Masterarbeit, 2014
96 Seiten, Note: 1,6
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
1. Einleitung
2. Hintergründe zur Disziplin des Künstevergleichs
2.1 Legitimierung und Problematik der Disziplin
2.2 Die besondere Eignung der expressionistischen Kunst als Grundlage für den Vergleich der Künste
2.3 Das Motiv als tertium comparationis im Künstevergleich
3. Das Motiv der Apokalypse
3.1 Ursprünge des Motivs
3.2 Die Verwendung des Apokalypse-Motivs in Literatur und Malerei
4. Der Expressionismus in Malerei und Literatur
4.1 Inhalte der expressionistischen Kunst
4.2 Gründe für das häufige Auftreten des Apokalypse-Motivs in der expressionistischen Kunst
4.3 Neue Ausdrucksmittel in Bildender Kunst und Lyrik
4.3.1 Bildende Kunst
4. 3. 2 Lyrik
4.3.3 Stilistische Gemeinsamkeiten in Malerei und Lyrik des Expressionismus
5. Georg Heym
5.1 Zur Dichtung und Weltanschauung Georg Heyms
5.2 Interpretationsansatz zu Georg Heyms Gedicht Umbra Vitae
6. Ludwig Meidner
6.1 Ludwig Meidner als Expressionist
6.2 Analyse des Bildes Apokalyptische Landschaft (1916)
7. Das Motiv der Apokalypse bei Georg Heym und Ludwig Meidner im Vergleich
7.1 Inhaltlicher Vergleich
7.1.1 Die Figuren der Apokalypse
7.1.2 Der apokalyptische Raum
7.2 Darstellungsweise des Apokalypse-Motivs in Gedicht und Bild
7.2.1 Die Perspektive
7.2.2 Die Farbsymbolik
7.2.3 Das Groteske als Stilmittel
7.3 Vergleichende Betrachtung der Funktion des Apokalypse-Motivs bei Georg Heym und Ludwig Meidner
8. Paul Zech
8.1 Anmerkung zur Lyrik Paul Zechs
8.2 Interpretationsansatz zu dem Gedicht Die neue Bergpredigt von Paul Zech
9. Max Beckmann
9.1 Max Beckmanns Weg zur Auferstehung (1918)
9.2 Analyse des Bildes Auferstehung (1918)
10. Das Motiv der Apokalypse bei Paul Zech und Max Beckmann im Vergleich
10.1 Inhaltlicher Vergleich
10.1.1 Die Figuren der Apokalypse
10.1.2 Der apokalyptische Raum
10.2 Darstellungsweise des Apokalypse-Motivs in Gedicht und Bild
10.2.1 Die Perspektive
10.2.2 Die Farbsymbolik
10.2.3 Das Groteske als Stilmittel
10.3 Vergleichende Betrachtung der Funktion des Apokalypse-Motivs bei Paul Zech und Max Beckmann
11. Abschließender Vergleich der vier Werke hinsichtlich des Apokalypse-Motivs
12. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Motiv der Apokalypse in ausgewählten literarischen und malerischen Werken des Expressionismus, um zu klären, ob der intermediale Vergleich dieser Kunstwerke zu einer wechselseitigen Erhellung führt. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Funktion und der künstlerischen Umsetzung des Motivs in den Werken von Georg Heym, Ludwig Meidner, Paul Zech und Max Beckmann.
6.2 Analyse des Bildes Apokalyptische Landschaft (1916)
Ludwig Meidners Bild mit dem Titel Apokalyptische Landschaft stammt aus dem Jahr 1916 und wurde mit Öl auf Leinwand gemalt. Neben diesem Titel existieren noch andere Bezeichnungen für das Bild, es wird z. B. auch als Mondsichellandschaft und als Regensburger Apokalypse bezeichnet.
Das Bild stellt eines der letzten Werke aus der Reihe der Apokalyptischen Landschaften dar, mit dem Bild Der jüngste Tag schließt Meidner im Jahr 1916 seinen apokalyptischen Zyklus ab.
Das Gemälde gliedert sich in drei Abschnitte: Die Darstellung der Figuren auf einer Anhöhe im Vordergrund, der Stadt im Mittelgrund und des Himmels im Hintergrund. Diese Dreiteilung besitzt Ähnlichkeiten zu der biblischen Aufteilung zwischen Himmel, Erde und Hölle.
Im ersten Abschnitt, dem Vordergrund des Bildes, sind drei Figuren mit roter Hautfarbe dargestellt, welche schwarz gekleidet sind und ebenfalls schwarze Hüte tragen. Die Personen scheinen sich auf einer Art Berg oder Anhöhe oberhalb der Stadt zu befinden. Die Figuren rechts und in der Mitte haben ihre Augen geschlossen, die linke Figur hat geöffnete Augen. Die rechte und linke Figur scheinen ihre Hände in die Luft zu strecken und die rechte scheint aufgrund ihrer Beinhaltung fortzulaufen, während die mittlere Figur ihren Kopf in typisch melancholischer Haltung auf einer Hand abstützt und sich in Ruhe zu befinden scheint.
1. Einleitung: Einführung in das Motiv der Apokalypse als kulturelle Konstante und dessen besondere Bedeutung für den Expressionismus sowie Vorstellung der Zielsetzung und Methode.
2. Hintergründe zur Disziplin des Künstevergleichs: Reflexion über die theoretischen Grundlagen und Herausforderungen beim Vergleich zwischen Literatur und bildender Kunst.
3. Das Motiv der Apokalypse: Untersuchung der biblischen und historischen Ursprünge des Motivs und dessen allgemeine Verwendung in Kunst und Literatur.
4. Der Expressionismus in Malerei und Literatur: Analyse der inhaltlichen und stilistischen Merkmale der expressionistischen Bewegung sowie der Gründe für die Häufung apokalyptischer Themen.
5. Georg Heym: Darstellung der Weltanschauung Heyms und Einordnung seines Schaffens in den Frühexpressionismus.
6. Ludwig Meidner: Porträt Meidners als Expressionist und religiöser Künstler mit Analyse seines prägenden Gemäldes.
7. Das Motiv der Apokalypse bei Georg Heym und Ludwig Meidner im Vergleich: Detaillierte Gegenüberstellung von Heyms Lyrik und Meidners Malerei in Bezug auf inhaltliche und formale Gestaltung.
8. Paul Zech: Einordnung von Zechs Lyrik, die durch eine Mischung aus Sozialkritik und romantischer Naturverklärung geprägt ist.
9. Max Beckmann: Analyse von Beckmanns künstlerischem Weg und dessen spezifischer Auseinandersetzung mit religiösen Themen nach den Kriegserfahrungen.
10. Das Motiv der Apokalypse bei Paul Zech und Max Beckmann im Vergleich: Vergleichende Untersuchung der Werke Zechs und Beckmanns unter Berücksichtigung ihrer unterschiedlichen Ansätze zur Transzendenz.
11. Abschließender Vergleich der vier Werke hinsichtlich des Apokalypse-Motivs: Synthese der Erkenntnisse über die figurengestalterischen, räumlichen und symbolischen Gemeinsamkeiten der untersuchten Werke.
12. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Anwendbarkeit des Künstevergleichs und der spezifischen Nutzung des Apokalypse-Motivs durch die vier Künstler.
Apokalypse, Expressionismus, Künstevergleich, Georg Heym, Ludwig Meidner, Paul Zech, Max Beckmann, Weltuntergang, Intermedialität, Großstadt, Groteske, Farbsymbolik, Religion, Endzeit, Säkularisierung
Die Masterarbeit untersucht das Motiv der Apokalypse in vier ausgewählten Werken des Expressionismus, um zu verstehen, wie dieses Motiv von den Künstlern genutzt wird, um ihre Sicht auf die Welt und gesellschaftliche Missstände auszudrücken.
Die Arbeit fokussiert sich auf den Künstevergleich zwischen Literatur und Malerei, die Thematisierung von Verfall und Zerstörung im Expressionismus sowie die kritische Auseinandersetzung mit Religion und der modernen Großstadtgesellschaft.
Das Hauptziel besteht darin aufzuzeigen, ob ein intermedialer Vergleich zwischen literarischen und malerischen Werken im Hinblick auf das Apokalypse-Motiv zu einer wechselseitigen Erhellung führt und wie die Künstler das biblische Vorbild für ihre eigenen Zwecke adaptieren.
Es wird eine individuelle Methode des Künstevergleichs gewählt, die auf der Analyse spezifischer Vergleichskategorien wie Figurenkonstellationen, räumliche Gestaltung, Perspektive, Farbsymbolik und das Groteske basiert.
Der Hauptteil analysiert die Werke von Georg Heym, Ludwig Meidner, Paul Zech und Max Beckmann einzeln und in vergleichenden Gegenüberstellungen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der funktionalen Nutzung des Motivs aufzudecken.
Die wichtigsten Schlagworte sind Apokalypse, Expressionismus, Künstevergleich, Intermedialität, Weltuntergang, Groteske, sowie die Namen der untersuchten Künstler.
Während bei Heym das Apokalypse-Motiv zur Darstellung eines nihilistischen Stillstands dient, nutzt Meidner das Motiv stärker im Sinne einer sündigen Bestrafung, obwohl beide das Bild des Menschen als defizitär entwerfen.
Die biblische Apokalypse des Johannes dient als zentrales Textgrundlagendokument und Vorbild; die Arbeit zeigt auf, wie die Expressionisten diese religiösen Konzepte aufgreifen, um sie säkular zu deuten oder ihre Ungültigkeit in der Moderne zu demonstrieren.
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