Bachelorarbeit, 2013
40 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Von der kameralistischen Jahresrechnung zum kaufmännischen Jahresabschluss
1.2 Begriffsklärungen
2. Die Besonderheiten des kommunalen Jahresabschlusses
2.1 Ziel und Zweck des kommunalen Jahresabschlusses
2.2 Aufbau und Funktionsweise
2.2.1 Vermögensrechnung
2.1.1.1 Bedeutung des Eigenkapitals
2.2.1.2 Gewichtung der Eröffnungsbilanz
2.2.1.3 Ermessensspielräume bei Ansatz- und Bewertungswahlrechten
2.2.1.4 Der kommunale Insolvenzfall
2.2.1.5 Sonderposten
2.2.2 Ergebnisrechnung
2.2.3 Finanzrechnung
2.2.4 Anhang und Anlagen
3. Die kommunale Jahresabschlussanalyse
3.1 Ziele der kommunalen Jahresabschlussanalyse
3.2 Bilanzpolitik
3.3 Haushaltswirtschaftliche Zielsetzungen
3.4 Analysemethoden und –instrumente
4. Die Jahresabschlussanalyse am Beispiel der Gemeinde Ahrensfelde
4.1 Vorbemerkungen und Vorgehensweise
4.2 Finanzlage
4.2.1 Sachanlagenintensität des abnutzbaren Sachanlagevermögens
4.2.2 Anlagenabnutzungsgrad
4.2.3 Reinvestitionsquote
4.2.4 Selbstfinanzierungsgrad
4.2.5 Liquidität 1. Grades
4.3 Ertragslage
4.3.1 Anteil des ordentlichen Erfolgs
4.3.2 Steuerquote
4.3.3 Abschreibungsaufwandsquote
4.4 Zusammenfassende Einschätzung der wirtschaftlichen Lage der Gemeinde Ahrensfelde
5. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Aussagekraft von Bilanzkennzahlen zur Beurteilung der haushaltswirtschaftlichen Situation einer Kommune. Anhand der Gemeinde Ahrensfelde wird analysiert, inwieweit moderne betriebswirtschaftliche Instrumente (Doppik) geeignet sind, um kommunale Finanz- und Ertragslagen zu bewerten, unter Berücksichtigung der spezifischen Rahmenbedingungen des öffentlichen Sektors.
2.2.1.4 Der kommunale Insolvenzfall
Die „kommunale Insolvenz“ ist schlichtweg nicht vorgesehen. Das Haushaltssicherungskonzept, wie es z.B. in § 76 GO NRW oder § 63 Abs. 5 BbgKomHKV im Falle des nicht erreichten Haushaltsausgleichs verlangt wird, zielt nur auf die Wiederherstellung der Wirtschaftlichkeit ab, jedoch sieht es keine zwingende Beseitigung bilanzieller Überschuldung vor. Eine Liquidation des Großteils kommunalen Vermögens im Falle einer Überschuldung ist aufgrund der Notwendigkeit der Erhaltung der Daseinsvorsorge unmöglich (Verkauf von Straßen). Der kommunale Insolvenzfall ist somit höchst fragwürdig, was Magin als Vorhandensein eines „Vermögen[s] ohne Eigentümer“ beschreibt:
„Im öffentlichen Bereich gibt es im Gegensatz zu privatwirtschaftlichen Unternehmen keine Eigentümer in Form einzelner, natürlicher Personen, die einerseits über das Vermögen der kommunalen Kernhaushalte verfügen und andererseits für deren Schulden haftbar gemacht werden können.“
Das wiederum bedingt die so häufig zu beobachtende Tatsache der Ver- und im negativsten Falle der Überschuldung von Kommunen durch Kreditaufnahmen, was letztlich ein Durchbrechen der angestrebten intergenerativen Gerechtigkeit zur Folge hat.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den historischen Übergang der öffentlichen Verwaltung von der Kameralistik zum kaufmännischen Rechnungswesen und die daraus resultierende Notwendigkeit der Datenanalyse.
2. Die Besonderheiten des kommunalen Jahresabschlusses: In diesem Kapitel werden die Komponenten des Drei-Komponenten-Modells detailliert erläutert und die spezifischen Herausforderungen im kommunalen Bereich, wie die Eigenkapitalproblematik, aufgezeigt.
3. Die kommunale Jahresabschlussanalyse: Hier werden Ziele, Methoden und die Problematik der Bilanzpolitik sowie der haushaltswirtschaftlichen Zielsetzungen im kommunalen Kontext erörtert.
4. Die Jahresabschlussanalyse am Beispiel der Gemeinde Ahrensfelde: Dieses Kapitel liefert eine empirische Analyse der Finanz- und Ertragslage der Gemeinde Ahrensfelde basierend auf Jahresabschlüssen und Kennzahlenrechnungen.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Kennzahlen für die kommunale Steuerung nützlich sind, ihre Aussagekraft jedoch zwingend von der Qualität und Konkretisierung der zugrunde liegenden Zielsetzungen abhängt.
Doppik, Haushaltsausgleich, Bilanzkennzahlen, Kommunale Jahresabschlussanalyse, Gemeinde Ahrensfelde, Vermögensrechnung, Ergebnisrechnung, Finanzrechnung, Bilanzpolitik, Haushaltswirtschaft, Investitionstätigkeit, Substanzverzehr, Daseinsvorsorge, Verwaltungsreform, Finanzlage.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Bilanzkennzahlen zur Beurteilung der haushaltswirtschaftlichen Lage einer Kommune, unter Einbeziehung des Übergangs zur Doppik.
Zentrale Themen sind die kommunale Rechnungslegung, die Analyse der Finanz- und Ertragslage sowie die Schwierigkeiten bei der Übertragung privatwirtschaftlicher Kennzahlen auf den öffentlichen Sektor.
Die Arbeit untersucht, wie aussagekräftig Bilanzkennzahlen für die Beurteilung kommunaler Zielerreichung sind und wo die Grenzen bei der Interpretation dieser Werte im öffentlichen Raum liegen.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung der kommunalen Besonderheiten, kombiniert mit einer praxisorientierten Fallstudie und einer quantitativen Analyse mittels Kennzahlenrechnung.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der kommunalen Rechnungslegung analysiert, gefolgt von einer Anwendung dieser Erkenntnisse auf die Jahresabschlüsse der Gemeinde Ahrensfelde.
Wichtige Begriffe sind Doppik, Haushaltsausgleich, Bilanzkennzahlen, kommunale Jahresabschlussanalyse und Finanzlage.
Der Autor argumentiert, dass eine Liquidation kommunaler Vermögenswerte aufgrund der Daseinsvorsorge (z.B. Verkauf von Straßen) unmöglich ist und die Struktur der öffentlichen Hand keine Eigentümer vorsieht, die für Schulden haften.
Bilanzpolitik wird als Möglichkeit identifiziert, das Bild der wirtschaftlichen Lage der Kommune im rechtlich zulässigen Rahmen zu verzerren, was die Interpretation der Kennzahlen für Externe erschwert.
Die wirtschaftliche Lage wird als insgesamt stabil bewertet, jedoch warnt der Autor vor einer zu hohen Investitionstätigkeit, die zukünftige Haushaltsbelastungen durch Abschreibungen bergen könnte.
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