Examensarbeit, 2014
25 Seiten, Note: 1,0
1. Problemstellung
2. Unterrichtspraxis
2.1 Lerngruppe
2.2 Tonus, Tonusregulation und beteiligte Systeme
2.3 Didaktische Aufbereitung
2.4 Methodische Überlegungen
2.4.1 Orientierung an den Wesensmerkmalen von Handlung
2.4.2 Spiel als Methode/Symbolspiel
2.4.3 Allgemeine Struktur des Unterrichtsaufbaus
2.4.4 Individuelle methodische Entscheidungen
2.4.5 Orientierung an Impulshierarchie
2.5.1 Exemplarische Darstellung einer Doppelstunde
2.5.2 Tabellarische Darstellung der Unterrichtsinhalte der Unterrichtseinheit
3. Evaluation und persönliches Resümee
3.1. Beobachtungen der Sitzveränderungen und genutzten Hilfsspannungen im Morgenkreis
3.2. Auswertung der Diagnostikaufgaben
3.3. Nebenbeobachtungen
3.4. Fazit
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Verbesserung des aufrechten Sitzens bei Kindern mit Förderbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung durch die gezielte Förderung des Muskeltonus. Mithilfe von sportpädagogischen Symbolspielhandlungen im Rahmen des Sportunterrichts soll eine präventive Wirkung gegen haltungsbedingte Beschwerden erzielt und die kognitive Aufmerksamkeitsspanne unterstützt werden.
2.2 Tonus, Tonusregulation und beteiligte Systeme
„Tonus“ oder „Muskeltonus“ bezeichnet den Spannungszustand der Muskulatur. Dem Handlungsregulationsmodell von Achim Rix und Hans-Jochen Gallinat zur Folge lässt sich die Steuerung des Tonus dem Handlungsregulationssystem für Activation, der Basis des Modells, zuordnen, welches „sich aus dem stammesgeschichtlich älteren Teilen des Zentralen Nervensystem zusammen [setzt] (Rückenmark, Formatio reticularis, Hirnstamm).“
Neben dem Tonus ist das Handlungsregulationssystem für Activation auch für Konzentration und Aufmerksamkeit entscheidend und besitzt somit „für den Lern- und Entwicklungsprozess eine grundlegende Bedeutung.“
Auch in meiner Lerngruppe fällt auf, dass die beiden Kinder mit der besten Fähigkeit zur Tonusregulation gleichzeitig die Kinder sind, die die besten kognitiven Leistungen erzielen.
Gallinat und Rix unterscheiden zwischen vier Zuständen des Muskeltonus:
„Ausgeglichen (normoton)
Verspannt (hyperton)
Schlaff (hypoton)
Wechselhaft (dyston)“
Während bei hypotonen Kindern besonders der Tonusaufbau angezeigt ist, bedürfen hypertone Kinder eher der Förderung der Tonusregulation. In manchen Disziplinen wird allerdings auch der Tonusaufbau unter Tonusregulation erfasst.
Kinder mit hypotoner Problematik werden durch Überkompensation oftmals zu viel Kraft für bestimmte Tätigkeiten aus, sodass sie sehr hyperton wirken können. In diesem Fall liegt der Ansatz nahe, an der Tonusregulation, an der Kraftdosierung zu arbeiten. Allerdings kann einer solchen Problematik auch mit Tonusaufbau begegnet werden, da dieser langfristig geeigneter scheint, hypotonen Kindern einen angemessenen Krafteinsatz zu ermöglichen, da er ihnen mehr Kraft bereitstellt, die gezielter eingesetzt werden kann.
1. Problemstellung: Beschreibung der tonusbedingten Schwierigkeiten der Kinder und Ableitung der pädagogischen Notwendigkeit einer gezielten Tonusförderung.
2. Unterrichtspraxis: Vorstellung der Lerngruppe und Erläuterung der didaktisch-methodischen Planung der Unterrichtseinheit basierend auf Symbolspielhandlungen.
3. Evaluation und persönliches Resümee: Analyse der Fortschritte der Kinder bei den Diagnostikaufgaben sowie Reflexion der Wirksamkeit der Bewegungsangebote auf das Sitzverhalten.
Sportunterricht, Tonusregulation, Muskeltonus, geistige Entwicklung, Symbolspiel, Psychomotorik, Körperhaltung, Bewegungsförderung, Förderschule, Unterrichtsplanung, Diagnostik, Haltetonus, Handlungsorientierung, Entspannung, Wahrnehmungsförderung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbesserung der Körperhaltung und Tonusregulation von Schülern an einem Förderzentrum für geistige Entwicklung durch gezielte sportpädagogische Maßnahmen.
Die zentralen Felder sind die Psychomotorik, die didaktische Aufbereitung von Bewegungsangeboten sowie die diagnostische Beobachtung von Muskelspannung und Sitzverhalten im Unterricht.
Das Ziel ist es, durch eine gezielte Unterrichtsreihe das aufrechte Sitzen der Kinder zu fördern, um langfristig haltungsbedingten Schäden vorzubeugen und die kognitive Konzentrationsfähigkeit zu steigern.
Es wird ein handlungsorientierter Ansatz nach Gallinat/Rix verfolgt, ergänzt durch eine diagnostische Überprüfung mittels standardisierter Beobachtungsbögen und Videoauswertungen.
Im Hauptteil werden die Lerngruppe, die theoretischen Hintergründe zum Muskeltonus, die didaktische Planung des Parcours sowie die methodischen Entscheidungen detailliert dargestellt.
Wesentliche Begriffe sind Tonusregulation, Haltetonus, Symbolspiel, Psychomotorik, Handlungsorientierung und Förderdiagnostik.
Durch einen Vergleich der Diagnostikaufgaben vor und nach der Unterrichtseinheit sowie die laufende Dokumentation der Sitzpositionen und Hilfsspannungen im Morgenkreis.
Das Symbolspiel dient als zentrale Methode, um die Motivation der Schüler zu steigern und durch spielerische Rahmenhandlungen komplexe Bewegungsanforderungen kindgerecht aufzubereiten.
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