Das Prominenten Special“ mit. Im Gegensatz zu der normalen Ausgabe von „Wer wird Millionär?“ kommt der erspielte Erlös nicht der verantwortlichen Person zugute, sondern wird an eine wohltätige Organisation gespendet. Bei der 500.000 €-Frage wusste zu Guttenberg die Antwort nicht und überlegte, ob sie das unsichere Raten oder die sichere Auszahlung in Höhe von 250.000 € wählen sollte. Falls sie die Frage falsch beantwortet, bekommt sie nur eine Auszahlung in Höhe von 500 €.
Mit dieser schwierigen Entscheidungssituation konfrontiert fragte sie die im Publikum sitzende Geschäftsführerin der Wohltätigkeitsorganisation, ob Sie raten oder doch aufhören solle. Günther Jauch unterbrach allerdings die Antwort mit den Worten, dass es nicht gut sei, „wenn man einfach Verantwortung delegiert, die man eigentlich selbst übernehmen müsste“. Frau zu Guttenberg entschied sich für die unsichere Alternative und konnte durch Raten 500.000 € erspielen. Der nächste Kandidat stand vor einer ähnlichen Entscheidung, entschied sich allerdings dafür, die sichere Alternative vorzuziehen, denn „bei Kindern sollte man kein Risiko eingehen". Obwohl das Ergebnis bei Frau zu Guttenberg positiv ausgefallen war, musste sie ihre Entscheidungen vor den Medien rechtfertigen und wurde für ihre Risikofreude stark kritisiert.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Entscheidungsfindung unter sozialem Druck ein und definiert die Forschungsfrage, welche Auswirkungen Verantwortung und Rechtfertigung auf das Handeln unter Unsicherheit haben.
2 Allgemeine Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Konzepte der Verhaltensökonomie erläutert, insbesondere die Unterscheidung zwischen Risikolotterien, Ambiguitätslotterien und sicheren Auszahlungen.
3 Grundlagen zum Entscheidungsverhalten unter Unsicherheit: Dieses Kapitel stellt etablierte Modelle wie die Erwartungsnutzentheorie und die Prospect-Theorie vor und grenzt Risiko von Ambiguität ab.
4 Definition und Differenzierung des Verantwortungsbegriffs: Hier wird Verantwortung als Entscheider-Empfänger-Beziehung definiert und die Relevanz der Delegation von Entscheidungsmacht untersucht.
5 Analyse des aktuellen Forschungsstands zum Einfluss von Verantwortung unter Unsicherheit auf das Entscheidungsverhalten: Dieses Kapitel wertet empirische Studien aus, die untersuchen, wie die Verantwortung für andere das Risikoverhalten beeinflusst.
6 Definition und Differenzierung des Rechtfertigungsbegriffs: Dieses Kapitel erörtert den Begriff der Rechtfertigung und seine Bedeutung im Kontext der sozialen Interaktion und Evaluation.
7 Analyse des aktuellen Forschungsstands zum Einfluss von Rechtfertigung unter Unsicherheit auf das Entscheidungsverhalten: Hier wird analysiert, wie die Erwartung einer Rechtfertigung kognitive Prozesse und das Entscheidungsverhalten in Risikosituationen verändert.
8 Analyse des aktuellen Forschungsstands zur Wechselwirkung von Rechtfertigung und Verantwortung unter Unsicherheit auf das Entscheidungsverhalten: Dieses Kapitel untersucht die noch wenig erforschte Kombination beider Effekte und deren kumulativen Einfluss auf das Verhalten.
9 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und identifiziert weiteren Forschungsbedarf, insbesondere durch interdisziplinäre Ansätze.
Entscheidungsverhalten, Risiko, Ambiguität, Verantwortung, Rechtfertigung, Prospect-Theorie, Erwartungsnutzentheorie, Verhaltensökonomie, Risikoeinstellung, Ambiguitätsaversion, Experimentelle Ökonomie, Entscheidungssituation, soziale Interaktion, Payoff, Bias.
Die Arbeit untersucht, wie soziale Faktoren wie Verantwortung für andere Personen und die Notwendigkeit, Entscheidungen rechtfertigen zu müssen, das menschliche Verhalten in Situationen mit Risiko oder Ambiguität beeinflussen.
Die zentralen Felder sind die Verhaltensökonomie, Entscheidungstheorie, die experimentelle Forschung zu sozialen Präferenzen sowie die Analyse der Auswirkungen von Accountability auf die Risikowahrnehmung.
Die Arbeit geht der Frage nach, ob und wie Verantwortung und Rechtfertigung die Risikoeinstellungen und das Entscheidungsverhalten von Akteuren unter Unsicherheit systematisch verändern.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die den aktuellen Forschungsstand anhand zahlreicher experimenteller Studien aus der Verhaltensökonomie aufarbeitet und strukturiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Entscheidungsverhaltens, die definitorische Abgrenzung der Begriffe Verantwortung und Rechtfertigung sowie die systematische Analyse empirischer Studien zu deren Einfluss unter Risiko und Ambiguität.
Die wichtigsten Begriffe sind Entscheidungsverhalten, Risiko, Ambiguität, Verantwortung, Rechtfertigung, Prospect-Theorie und verhaltensökonomische Bias-Effekte.
Nein, die Ergebnisse sind uneinheitlich; einige Studien finden eine verstärkte Risikoaversion bei Verantwortlichen, während andere keinen signifikanten Effekt oder sogar eine Verschiebung in Richtung Risikofreude bei bestimmten Wahrscheinlichkeiten feststellen.
Ergebnisrechtfertigung bezieht sich auf die Begründung des Outputs einer Entscheidung, während Entscheidungsrechtfertigung den Prozess selbst fokussiert; die Forschung deutet darauf hin, dass diese beiden Formen unterschiedliche psychologische Auswirkungen auf das eigennützige Verhalten haben können.
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