Bachelorarbeit, 2014
74 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Geschichte des subkulturellen Phänomens Hip Hop
2.1 Die vier Elemente des Hip Hop
2.1.1 DJ-ing
2.1.2 MC-ing
2.1.3 Breakdancing
2.1.4 Writing
2.2 Hip Hop in Deutschland
2.3 Zusammenfassung
3. Die Lebensphase Jugend
3.1 Jugend und Jugendkulturen
3.2 Jugend und die Jugendkultur Hip Hop
3.3 Jugend und Musik
3.4 Jugend und Rapmusik
4. Musikalische Praxis
4.1 Effekte aktiven Musizierens
4.1.1 Soziale Kompetenz
4.1.2 Kreativität & Ausdruck
4.1.3 Erfolg erleben
4.2 Zusammenfassung
5. Rapmusik in der Sozialen Arbeit mit Jugendlichen
5.1 Anwendungsbereiche von Rapmusik in der Sozialen Arbeit mit Jugendlichen
5.1.1 Rapmusik im Offenen Bereich
5.1.2 Rapmusik in der Gruppenarbeit
5.1.3 Rapmusik in Workshops
5.2 Sozialpädagogische Zielsetzung
5.3 Anforderungen an Sozial Arbeiter
5.4 Rapmusik in Konzepten Sozialer Arbeit am Beispiel der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch
5.4.1 Handlungs- und Strukturmaximen im Konzept der Lebensweltorientierung
5.4.2 Fazit
6. Rapmusikprojekte in der praktischen Sozialen Arbeit
6.1 Rap am Donnerstag
6.2 Inklusion?!? Was geht uns das an!
6.3 Das Projekt 'Stilbruch: Subkultur trifft Hochkultur'
6.3.1 Durchführung des Projekts
6.3.2 Fazit
7. Schluss
Das Hauptziel der Arbeit ist es, den wissenschaftlichen Nutzen von Rapmusik als niedrigschwelliges pädagogisches Instrument in der Sozialen Arbeit mit Jugendlichen zu belegen und dessen positive Wirkungsweisen auf die Lebenswelt junger Menschen darzulegen.
2. Die Geschichte des subkulturellen Phänomens Hip Hop
Bereits die Urväter der Menschheit in der Bronze- und Eisenzeit verewigten sich mit Felszeichnungen in Form von Szenen der Jagd. Gruppen, die sich dem Widerstand gegen das Regime des Nationalsozialismus im zweiten Weltkrieg verschrieben hatten, malten mit weißer Farbe und Schablonen Parolen an Häuserfassaden. Liebespaare ritzen ihre Initialen in Baumrinden und Parkbänke. Lassen sich hier Parallelen zum Graffiti ziehen?
Im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert entwickelten brasilianische Sklaven einen eigenen Kampfstil. Capoeira. Capoeira ist ein Kampfstanz, den rivalisierende Sklaven, Gangs, sog. Maltas und Obrigkeiten im 18. Jahrhundert in Brasilien gegeneinander austrugen. Lassen sich hier Parallelen zu heutigen Breakdancebattles ziehen?
Schon im 15. Jahrhundert gab es in Westafrika den Berufsstand der Griots. Griots waren Berufssänger, welche Geschichten in gereimter Form erzählten und alte Texte weitertrugen, um die Menschen zu unterhalten. War das schon eine Form von Rap?
Die Behauptung aufzustellen, oben genannte Phänomene würden mit der heutigen Hip Hop-Kultur in Verbindung stehen, wäre anmaßend. Trotzdem ist eine gewisse Verwandtschaft nicht von der Hand zu weisen.
1. Einleitung: Darstellung der persönlichen Motivation des Autors und der thematischen Ausrichtung der Arbeit hinsichtlich der Relevanz von Hip Hop in der Sozialen Arbeit.
2. Die Geschichte des subkulturellen Phänomens Hip Hop: Überblick über die Entstehungsgeschichte, die vier Elemente (DJ-ing, MC-ing, Breakdancing, Writing) und den Import nach Deutschland.
3. Die Lebensphase Jugend: Definition des Begriffs Jugend und Untersuchung der Funktionen von Jugendkulturen sowie deren Bedeutung für Identität und Musikkonsum.
4. Musikalische Praxis: Erörterung der pädagogischen Effekte aktiven Musizierens, wie die Förderung von sozialen Kompetenzen, Kreativität und Erfolgserlebnissen.
5. Rapmusik in der Sozialen Arbeit mit Jugendlichen: Kopplung von Rapmusik an sozialpädagogische Konzepte, Anforderungen an Sozialarbeiter und Einordnung in die Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch.
6. Rapmusikprojekte in der praktischen Sozialen Arbeit: Vorstellung von drei konkreten Projekten zur praktischen Umsetzung von Rapmusik in der Jugendarbeit und Reflexion der Ergebnisse.
7. Schluss: Zusammenfassendes Fazit über die Eignung von Rapmusik als wirkungsvolles pädagogisches Werkzeug in der Arbeit mit Jugendlichen.
Soziale Arbeit, Jugendhilfe, Hip Hop, Rapmusik, Musikpädagogik, Lebensweltorientierung, Identitätsentwicklung, Jugendkultur, Kreativität, Soziale Kompetenz, Partizipation, Musikprojekte, Inklusion, Subkultur, Jugendarbeit
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Rapmusik als pädagogisches Hilfsmittel und niedrigschwelliges Angebot in der Sozialen Arbeit mit Jugendlichen.
Die zentralen Themen sind die Geschichte des Hip Hop, die soziologische Betrachtung der Lebensphase Jugend, die pädagogischen Wirkungen des Musizierens sowie die praktische Anwendung von Rap-Projekten.
Ziel ist es, den Nutzen von Rapmusik für die Identitätsfindung und soziale Integration Jugendlicher theoretisch zu begründen und anhand von Praxisbeispielen zu belegen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der begleitenden Dokumentation und Reflexion selbst durchgeführter Rapmusikprojekte in der Sozialen Arbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Hip-Hop-Kultur und Jugendphase, die Darstellung der Effekte des aktiven Musizierens sowie die spezifische Anwendung und methodische Einbettung von Rapmusik in sozialpädagogische Konzepte.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Soziale Arbeit, Lebensweltorientierung, Hip-Hop-Kultur, Musikpädagogik, Partizipation und Identitätsbildung.
Da Hip Hop eine niedrigschwellige Ausdrucksform ist, die keine musikalische Vorbildung erfordert, bietet sie Jugendlichen einen leichten Zugang zur Selbstverwirklichung und Partizipation.
Das Konzept nach Thiersch dient als theoretischer Rahmen, um die Jugendlichen dort abzuholen, wo sie stehen, und ihre alltäglichen Probleme, Ressourcen und sozialen Strukturen in den pädagogischen Prozess zu integrieren.
Wie an den Praxisbeispielen (z. B. 'Stilbruch') gezeigt, können Rap-Projekte durch den gemeinsamen kreativen Prozess Vorurteile abbauen und ein 'Wir-Gefühl' zwischen unterschiedlichen sozialen Gruppen stiften.
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