Bachelorarbeit, 2012
40 Seiten, Note: 1,7
Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde
1 Kurzdarstellung
2 Einleitung
3 Stand der Forschung
4 Darstellung der verwendeten Methoden
5 Darstellung der Ergebnisse
5.1 Glimmer
5.2 Amphibol
5.3 Rutil und Ilmenit
5.4 Diopsid
5.5 Karbonate
5.6 Strontium- und Bariumphasen
5.7 Kurzzusammenfassung der Messergebnisse
6 Diskussion der Ergebnisse
7 Zusammenfassung – Schlussfolgerung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die petrographischen Eigenschaften und die Entstehungsbedingungen von MARID-Xenolithen aus der Bultfontein-Mine in Südafrika. Anhand einer mikroskopischen und analytischen Untersuchung eines spezifischen Dünnschliffs wird der Frage nachgegangen, ob die beobachteten Mineralphasen durch eine kimberlitische oder lamproitische Magmenentwicklung und metasomatische Prozesse im Erdmantel erklärt werden können.
5.4 Diopsid
Der grünliche Diopsid ist eine charakteristische Phase für einen MARID-Xenolithen und macht etwa 12 Vol.-% des Dünnschliffs BR 2-8 aus.
An insgesamt fünf Stellen innerhalb des Schliffs wurde die Zusammensetzung der 0,1-0,2 cm großen Diopside bestimmt. Markiert sind die Messpunkte in Abb. 8. Die dazugehörigen Ergebnisse befinden sich in Tab. 6a. Die Anwesenheit von Chrom ermöglicht die, für diese Gesteinsart übliche, grüne Färbung des Diopsids, was in der nachfolgenden Tabelle nachgewiesen ist. Eine Auflistung der Anionenplätze der Diopside befindet sich in Tab. 6b.
Der Vergleich des Diopsids (Abb. 9) mit den Analyseergebnissen von Waters (1987) ergab einen erhöhten Chromgehalt (>0,08-0,52 Gew.-% Cr2O3). Bei Dawson et al. (1976) und Konzett (2000) stimmten die Chromwerte dagegen überein. Auffällig ist auch bei diesem Mineral der leicht erhöhte Kaliumgehalt, der besonders bei Waters (1987) und Dawson et al. (1977) zwischen 0 und 0,02 Gew.-% liegt. Konzett (2000) fand dagegen vergleichbare Kaliumgehalte (<0,05 Gew.-% K2O).
Der Vergleich eines gewöhnlichen Diopsids von Deer et al. (1992), entnommen aus einem Kalkstein aus Finnland, ergab dagegen einen erhöhten Eisengehalt (>0,07 Gew.-% FeO) und erhöhte Titan-, Natrium-, Kalium- und Chromgehalte (für alle >0,0 Gew.-%). Lediglich der Calciumgehalt, gemessen von Deer et al. (1992), liegt unterhalb des von Schliff BR 2-8 (<25,85 Gew.-% CaO).
1 Kurzdarstellung: Diese Einführung gibt einen Überblick über die Definition von MARID-Xenolithen und die spezifischen Besonderheiten des analysierten Dünnschliffs BR 2-8 hinsichtlich seiner chemischen Zusammensetzung.
2 Einleitung: Beschreibt die geographische und geologische Herkunft des Gesteins aus der Kimberlit-Mine in Bultfontein sowie die allgemeine mineralogische Charakteristik des Schliffs.
3 Stand der Forschung: Präsentiert die unterschiedlichen wissenschaftlichen Theorien zur Entstehung der MARID-Gesteine, insbesondere die Debatte über kimberlitische versus lamproitische Muttermagmen.
4 Darstellung der verwendeten Methoden: Erläutert die eingesetzten Analyseverfahren, namentlich das Rasterelektronenmikroskop (REM) und die Mikrosonde, einschließlich der verwendeten Standards.
5 Darstellung der Ergebnisse: Detaillierte analytische Untersuchung der einzelnen Minerale Glimmer, Amphibol, Rutil, Ilmenit, Diopsid, Karbonate sowie der Strontium- und Bariumphasen.
6 Diskussion der Ergebnisse: Kritische Auseinandersetzung mit den gewonnenen Daten im Vergleich zu etablierten Modellen und Prüfung der Plausibilität verschiedener Entstehungsszenarien.
7 Zusammenfassung – Schlussfolgerung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse und Schlussfolgerung, dass eine magmatische Herkunft aus einem kimberlitischen Magma unter Einfluss metasomatischer Fluide die wahrscheinlichste Genese darstellt.
MARID-Xenolithe, Kimberlit, Metasomatose, Glimmer, Amphibol, Rutil, Diopsid, Dolomit, Kaapvaal Kraton, Erdmantel, Phlogopit, LILE, Elementanalyse, Mikrosonde, Bultfontein
Die Arbeit befasst sich mit der petrographischen Analyse eines MARID-Xenolithen aus Südafrika, um dessen mineralogische Zusammensetzung zu bestimmen und Rückschlüsse auf seine Entstehung im oberen Erdmantel zu ziehen.
Zentrale Themen sind die Mineralogie von MARID-Gesteinen (Glimmer, Amphibol, Rutil, Ilmenit, Diopsid), metasomatische Alterationsprozesse durch Fluide und die petrologische Einordnung des Muttermagmas.
Das Ziel ist die Überprüfung bestehender Entstehungshypothesen für MARID-Xenolithe anhand eines konkreten Dünnschliffs, um die Bedingungen von Bildung und Transport an die Erdoberfläche besser zu verstehen.
Es wurde eine Kombination aus Rasterelektronenmikroskopie (REM) zur qualitativen Gefügeanalyse und Mikrosonde-Analyse zur quantitativen Elementbestimmung der einzelnen Minerale durchgeführt.
Der Hauptteil präsentiert detailliert die chemischen Analyseergebnisse für jede gefundene Mineralphase und vergleicht diese mit Daten aus der Fachliteratur, um deren petrologische Signifikanz zu bewerten.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie MARID-Xenolithe, Metasomatose, Kimberlit, Phlogopit, Kaapvaal Kraton und chemische Elementanreicherung charakterisiert.
Das Fehlen von Olivin deutet darauf hin, dass eine fortgeschrittene metasomatische Umwandlung oder eine längere Kristallisationsphase stattgefunden hat, bei der Olivin aus dem Gestein eliminiert wurde.
Diese Minerale werden als Ergebnis einer sekundären hydrothermalen Metasomatose durch karbonatische und sulfathaltige Fluide gedeutet, die über Risse und Klüfte in den Erdmantel gelangten.
Die Ozeanbodenspreizung wird als Prozess genannt, der zur Druckentlastung und damit zur Schmelzbildung führte sowie als Ursache für die Entstehung von Rissen und Klüften, durch die meerwasserhaltige Fluide die Metasomatose auslösen konnten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

