Masterarbeit, 2014
52 Seiten, Note: 2,15
1 Einführung
1.1 Das schwere Erbe der Polizeiwissenschaft
1.2 Ziel der Masterarbeit
1.3 Aufbau der Masterarbeit
2 Die Variablen der Frage „Wie viel Polizeiwissenschaft will die Polizei?“
2.1 Abgrenzung „Allgemeine Wissenschaft in der Polizei“ und „Polizeiwissenschaft“
2.2 Singuläre Polizeiwissenschaft oder pluralistische Polizeiwissenschaften
2.3 Weitere Akteure der inneren Sicherheit als wichtiger Gegenstand der Polizeiwissenschaft?
2.4 Die Variable „Polizei“ in der Frage nach dem Wollen
2.5 Das „Wollen“ im Sinne dieser Arbeit
2.6 Zusammenfassung Wissenschaft und Akteure
3 Das „Wollen“ – der Befund
3.1 Motive des Wollens und „Wollen durch Brauchen“?
3.1.1 Der positive Ansatz
3.1.2 Der negative Ansatz
3.1.3 Zusammenfassung zur möglichen Motivlage
3.2 Das „Wollen“ – (traurige) Punkte des Befundes
3.2.1 Das Vorgehen und verschiedene Ansätze
3.2.2 Der Blick auf Polizeiwissenschaft und Polizeiforschung als Teil davon
3.2.3 Polizeiwissenschaft und -forschung an Polizei-Hochschulen als Befund zum Wollen
3.2.4 Der Anspruch „Wollen durch Nutzen“ als Geißel der Polizeiwissenschaft und die notwendige Bewertung
3.2.5 Bewertung des Befundes zum Wollen
4 Eine (beinahe) pessimistische Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen Befund zum „Wollen“ einer Polizeiwissenschaft durch die Polizei zu erheben. Dabei wird die forschungsleitende Frage „Wie viel Polizeiwissenschaft will die Polizei?“ analysiert, um auf dieser Grundlage Barrieren zu identifizieren und Maßnahmen zur Stärkung der Akzeptanz polizeiwissenschaftlicher Erkenntnisse in der Polizeiarbeit zu eruieren.
3.1.1 Der positive Ansatz
Fraglich ist ganz grundsätzlich, aus welchen Beweggründen die Polizeiwissenschaft von der Polizei gewollt werden könnte. Vielfältige Motive sind denkbar. Beispielsweise könnte die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Fragen der Sicherheit und komplexer werdende Zusammenhänge in Bezug auf die Gewährleistung der inneren Sicherheit als Motiv für eine sich entwickelnde Polizeiwissenschaft –und forschung dienen (vgl. Frevel 2012 b, S. 8). Diese Hypothese beschreibt die Notwendigkeit zur Begründung und Ausübung einer Polizeiwissenschaft, als Resultat aus den sich verändernden Bedürfnissen der Gesellschaft, etwas über die Entstehung von innerer Sicherheit und über die dafür verantwortlichen Akteure wissen zu wollen. Damit könnte sich ein Wollen der Polizeiwissenschaft aus dem „Brauchen“ der selbigen ergeben. Etwaige Veränderungen der Bedürfnisse innerhalb der Gesellschaft sind mithin verursacht und geprägt durch immer komplexer werdende Sicherheitsprobleme, deren Lösung der Polizei übertragen wird, wobei es der wissenschaftlichen Analyse und Unterstützung bedarf (vgl. Frevel 2012 a, S. 31). Auch dadurch wird ein „Brauchen“ beschrieben, was in einem weiteren Schritt zum Wollen der Polizeiwissenschaft führen könnte. In diesem Sinne würde die Polizeiwissenschaft auch als Kontrollstelle fungieren, die Methoden und Organisationsformen der beteiligten Akteure untersucht und Besonderheiten, negativ wie positiv, betrachtet. Also wäre die Polizeiwissenschaft notwendig, da gebraucht, um die Bedürfnisse der Gesellschaft zu befriedigen. Eine Feststellung die erkennt, dass wissenschaftliche Disziplinen meist aufgrund einer konkreten gesellschaftlichen Fragestellung Wichtigkeit erlangen (vgl. Reichertz 2007, S. 127).
Als weiteres Beispiel für das Brauchen der Polizeiwissenschaft, sind die im Laufe der Zeit differenzierenden Anforderungen bezeichnend, die an Polizeibeamte gestellt werden. Aufgrund sich verändernder Anforderungen der Gesellschaft, würden nicht zahlenmäßig mehr Berufstätige, sondern andere, in ihren Eigenschaften differenzierte, benötigt (vgl. Reichertz 2007, S. 128).
1 Einführung: Das Kapitel führt in die Thematik ein, definiert das schwere Erbe der Polizeiwissenschaft und legt das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2 Die Variablen der Frage „Wie viel Polizeiwissenschaft will die Polizei?“: Hier werden die zentralen Begriffe und Akteure der Polizeiwissenschaft abgegrenzt, das „Wollen“ definiert und das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen Polizei und Wissenschaft analysiert.
3 Das „Wollen“ – der Befund: Dieses Kernkapitel untersucht Motive für das Wollen oder Nicht-Wollen der Polizeiwissenschaft, wobei sowohl positive als auch negative Ansätze und die Rolle der Polizei-Hochschulen kritisch beleuchtet werden.
4 Eine (beinahe) pessimistische Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert, dass die Akzeptanz der Polizeiwissenschaft in der Polizei weiterhin verbesserungsfähig ist.
Polizeiwissenschaft, Polizeiforschung, Innere Sicherheit, Polizei, Volition, Polizeiausbildung, Wissenschaftstransfer, Effektivität, Polizeihochschulen, Akzeptanz, Interdisziplinarität, Kriminalistik, Forschung, Implementierung, Motivlage.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der Polizei und der Polizeiwissenschaft sowie die grundlegende Frage, inwieweit die Polizei bereit ist, wissenschaftliche Erkenntnisse in ihren Arbeitsalltag zu integrieren.
Im Zentrum stehen die Begriffsbestimmung der Polizeiwissenschaft, die Rolle der Polizei als Akteur der inneren Sicherheit, die Bedeutung der Forschung an Polizei-Hochschulen sowie die Analyse von Motiven, die ein „Wollen“ von Wissenschaft fördern oder hemmen könnten.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie viel Polizeiwissenschaft will die Polizei?“ Ziel ist es, einen Befund über das „Wollen“ zu erheben, um Barrieren zu verstehen und Grundlagen für eine bessere Etablierung der Polizeiwissenschaft zu schaffen.
Die Arbeit basiert primär auf einer zweckmäßigen Recherche und Auswertung aktueller Fachliteratur zur Polizeiwissenschaft, wobei ein Schwerpunkt auf der Sekundäranalyse von Studien und Berichten zur Arbeit der Polizei und Polizei-Hochschulen liegt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Abgrenzung der Variablen (Wissenschaft, Polizei, Wollen) sowie die empirische Bestandsaufnahme, in der unter anderem die Rolle der Polizei-Hochschulen und die Erwartungshaltung der Polizei gegenüber der Forschung kritisch geprüft werden.
Die zentralen Begriffe umfassen Polizeiwissenschaft, Polizeiforschung, innere Sicherheit, Volition, Implementierung, Effektivität und das Spannungsfeld zwischen polizeilicher Praxis und wissenschaftlicher Theorie.
Der Autor stellt fest, dass Polizei-Hochschulen zwar per Gesetz zur Beförderung der Polizeiwissenschaft verpflichtet sind, diese Aufgabe jedoch aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Strukturen und einer starken Fokussierung auf die rein praktische Ausbildung oft nur unzureichend erfüllen.
Der Begriff wird als „Volition“ im Sinne des Managements verstanden. Er beschreibt den bewussten Akt des Handelns oder der Beachtung der Polizeiwissenschaft, der über Lippenbekenntnisse hinausgeht und sich in der tatsächlichen Unterstützung und Umsetzung von Forschung widerspiegeln muss.
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