Bachelorarbeit, 2012
31 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Literarisches Lernen in der Theorie
2.1. Allgemeine Vorbemerkungen zu Literarischem Lernen
2.2. Aspekte Literarischen Lernens
3. Textanalyse – „Die Schneekönigin“
3.1. Inhalt und Handlung
3.2. Entstehung und Rezeption
3.3. Form und Sprache
3.4. Symbolgehalt
4. Eignung und Potential
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit das Kunstmärchen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen als Unterrichtsgegenstand geeignet ist, um literarisches Lernen bei Schülern der Primar- und Sekundarstufe zu fördern, und welche spezifischen Potenziale das Werk hierfür bietet.
3.4. Symbolgehalt
Der Antagonismus zwischen Wärme und Kälte ist das für die symbolische Ausdeutung der „Schneekönigin“ zentrale Spannungsfeld. Diese beiden Sphären finden im Märchen in unterschiedlichster Weise Erwähnung und stellen jeweils wirksame Prinzipien dar, die sich eine erbitterte Auseinandersetzung liefern. Ein Grossteil des Deutungspotentials lässt sich diesem Antagonismus zuordnen.
Interessant ist, dass nur die Kälte im Märchen durch die Figur der Schneekönigin personifiziert wird, während die Wärme als eher un- bzw. überpersönliches Prinzip wirkt, das durch Gerda lediglich transportiert wird. Die Schneekönigin als Gestalt der phantastischen Sphäre erscheint Kay zunächst als Traumbild im Anschluss an eine Erzählung der Großmutter. Es ist eine Vorausdeutung auf das kommende, aber auch auf die Entwicklung, die Kay nehmen wird.
Die Ähnlichkeit vom geborstenem Glas des Spiegels und Eis ist keinesfalls zufällig, ebenso wie die Koinzidenz des Auftretens der Schneekönigin und Kays Unglück. Der Splitter, der in sein Auge gerät, trübt seinen Blick nicht einfach, sondern lässt im Gegenteil Dinge, wenn auch „das Böse und Schlechte“ (Andersen 1984, S. 25) deutlich hervortreten. Kays Sicht auf die Welt wird analytischer, erwachsener; er ist fasziniert von Eiskristallen, die er unter dem Brennglas betrachtet und abgestoßen von echten Pflanzen. In dieser Sicht auf die Welt sieht Andersen das Prinzip der Vernunft der Erwachsenen verkörpert.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, das Märchen zu analysieren und sein Potential für das Konzept des literarischen Lernens zu prüfen.
2. Literarisches Lernen in der Theorie: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Diskurs und entwickelt einen Katalog von Aspekten, die literarisches Lernen charakterisieren.
3. Textanalyse – „Die Schneekönigin“: Hier erfolgt eine detaillierte literaturwissenschaftliche Untersuchung des Märchens unter Berücksichtigung von Handlung, Entstehung, Sprache und Symbolik.
4. Eignung und Potential: In diesem Teil wird das zuvor erarbeitete Analysewissen auf die didaktischen Anforderungen des literarischen Lernens angewandt und konkretisiert.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass das Werk aufgrund seiner Komplexität ein hohes Potential für den Unterricht bietet, wobei die Gewichtung der Lernaspekte vom Alter der Schüler abhängt.
Literarisches Lernen, Hans Christian Andersen, Die Schneekönigin, Literaturdidaktik, Textanalyse, Symbolik, Wärme und Kälte, Grundschule, Vorstellungsbildung, Fiktionalität, Identifikation, Handlungslogik, Kunsterzählung, Leseförderung, Interpretation.
Die Arbeit untersucht das literarische Potenzial von Hans Christian Andersens Märchen „Die Schneekönigin“ im Kontext des literarischen Lernens in der Schule.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des literarischen Lernens sowie die literaturwissenschaftliche Analyse des Märchens hinsichtlich Symbolik, Struktur und Sprache.
Die Arbeit fragt, inwieweit sich das Werk als Text für einen Literaturunterricht eignet, der explizit Aspekte des literarischen Lernens integriert.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die anschließend mit didaktischen Kriterien und Erkenntnissen des literarischen Lernens verknüpft wird.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Herleitung der Lernaspekte sowie eine detaillierte Untersuchung der „Schneekönigin“ und eine anschließende didaktische Eignungsprüfung.
Wichtige Begriffe sind literarisches Lernen, Symbolik (Wärme/Kälte), Fiktionalität, Perspektivübernahme und der didaktische Wert anspruchsvoller Texte.
Andersen verbindet phantastische Elemente mit realistisch gezeichneten Charakteren und einer kunstvollen, teils ironischen Erzählhaltung, was das Werk als Kunstmärchen auszeichnet.
Dieser Antagonismus ist zentral: Kälte steht für Vernunft und Herzenshärte, während Wärme die menschliche Zuneigung, Liebe und religiöse Geborgenheit verkörpert.
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