Masterarbeit, 2014
110 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Regulierung und Aufsicht des Bankensektors
2.1 Begriffsabgrenzung: Bankenregulierung und Bankenaufsicht
2.2 Ziele der Bankenregulierung im weiteren Sinne
2.3 Systematisierung von Bankenregulierungsinstrumenten
3 Reformpaket Basel III
3.1 Regulatorische Bedeutung des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht
3.2 Entwicklung von Basel I zu Basel III
3.3 Überblick über die Kernelemente von Basel III
3.4 Umsetzung von Basel III in europäisches und nationales Recht
3.5 Umsetzung der Leverage Ratio in europäisches und nationales Recht
4 Definition und Berechnung der Leverage Ratio
4.1 Ziele des BCBS durch die Einführung der Leverage Ratio
4.2 Definition der Leverage Ratio
4.3 Anwendungsebenen
4.4 Bestimmung der Kapitalmessgröße
4.4.1 Kapitalkategorien und Kapitalpuffer nach Basel III
4.4.2 Definition des harten Kernkapitals
4.4.3 Definition des zusätzlichen Kernkapitals
4.4.4 Abzugspositionen vom harten und zusätzlichen Kernkapital
4.4.5 Übergangsbestimmungen
4.5 Bestimmung der Engagementmessgröße
4.5.1 Behandlung von Bilanzpositionen
4.5.2 Behandlung von Derivaten
4.5.3 Behandlung von Wertpapierfinanzierungsgeschäften
4.5.4 Behandlung von außerbilanziellen Positionen
4.6 Offenlegungsanforderungen
5 Kritik am BCBS-Konsultationspapier
5.1 BCBS-Konsultationsverfahren
5.2 Teilnehmer am Konsultationsverfahren
5.3 Vorgehensweise bei der Auswertung der Stellungnahmen
5.4 Wesentliche Kritikpunkte am Konsultationspapier
5.5 Kategorisierung der Kritikpunkte
5.6 Bildung von übergeordneten Kritikpunkten
5.7 Kritische Würdigung der übergeordneten Kritikpunkte
5.7.1 Vorgehensweise bei der kritischen Würdigung
5.7.2 Unangemessene Berücksichtigung von Derivaten und Wertpapierfinanzierungsgeschäften
5.7.3 Unangemessene und inkonsistente Darstellung außerbilanzieller Engagements
5.7.4 Verlust der Risikodifferenzierung
5.7.5 Negative makroökonomische Folgen durch den Anpassungsprozess
5.7.6 Unangemessene Offenlegungsanforderungen
5.7.7 Definition der Kapitalmessgröße
5.8 Reaktionen des BCBS auf die Kritik am Konsultationspapier
6 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Kritik der Finanzindustrie an dem Konsultationspapier des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (BCBS) zur Einführung der sogenannten Leverage Ratio (LR). Ziel ist es, die zentralen Streitpunkte zu identifizieren, systematisch zu kategorisieren und deren Berechtigung sowie die Reaktionen des BCBS darauf kritisch zu würdigen, insbesondere unter Berücksichtigung des späteren Änderungspapiers vom Januar 2014.
4.2 Definition der Leverage Ratio
Der BCBS definiert die LR als den Quotient aus der Kapitalmessgröße und der Engagementmessgröße, welcher in Prozent ausgedrückt wird. Die LR wird wie folgt berechnet:81
Auf den ersten Blick erscheint die Berechnung der LR einfach. Dieser Eindruck wird dahingehend auch bestätigt, da selbst der BCBS eine einfache und transparente Berechnungsmethodik einzuführen beabsichtigt.82 Im Groben umfasst die Kapitalmessgröße das Kernkapital und die Engagementmessgröße sämtliche bilanziellen und außerbilanziellen Positionen. Bei näherer Analyse sind allerdings für die Bestimmung der beiden Teilkomponenten zahlreiche Detailregelungen zu beachten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der exzessiven Verschuldung im Bankensektor nach der Finanzkrise 2007 ein und erläutert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Untersuchung zur Leverage Ratio.
2 Regulierung und Aufsicht des Bankensektors: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen der Bankenregulierung und Bankenaufsicht voneinander abgegrenzt sowie die Ziele und Instrumente staatlicher Eingriffe in den Bankensektor dargelegt.
3 Reformpaket Basel III: Dieser Abschnitt beschreibt die Bedeutung des Basler Ausschusses, die Entwicklung der regulatorischen Standards von Basel I bis Basel III und erläutert deren Umsetzung in europäisches und nationales Recht.
4 Definition und Berechnung der Leverage Ratio: Hier werden die Ziele, die mathematische Definition, die Anwendungsebenen sowie die komplexe Bestimmung der Kapital- und Engagementmessgröße der Leverage Ratio detailliert erläutert.
5 Kritik am BCBS-Konsultationspapier: Das Kernstück der Arbeit befasst sich mit der systematischen Identifizierung, Kategorisierung und kritischen Diskussion der 59 Stellungnahmen von Interessenvertretern der Finanzindustrie zum BCBS-Entwurf.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Dieses abschließende Kapitel resümiert die wesentlichen Ergebnisse der Analyse und gibt einen Ausblick auf offene Forschungsfragen zur weiteren Entwicklung der Leverage Ratio.
Leverage Ratio, BCBS, Bankenregulierung, Basel III, Eigenkapital, Engagementmessgröße, Kapitalmessgröße, Finanzkrise, Konsultationsverfahren, Derivate, Wertpapierfinanzierungsgeschäfte, Risikodifferenzierung, Offenlegungsanforderungen, Systemschutz, CRD IV.
Die Arbeit analysiert die Kritik der Finanzindustrie an dem BCBS-Entwurf zur Einführung einer nicht-risikobasierten Höchstverschuldungsquote (Leverage Ratio) für Banken.
Die zentralen Themen sind die methodische Berechnung der Leverage Ratio, die Auswirkungen der Regulierung auf Bankgeschäfte wie Derivate und Repo-Geschäfte sowie die makroökonomischen Folgen einer möglichen Kreditverknappung.
Das Hauptziel besteht darin, die wesentlichen Kritikpunkte der Finanzindustrie am BCBS-Konsultationspapier zu identifizieren und die darauf folgenden Anpassungen des Regulierers kritisch zu bewerten.
Es handelt sich um eine dokumentenbasierte Analyse, die 59 Stellungnahmen zum Konsultationspapier auswertet, diese thematisch sortiert und eine kritische Würdigung der übergeordneten Kritikpunkte vornimmt.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den theoretischen Grundlagen der Bankenregulierung, den Details des Basel III-Pakets, der technischen Berechnung der Leverage Ratio und der anschließenden Diskussion der Branchenkritik.
Die zentralen Schlagworte sind Leverage Ratio, Basel III, BCBS, Eigenkapital, Risikodifferenzierung, Offenlegung und bankaufsichtliche Reformen.
Kritiker führen an, dass ein Verbot der Verrechnung von Sicherheiten bei Derivaten und Wertpapierfinanzierungsgeschäften die Engagementmessgröße künstlich aufbläht und somit eine inkorrekte Darstellung des tatsächlichen Risikos liefert, was die Rentabilität bestimmter Geschäfte gefährdet.
Die Finanzinstitute bemängeln, dass eine monatliche Berechnung der Leverage Ratio einen hohen operativen Mehraufwand bedeutet, da die übliche regulatorische Berichterstattung meist nur quartalsweise oder halbjährlich erfolgt.
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