Diplomarbeit, 2004
105 Seiten, Note: 2,0
4. Einleitung
5. Immobilien-Begriffe
5.1 Juristischer Immobilienbegriff
5.2 Ökonomischer Immobilienbegriff
6. Anlässe von Immobilienbewertungen
7. Bewertung von unbebauten und bebauten Grundstücken in Deutschland
7.1 Rechtliche Grundlagen für die Wertermittlung
7.2 Das deutsche Sachverständigenwesen
7.3 Die Gutachterausschüsse
7.3.1 Organisation der Gutachterausschüsse
7.3.2 Aufgaben
7.3.3 Kaufpreissammlungen
7.3.4 Bodenrichtwerte
7.4 Auswirkungen des Baurechts auf den Bodenwert
7.5 Die nationale Wertelehre
7.5.1 Verkehrswert
7.5.2 Einheitswert/Gemeiner Wert
7.5.3 Beleihungswert
7.5.4 Versicherungswert
7.6 Wertermittlung von Immobilien in Deutschland nach den Grundsätzen der Wertermittlungsverordnung
7.6.1 Vergleichswertverfahren
7.6.1.1 Bedingungen für die Anwendung
7.6.1.2 Verfahrensablauf
7.6.1.3 Kritische Würdigung
7.6.2 Ertragswertverfahren
7.6.2.1 Bedingungen für die Anwendung
7.6.2.2 Verfahrensablauf
7.6.2.3 Kritische Würdigung
7.6.3 Sachwertverfahren
7.6.3.1 Bedingungen für die Anwendung
7.6.3.2 Verfahrensablauf
7.6.3.3 Kritische Würdigung
7.6.4 Vergleich der nationalen Verfahren
8. Internationale Immobilienbewertungspraxis
8.1 Das internationale Sachverständigenwesen
8.1.1 Royal Institution of Chartered Surveyors
8.1.2 The European Group of Valuers´ Association
8.1.3 Wertelehre
8.1.3.1 Open Market Value
8.1.3.2 Vergleich des Open Market Value mit dem Verkehrswert
8.1.3.3 Existing Use Value
8.1.3.4 Alternative Use Value
8.1.3.5 Estimated Realisation Price
8.1.3.6 Estimated Restricted Realisation Price
8.1.3.7 Depreciated Replacement Cost
8.2 Internationale Verfahren zur Wertermittlung von Immobilien
8.2.1 Comparative Method
8.2.1.1 Vergleich von Comparative Method und deutschem Vergleichswertverfahren
8.2.2 Investment Method
8.2.2.1 Term & Reversion Approach/ Top Slicing Approach
8.2.2.2 Kritik
8.2.2.3 Vergleich von Investment Method und deutschem Ertragswertverfahren
8.2.2.4 Discounted-Cash-Flow-Method (Barwertmethode)
8.2.3 Cost Approach
8.2.3.1 Vergleich von Cost Approach und deutschem Sachwertverfahren
8.2.4 Profits Method (Gewinnmethode)
8.2.5 Residual Method (Residualwertmethode)
9. Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht die deutsche Immobilienbewertungspraxis im Kontext der zunehmenden Globalisierung. Ziel ist es, die bestehenden nationalen Bewertungsverfahren kritisch zu analysieren und den international üblichen, insbesondere angelsächsischen Bewertungsmethoden gegenüberzustellen, um den Anpassungsbedarf im Zuge der Harmonisierung aufzuzeigen.
7.6.3.3 Kritische Würdigung
Das Sachwertverfahren befindet sich heute in einer Krise. Zum einen ist es nur zur Verkehrswertermittlung weniger Immobilienarten geeignet, vornehmlich derer, bei denen Renditeüberlegungen eine untergeordnete Rolle spielen, und zum anderen liegt in der Marktanpassung des Sachwertes an den Verkehrswert die größte Schwäche. Unverständlich und Gegenstand zahlreicher Kritiken ist, warum heute immer noch überwiegend die tabellierten NHK 1913 verwendet werden, statt die Erfahrungssätze für aktuelle Normalherstellungskosten (NHK 2000) heranzuziehen. Würde man die neuesten Normalherstellungskosten anwenden, würde die erforderliche Anpassung an die Lage auf dem Grundstücksmarkt deutlich erleichtert, da eine Umrechnung der veralteten NHK 1913 auf die heutigen Verhältnisse unterbleiben könnte. Eine starke Vereinfachung der Berücksichtigung der Alterswertminderung würde ebenfalls durch die NHK 2000 erreicht werden, weil in diese, auf Grund ihrer Aktualität, die Alterswertminderung bereits eingeflossen ist.
Durch die umständliche und komplizierte Marktanpassung werden oftmals das Vergleichs- oder das Ertragswertverfahren unterstützend herangezogen, um den Verkehrswert aus dem Sachwertverfahren zu ermitteln. Hierbei kommt es doch zwangsläufig zu der Frage, warum nicht von Anfang an ein marktnahes Verfahren ausgewählt wird. Aber auch die direkte Ableitung des Verkehrswertes aus dem Sachwert unterliegt einer grundsätzlichen Kritik, denn dadurch bringt der Sachverständige zum Ausdruck, dass ihm der Marktwert der Immobilie schon vor Anwendung des Sachwertverfahrens bekannt war. Das wiederum führt zu der Frage, warum er das Sachwertverfahren überhaupt angewandt hat.
Die Vorteile des Sachwertverfahrens sind vor allem in seiner technischen Transparenz zu sehen. Bei genauer Anwendung des Verfahrens führt es auf der Grundlage von genauen Begutachtungen der verschiedenen Bestandteile einer Immobilie zu einem aussagekräftigen Substanzwert des Objektes. Berücksichtigt werden dabei die in der Immobilienwirtschaft üblichen baurechtlichen und bautechnischen Grundlagen. Da aber nicht ein Substanzwert, sondern der Verkehrswert das Ziel der Wertermittlung ist, führt dieses wieder zu der oben beschriebenen Problematik. Dennoch ist das Sachwertverfahren nicht gänzlich zu verurteilen. Ein auf aktuellen Erfahrungssätzen basierendes Verfahren wird in der Praxis auch in Zukunft zur Anwendung kommen.
Einleitung: Einführung in die Bedeutung des Immobilienmarktes und die Notwendigkeit der Harmonisierung von Bewertungsstandards aufgrund der Globalisierung.
Immobilien-Begriffe: Abgrenzung zwischen juristischen und ökonomischen Definitionen des Immobilienbegriffs.
Anlässe von Immobilienbewertungen: Darstellung der vielfältigen privaten, gewerblichen und öffentlichen Gründe, die eine Immobilienbewertung erforderlich machen.
Bewertung von unbebauten und bebauten Grundstücken in Deutschland: Detaillierte Analyse des rechtlichen Rahmens, der Gutachterausschüsse und der in der WertV normierten Verfahren.
Internationale Immobilienbewertungspraxis: Überblick über internationale Standards und Organisationen sowie deren Methoden im Vergleich zu deutschen Ansätzen.
Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen deutschen und internationalen Verfahren sowie Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Immobilienbewertung, Verkehrswert, Wertermittlungsverordnung, Vergleichswertverfahren, Ertragswertverfahren, Sachwertverfahren, Globalisierung, Gutachterausschuss, Markttransparenz, Investitionsentscheidung, angelsächsische Bewertungsverfahren, Discounted-Cash-Flow-Method, Liegenschaftszinssatz, Bodenrichtwerte.
Die Arbeit analysiert die aktuelle Praxis der Immobilienbewertung in Deutschland und setzt diese in den Kontext der fortschreitenden internationalen Globalisierung und Harmonisierung von Standards.
Im Mittelpunkt stehen die rechtlichen Grundlagen in Deutschland, die Funktionsweise der WertV-Verfahren sowie ein kritischer Vergleich mit internationalen, vor allem angelsächsischen Bewertungsmethoden.
Ziel ist es zu prüfen, ob die deutschen Bewertungsverfahren den modernen Anforderungen an die Investitionsbewertung noch gerecht werden und wo Anpassungsbedarf gegenüber internationalen Standards besteht.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode, um die normierten deutschen Verfahren (Vergleichs-, Ertragswert- und Sachwertverfahren) zu erläutern und diese theoretisch sowie praktisch den internationalen Methoden gegenüberzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung des deutschen Bewertungswesens (Recht, Gutachterausschüsse, Verfahren) und eine tiefgehende Analyse der internationalen Praxis, inklusive verschiedener spezifischer Methoden wie DCF oder Residualwertmethode.
Wesentliche Begriffe sind Immobilienbewertung, Verkehrswert, WertV, Harmonisierung, Markttransparenz und der Vergleich zwischen deutscher und angelsächsischer Methodik.
Der Autor bemängelt, dass die Verwendung dieser veralteten Tabellenwerke zu einer ungenauen Abbildung der tatsächlichen Kosten führt, was den Anpassungsaufwand an den aktuellen Markt künstlich erhöht.
Der Autor sieht in den Gutachterausschüssen einen wesentlichen Standortvorteil Deutschlands, da sie durch die Sammlung von Kaufpreisdaten eine für Europa beispielhafte Markttransparenz schaffen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

