Bachelorarbeit, 2014
43 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Türckische Cammer
2.1 Staatliche Kunstsammlungen Dresden
2.2 Die Ausstellung
2.3 Die Eröffnung
3. Zum Begriff der Strategischen Kommunikation
3.1 Betriebswirtschaftliches Verständnis
3.2 Kommunikationswissenschaftliches Verständnis
4. Öffentlichkeit und Organisation als zentrale Begriffe strategischer Kommunikation
4.1 Öffentlichkeit und Museum
4.1.1 Kommunikationstheoretischer Ansatz
4.1.2 Publikumsorientierung und Museum
4.2 Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) als Organisation -Betrachtung der Mesoebene
4.2.1 Einblick in die Organisationstheorie
4.2.2 SKD als Museum: Gemeinsame Aufgabe, gemeinsames Ziel der Organisation
4.2.3 Museale Öffentlichkeitsarbeit der SKD
5. Strategie
5.1 Zum Begriff der Strategie
5.2 Strategische Konzeptionsplanung
5.3 Taktik und Anwendung im Fall Türckische Cammer
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das Konzept der „strategischen Kommunikation“ auf Museen angewendet werden kann. Anhand des Fallbeispiels der Ausstellung „Türckische Cammer“ bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden analysiert die Autorin, wie eine organisatorisch eingebundene, zweckgerichtete und geplante Kommunikation zur Erreichung von institutionellen Zielen, insbesondere der Besuchergewinnung, beitragen kann.
Die Dönertüte
Im Januar wurde die Idee realisiert, Dönertüten mit Werbung zur Ausstellung zu bedrucken, ab Februar gab es diese dann für Döner-Kunden „auf die Hand“.
„Der Kontakt zum Verband der Dönerspießhersteller Deutschland in Berlin war schnell gemacht, alle fanden die Idee super. Dann haben wir 3 Millionen Tüten gedruckt und die über den Verband der Dönerspießhersteller verteilt und fertig […]. Das ist sicher die Aktion, die vielen Leuten im Gedächtnis geblieben ist, denn sie war für ein Museum sicherlich sehr ungewöhnlich. Sie hat uns super viel Spaß gemacht und auch die Zusammenarbeit mit den Türken war klasse, ganz ungewohnt, denn die Dönerbranche ist uns schon ein wenig fremd.“ (Miesler, Anhang C, Z. 67-75)
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Forschungsthema ein und definiert die Fragestellung zur Anwendbarkeit strategischer Kommunikation auf das Beispiel der "Türckischen Cammer".
2. Türckische Cammer: Dieses Kapitel stellt das Untersuchungsobjekt vor, inklusive des historischen Kontexts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der speziellen Ausstellung zur osmanischen Kunst.
3. Zum Begriff der Strategischen Kommunikation: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung des Begriffs der strategischen Kommunikation aus betriebswirtschaftlicher und kommunikationswissenschaftlicher Sicht.
4. Öffentlichkeit und Organisation als zentrale Begriffe strategischer Kommunikation: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle von Öffentlichkeit und Organisation als essenzielle Bezugsgrößen für museale Kommunikation sowie die spezifische Organisationsstruktur der SKD.
5. Strategie: Der Fokus liegt hier auf der begrifflichen Klärung von Strategie und Taktik sowie der Analyse der konkreten Kommunikationsmaßnahmen der Marketingabteilung im Fall der Türckischen Cammer.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die SKD als Organisation strategische Kommunikation praktizieren, betont jedoch das Fehlen systematischer Feedbackschleifen.
Strategische Kommunikation, Museen, Türckische Cammer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, SKD, Öffentlichkeit, Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Strategie, Taktik, Besucherbindung, Medialisierung, Kulturkommunikation, Organisationskommunikation
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit des Konzepts der "strategischen Kommunikation" auf die externe Öffentlichkeitsarbeit von Museen.
Die Arbeit verknüpft Theorieansätze zu Kommunikation und Organisation mit der praktischen Umsetzung von Marketing- und Werbemaßnahmen im musealen Kontext.
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie die Eröffnung der Ausstellung "Türckische Cammer" durch strategisch geplante Kommunikationsmaßnahmen begleitet wurde und ob diese als "strategische Kommunikation" eingestuft werden können.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse kombiniert mit einer Fallstudie, basierend auf Dokumenten der Marketingabteilung der SKD sowie Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriff der Kommunikation, Organisationstheorie) und eine angewandte Analyse der konkreten Marketing-Aktivitäten der SKD.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie strategische Kommunikation, Museumskommunikation, SKD, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit geprägt.
Die Dönertüten-Aktion war eine kreative, ungewöhnliche Marketingmaßnahme zur direkten Ansprache einer spezifischen Zielgruppe (türkische Community) und sorgte durch ihre Unkonventionalität für hohe Aufmerksamkeit.
Die Autorin stellt fest, dass es zwar eine bewusste strategische Planung gibt, es jedoch an systematischen Feedbackschleifen fehlt, um die "Wirkmächtigkeit" der Kommunikation jenseits reiner Besucherzahlen zu evaluieren.
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