Masterarbeit, 2014
148 Seiten, Note: 1,0
Die Masterarbeit befasst sich mit der Selektion von Zielmärkten für institutionelle Immobilieninvestitionen. Ziel ist es, ein Entscheidungsmodell zu entwickeln, das institutionelle Investoren bei der Auswahl von internationalen Anlagemärkten unterstützt. Das Modell basiert auf dem ELECTRE-Verfahren, einem Outranking-Verfahren, das in der Immobilienbranche bisher kaum Anwendung findet. Die Arbeit untersucht die Eignung des ELECTRE-Verfahrens für die komplexe Entscheidungssituation der internationalen Zielmarktauswahl und zeigt die Vorteile gegenüber klassischen Entscheidungsmodellen auf.
Der erste Abschnitt der Arbeit beleuchtet die Motive für internationale Immobilieninvestitionen und die Herausforderungen, die sich aus der Komplexität dieser Investitionsentscheidungen ergeben. Es werden die Defizite klassischer Entscheidungsmodelle aufgezeigt und die Outranking-Verfahren als Lösungsansatz vorgestellt. Der Fokus liegt dabei auf dem ELECTRE-Verfahren, dessen Funktionsweise und Anwendungsgebiete erläutert werden.
Im zweiten Abschnitt wird das Untersuchungsdesign für das Entscheidungsmodell festgelegt. Es erfolgt eine Auswahl des geeigneten ELECTRE-Verfahrens, eine Vorauswahl von Ländern als potenzielle Zielmärkte und die Bestimmung relevanter Kriterien für die Beurteilung dieser Märkte. Die Auswahl der Kriterien basiert auf Erkenntnissen aus vergangenen Studien und einer Kategorisierung nach LIESER.
Der dritte Abschnitt widmet sich der Konzeption des Entscheidungsmodells. Es werden die Modellparameter, wie Kriteriengewichte und Präferenzschwellenwerte, bestimmt. Anschließend wird das Modell auf die Länderallokationsproblematik angewendet, indem die Dominanzbeziehung zwischen den Alternativen ermittelt wird. Die Ergebnisse werden interpretiert und mögliche Implikationen für das Immobilienportfoliomanagement aufgezeigt.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Selektion von Zielmärkten für institutionelle Immobilieninvestitionen, das ELECTRE-Verfahren, Outranking-Verfahren, multikriterielle Entscheidungsprobleme, Immobilienportfoliomanagement, internationale Immobilieninvestitionen, Diversifikation, Komplexität, Entscheidungsmodelle, Kriteriengewichte, Präferenzschwellenwerte, Sensitivitätsanalyse und Robustheit.
ELECTRE ist ein Outranking-Verfahren zur Entscheidungsunterstützung bei komplexen Problemen mit mehreren Kriterien, bei dem Alternativen miteinander verglichen werden.
Es kann Indifferenzen und Unvergleichbarkeiten zwischen Märkten berücksichtigen und verhindert, dass schlechte Werte in kritischen Bereichen (z.B. Rechtssicherheit) durch gute Werte in anderen Bereichen einfach kompensiert werden.
Wichtige Kriterien sind das ökonomische Umfeld, die Tiefe des Kapitalmarktes, der Schutz des Investors, das Rechtssystem sowie sozio-kulturelle und politische Faktoren.
Klassische Modelle liefern oft eine starre Rangliste, während ELECTRE eine differenziertere Dominanzbeziehung aufzeigt und mehrere optimale Alternativen als Lösung vorschlagen kann.
Schwellenwerte definieren, ab welcher Differenz ein Kriterium als bedeutend schlechter oder besser gilt, was eine realitätsnahe Modellierung von Anlegerpräferenzen ermöglicht.
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