Masterarbeit, 2013
84 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Direktes „traditionelles“ Mobbing
2.1 Klärung des Begriffs Mobbing
2.2 Die beteiligten Personen im Überblick
2.2.1 Das Täterprofil
2.2.2 Das Opferprofil
2.2.3 Die Mitläufer
2.2.4 Die Zuschauer, Wegschauer und Dulder
2.3 Der Mobbing-„Teufelskreis“
2.4 Präventions- und Interventionsmaßnahmen
2.4.1 „SPOTLIGHT – Theater gegen Mobbing“
2.4.2 No Blame Approach
2.4.3 Die Farsta-Methode
2.4.4 Anti-Bullying-Programm nach Olweus
3. Cyberspace und Computervermittelte Kommunikation
3.1 Formen der computervermittelten Kommunikation
3.2 Unterschiede zwischen computervermittelter Kommunikation und direkter Kommunikation (Face-to-Face-Kommunikation)
3.3 Theorien der computervermittelten Kommunikation
3.4 Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen
3.4.1 Die JIM-Studie 2012
3.4.1.1 Gerätebesitz von Kindern und Jugendlichen
3.4.1.2 Medienbeschäftigung in der Freizeit
3.4.1.3 Wichtigkeit der Medien
3.4.1.4 Computer und Internet
3.4.1.4.1 Ausstattung und Nutzung
3.4.1.4.2 Aktivitäten im Internet
3.4.1.5 Online-Communities
3.4.1.5.1 Nutzungshäufigkeit und Nutzungsmuster
3.4.1.5.2 Probleme im Internet
3.4.1.6 Handy
3.4.1.6.1 Handybesitz und Smartphones
3.5 Kurzstudie zu Cyber-Mobbing von der Techniker Krankenkasse
3.6 Medienkompetenz
4. Cyber-Mobbing
4.1 Klärung des Begriffs Cyber-Mobbing
4.2 Formen von Cyber-Mobbing
4.2.1 Von Cyberstalking bis Flaming: Die verschiedenen Gesichter des Online-Mobbing
4.2.1.5 Beleidigung („Flaming“)
5.2.1.5 Belästigung („Harassment“)
6.2.1.5 Anschwärzen / Gerüchte verbreiten („Denigration“)
4.2.1.4Auftreten unter falscher Identität („Impersonation“)
4.2.1.5 Bloßstellung / Betrügerei („Outing and Trickery“)
4.2.1.6 Ausschluss („ Exclusion“)
4.2.1.7 Belästigung und Verfolgung („Cyberstalking“)
4.2.1.8 Offene Androhung von Gewalt („Cyberthreats“)
4.3 Beteiligte Personen
4.3.1 Cyber-Täter
4.3.2 Cyber-Opfer
4.3.3 Mitläufer, Verstärker und „Bystander“
4.4 Unterschiede und Gemeinsamkeiten von traditionellem Mobbing und Cyber-Mobbing
4.4.1 Gemeinsamkeiten von Schulhof-Mobbing und Cyber-Mobbing in Bezug auf ihre Beteiligten
4.4.2 Besonderheiten von Cyber-Mobbing
4.5 Welche Gesetze gibt es gegen Cybermobbing?
4.5.1 Konsequenzen
5. Maßnahmen gegen Cyber-Mobbing
5.1 Vorüberlegung
5.2 Handlungsmöglichkeiten
5.2.1 Wie die Sozialisationsinstanz Schule vor Cyber-Mobbing vorbeugen kann
5.2.2 Medienkompetenz statt Pauschalverbot
5.2.3 Wie Lehrkräfte vor Auftreten von Cyber-Mobbing präventiv aktiv werden können
5.2.4 „Frühwarnsysteme“: Cyber-Mobbing an Schulen rechtzeitig erkennen
5.2.5 Was betroffene Schüler bei Cyber-Mobbing tun können
5.2.6 Wie sich Eltern bei Cyber-Mobbing verhalten können
5.3 Ausgewählte Präventionsprogramme
5.3.1 Das Präventionsprogramm „Surf-Fair“
5.3.2 „Bloßgestellt im Netz“ ein Planspiel
5.3.3 „Heldenhaft gegen Cyber-Mobbing mit den Medienhelden“
6. Abschlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem wachsenden Phänomen der virtuellen Aggression auseinander, mit besonderem Fokus auf das Cyber-Mobbing unter Schülern. Ziel ist es, die Ursachen und Auswirkungen dieser neuen Form der Diskriminierung aufzuzeigen sowie konkrete pädagogische Handlungsmöglichkeiten für den Schulalltag zu erarbeiten.
1. Einleitung
„Wenn Cybermobbing tödlich endet“ lautete die Schlagzeile der t-online.de Homepage am 17.12.2012. „Cybermobbing - Bring dich doch um, alle wären froh, wenn du tot wärst“ titelte am 18.10.2011 die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeine. „Cybermobbing kann Menschen zerstören“. An Schulen ist die Macht der Beleidigung im Netz ein großes Problem. Beschimpfungen, Lästereien und Hohn lassen sich im Internet schnell, einfach und anonym verbreiten. Ein Mausklick und schon ist ein böser Kommentar oder ein fieses Bild hochgeladen und für jeden sichtbar.
Welche gravierenden Folgen Cyber-Mobbing mit sich bringen kann, zeigen in jüngster Zeit Todesfälle von Jugendlichen wie Tim Ribberink, Amanda Todd und Winsie aus Arnheim.
Im Oktober 2012 nahm sich die 15-jährige Kanadierin Amanda Todd das Leben, nachdem sie in der Schule und im Internet Opfer von Mobbing-Attacken wurde. Ein delikates Foto von ihr kursierte im digitalen Netz. Daraufhin wurde Amanda von ihren Mitschülern verspottet und gekränkt, sie bekam Depressionen und Panikattacken, welche schließlich zum Suizid führten.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, belegt die Dringlichkeit anhand von tragischen Fallbeispielen und steckt den Rahmen für die Untersuchung von Cyber-Mobbing unter Schülern ab.
2. Direktes „traditionelles“ Mobbing: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Mobbing-Begriffs, analysiert Rollenprofile sowie den „Teufelskreis“ und stellt klassische Präventions- und Interventionsmaßnahmen vor.
3. Cyberspace und Computervermittelte Kommunikation: Hier wird der mediale Kontext beleuchtet, indem Formen und Theorien computervermittelter Kommunikation sowie das Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen analysiert werden.
4. Cyber-Mobbing: Dieses Kapitel definiert Cyber-Mobbing, arbeitet spezifische Erscheinungsformen heraus, vergleicht diese mit traditionellem Mobbing und diskutiert die rechtliche Situation.
5. Maßnahmen gegen Cyber-Mobbing: Der Fokus liegt auf konkreten Handlungsoptionen für Schulen und Eltern sowie der Vorstellung praktischer Präventionsprogramme.
6. Abschlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die pädagogische Verantwortung in Bezug auf die Medienkompetenz aller Beteiligten.
Cyber-Mobbing, Cyberbullying, Medienkompetenz, JIM-Studie, Prävention, Intervention, soziale Netzwerke, Lehrkräfte, Eltern, Opfer, Täter, Schule, Online-Kommunikation, Mediennutzung, Cyberspace
Die Arbeit untersucht das Phänomen Cyber-Mobbing bei Schülern, analysiert dessen Dynamik und die Unterschiede zum traditionellen Mobbing sowie effektive Interventionsmöglichkeiten.
Die Schwerpunkte liegen bei der Begriffsklärung, dem medienbezogenen Verhalten, der Analyse der Rollen (Täter/Opfer) und dem pädagogischen Umgang im schulischen Kontext.
Die Arbeit geht der Frage nach, wie das Phänomen Cyber-Mobbing unter Schülern zu verstehen ist und welche präventiven sowie interventiven Handlungsmöglichkeiten Schulen haben.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse und dem Auswerten aktueller Studien (wie der JIM-Studie) basiert.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Kommunikation im Cyberspace, die Analyse der Beteiligten und Erscheinungsformen des Cyber-Mobbings sowie rechtliche Konsequenzen.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich über Begriffe wie Medienkompetenz, Cyber-Mobbing, Prävention und soziale Netzwerke charakterisieren.
Cyber-Mobbing bietet Tätern durch Anonymität, Zeitunabhängigkeit und eine unüberschaubare Reichweite neue, gravierendere Möglichkeiten, die über den Schulhof hinausgehen.
Die Schule dient als Sozialisationsinstanz, die durch die Vermittlung von Medienkompetenz und die Etablierung eines wertschätzenden Klassenklimas Cyber-Mobbing aktiv entgegenwirken kann.
Prävention ist essentiell; Erwachsene müssen die mediale Lebenswelt der Jugendlichen verstehen und sie bei einem verantwortungsbewussten Umgang begleiten, um Cyber-Mobbing zu verhindern.
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