Bachelorarbeit, 2013
56 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. EVOLUTORISCH-INSTITUTIONALISTISCHE ÖKONOMIE UND STRATEGISCHES VERHALTEN
2.1 Thorstein Bunde Veblens Verständnis für den Kapitalismus
2.2 John Rogers Commons Vorstellung zur Ökonomie
2.3 John Kenneth Galbraiths Sichtweise zum strategischen Verhalten von Unternehmen
2.4 Überblick der Kernkonzepte der Evolutorisch-Institutionalistischen Ökonomie
2.5 Die Institutionen des modernen Kapitalismus
2.5.1 Die Rolle des Marktes
2.5.2 Die moderne Unternehmung
2.6 Die Vorherrschaft der modernen Unternehmung
2.7 Vergleich der Theorien und Schlussfolgerungen
3. STRATEGISCHES VERHALTEN IN DER MANAGEMENTLEHRE
3.1 Resource-Based View und strategisches Verhalten
3.2 Competence-Based View und strategisches Verhalten
3.3 Knowledge-Sharing in Unternehmen
3.4 Vergleich der Theorien und Schlussfolgerungen
4. VERGLEICH DER THEORIEN
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das strategische Verhalten von Unternehmen aus der Perspektive zweier unterschiedlicher ökonomischer Theoriegebäude – der evolutorisch-institutionalistischen Ökonomie und der Managementlehre – zu beleuchten und zu vergleichen.
2.1 Thorstein Bunde Veblens Verständnis für den Kapitalismus
Thorstein Bunde Veblen gilt als der Begründer und bedeutendste Vertreter des Institutionalismus. Als Sohn norwegischer Einwanderer wuchs er in einer Ansiedlung im Mittelwesten der Vereinigten Staaten auf und kam aufgrund dessen, dass er in der Tradition seiner Eltern erzogen wurde, relativ spät mit der amerikanischen Denkweise in Kontakt (vgl. Delius 1957, S. 9). Dennoch blieb Veblen Zeit seines Lebens ein Fremder, was ein entscheidender Faktor für seine Kapitalismus- und Gesellschaftskritik ist (vgl. Reuter 1996, S. 133).
Im Kern geht es bei Veblens Theorien um eine evolutorisch-institutionalistisch geprägte Konzeption gesellschaftlicher und ökonomsicher Prozesse. Die Grundrisse dieser Konzeption sind fundamental wichtig für das Verständnis der Theorien von Thorstein Veblen. Dies gilt v.a. für seine Kapitaltheorie und das an dieser Stelle zu beschreibende Verhalten von Unternehmen. Diese Grundrisse können hier nur in skizzenhafter Form dargestellt werden, da es in diesem Abschnitt im Wesentlichen um die Unternehmen gehen soll.
Veblen kritisiert die grundlegenden Prämissen der klassischen und neoklassischen Ökonomie, die realitätsferne Annahmen definieren. Ihn interessiert die Frage, warum sich Menschen so verhalten, wie sie es in der „real world“ tun. In diesem Zusammenhang nutzt Veblen u.a. holistische und evolutionäre Methoden. Letzteres bezieht sich auf Darwins Theorie zur ständigen Entwicklung der Arten und so entwickelt sich auch eine Kultur immer weiter bzw. die Entwicklung hängt von dem, was zuvor dagewesen ist. Das Attribut holistisch macht deutlich, dass man Individuen nicht einzeln betrachten kann und weist zudem darauf hin, dass die Grenzen der Ökonomie nicht genau zu bestimmen sind (vgl. Reuter 1994, S. 105-107).
1. EINLEITUNG: Die Arbeit erläutert das strategische Verhalten von Unternehmen durch die Untersuchung zweier unterschiedlicher Theoriegebäude und vergleicht deren Erkenntnisse.
2. EVOLUTORISCH-INSTITUTIONALISTISCHE ÖKONOMIE UND STRATEGISCHES VERHALTEN: Dieses Kapitel analysiert die Beiträge von Veblen, Commons und Galbraith, die Macht, Transaktionen und Unternehmensplanung als zentrale Determinanten des Wirtschaftsverhaltens identifizieren.
3. STRATEGISCHES VERHALTEN IN DER MANAGEMENTLEHRE: Hier werden der Resource-Based View und der Competence-Based View diskutiert, um die Bedeutung von Ressourcen, Kompetenzen und Wissen als Basis für Wettbewerbsvorteile zu erklären.
4. VERGLEICH DER THEORIEN: Die Arbeit vergleicht die institutionalistische Ökonomie mit der Managementlehre und identifiziert gemeinsame Kritikpunkte an orthodoxen Wirtschaftsmodellen sowie die Bedeutung immaterieller Vermögenswerte.
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass trotz unterschiedlicher Ansätze in beiden Strömungen die Machtkonzentration und das strategische Management als prägend für moderne Konzerne gelten.
Evolutorisch-institutionalistische Ökonomie, Strategisches Verhalten, Unternehmen, Resource-Based View, Competence-Based View, Macht, Kapitalismus, Knowledge-Sharing, Ressourcen, Kernkompetenzen, Planung, Wettbewerbsvorteil, Institutionen, Management, Wirtschaftstheorie.
Die Arbeit untersucht das strategische Verhalten von Unternehmen aus institutionenökonomischer und betriebswirtschaftlicher Perspektive, um zu verstehen, wie Konzerne ihre Ziele erreichen.
Zu den Schwerpunkten zählen die Kapitalismuskritik, die Rolle des Managements, die Bedeutung immaterieller Ressourcen und die Herausforderungen des Wissenstransfers.
Ziel ist es, theoretische Grundlagen zu identifizieren, die erklären, warum große Unternehmen in der heutigen Wirtschaft eine dominierende Machtposition einnehmen und wie sie diese festigen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse von Vertretern des amerikanischen Institutionalismus sowie modernen Managementansätzen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der institutionalistischen Theorie (Veblen, Commons, Galbraith) und der managementorientierten Ansätze (RBV, CBV) inklusive einer Diskussion über Knowledge-Sharing.
Begriffe wie Evolutorisch-institutionalistische Ökonomie, Wettbewerbsvorteil, Machtkonzentration und Ressourcenmanagement beschreiben den Kern der Arbeit.
Veblen nutzt diese Unterscheidung, um das Spannungsfeld zwischen produktiver Arbeit für die Gesellschaft und dem reinen, unproduktiven Profitstreben der Unternehmensführung aufzuzeigen.
Die Technostruktur ist eine Expertengruppe innerhalb von Unternehmen, die durch Planung und Strategie versucht, die Unsicherheiten des Marktes zu kontrollieren und zu minimieren.
Weil Mitarbeiter individuell motiviert sein können, Wissen für sich zu behalten, während für das Unternehmen der kollektive Austausch als öffentliches Gut ("public good") vorteilhafter wäre.
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