Bachelorarbeit, 2014
68 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
Warum dieses Thema für mich so einen wichtigen Stellenwert eingenommen hat
2. Schnittstellen
3. Rettungsdienst im Land Berlin
4. Kommunikation
5. Zusammenarbeit der Bereiche
Intensivtransport
Leitstelle
Notaufnahme / Rettungsstelle
Intensivstation
Notfallpatient
Rettungskette
6. Methodisches Vorgehen
7. Fragebogenentwicklung
Fragestellung zum Interview-Fragebogen
8. Hypothese
9. Die Auswertungen der Einzelfragen
10. Zusammenfassung der Arbeit
Was wäre nach diesem Ergebnis der nächste Schritt
Welchen Weg bin ich zur Beantwortung der Frage der Schnittstellenproblematik gegangen
11. Offene Fragen und Forschungsdesiderate
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Schnittstellenproblematik im Rettungsdienst in Berlin als Kommunikationsproblem zu identifizieren und zu untersuchen, um auf Basis empirischer Daten Optimierungsmöglichkeiten für die interdisziplinäre Zusammenarbeit aufzuzeigen.
Warum dieses Thema für mich so einen wichtigen Stellenwert eingenommen hat
Um zu erklären, warum dieses Thema für mich so wichtig ist, möchte ich ein Beispiel aus meiner beruflichen Tätigkeit anbringen: Hier geht es um einen Patienten mit einem akuten ST-Hebungsinfarkt (Herzinfarkt), der wegen einer bestehenden Lebensgefahr direkt in ein Herzkatheter-Labor zur Intervention verlegt werden soll.
Der Patient zeigt im privaten Bereich über plötzlich eingetretene retrosternale Brustschmerzen und Atemnot. (Schnittstelle 1) Die Angehörige alarmiert über das Telefon und der Notrufnummer 112 den Rettungsdienst. Die Leitstelle wählt die geeigneten Rettungsmittel mit dem geeigneten Personal aus. In diesem Fall waren es ein Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug. (Schnittstelle 2) Der Rettungsdienst traf im Haus des Patienten und des Angehörigen ein. (Schnittstelle 3) Der alarmierte Notarzt traf ca. 5 min. später in der Einsatzstelle ein und lässt sich eine erste Lage von der Rettungswagenbesatzung geben. Schnittstelle 4) Der Patient wurde in das am nächsten gelegene Krankenhaus gebracht und an die Rettungsstelle Übergeben. (Schnittstelle 5) Der zuständige Arzt des Patienten in der Rettungsstelle telefoniert nach der Diagnose mit dem Arzt der neuen gewünschten Zielklinik, der die Intervention im Herzkatheter-Labor durchführen soll, da kein eigenes Katheter-Labor in der eigenen Klinik zur Verfügung steht. (Schnittstelle 6) Nach Bestätigung der freien Kapazität muss nun der Arzt, der den Patienten verlegen möchte, die Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst verständigen. (Schnittstelle 7) Die Leitstelle nimmt diesen Einsatz auf und sucht wieder nach dem nächsten freien und geeigneten Einsatzmittel für den Transport in die neue Zielklinik. (Schnittstelle 8) Die Leitstelle alarmiert nun den nächsten freien Intensivtransport zur Klinik des zu verlegenden Patienten. Jetzt trifft der Alarm beim Intensivtransportteam ein. (Schnittstelle 9) Der Notarzt des Intensivtransportteams ruft nun den zuständigen alarmierenden Arzt an, um den Patientenstatus zu erfragen, während sich das Einsatzfahrzeug bereits auf dem Weg befindet.
1. Einleitung: Der Autor erläutert die Relevanz des Themas Kommunikation als Basis für die Patientensicherheit anhand eines praxisnahen Fallbeispiels einer Verlegung.
2. Schnittstellen: Definition und Bedeutung der medizinischen Schnittstellen sowie die Komplexität bei der Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche.
3. Rettungsdienst im Land Berlin: Darstellung der gesetzlichen Grundlagen und Strukturen der Berliner Feuerwehr im Rettungsdienst.
4. Kommunikation: Grundlagen der Kommunikation, Bedeutung von Sender/Empfänger-Modellen und Herausforderungen im Rettungsdienst-Alltag.
5. Zusammenarbeit der Bereiche: Detaillierte Erläuterung der involvierten Bereiche wie Intensivtransport, Leitstelle, Notaufnahme und Intensivstation sowie deren Rollen in der Rettungskette.
6. Methodisches Vorgehen: Beschreibung der empirischen Untersuchung mittels leitfadengestützter Interview-Befragung des Fachpersonals.
7. Fragebogenentwicklung: Herleitung der Fragen und Begründung der Methodik zur Ermittlung der Kommunikationsprobleme.
8. Hypothese: Aufstellung der Vermutung, dass mangelnde Kommunikation und Ressourcenverschwendung an Schnittstellen die Patientenversorgung negativ beeinflussen.
9. Die Auswertungen der Einzelfragen: Detaillierte Präsentation und grafische Darstellung der Umfrageergebnisse zu den 14 gestellten Fragen.
10. Zusammenfassung der Arbeit: Synthese der Ergebnisse und Bestätigung, dass die untersuchte Kommunikationsproblematik im Berliner Rettungsdienst tatsächlich existiert.
11. Offene Fragen und Forschungsdesiderate: Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen, Standardisierungen und Möglichkeiten zur Optimierung der interdisziplinären Zusammenarbeit.
Schnittstellenproblematik, Rettungsdienst, Kommunikation, Patientensicherheit, Notaufnahme, Intensivtransport, Teamarbeit, Leitstelle, Informationsverlust, Interdisziplinarität, Notfallmedizin, Ressourcenmanagement, Versorgungsqualität, Übergabeprozess, Berlin.
Die Arbeit untersucht die Schnittstellenproblematik im Berliner Rettungsdienst mit einem spezifischen Fokus auf Kommunikationsdefizite bei der Patientenübergabe zwischen den verschiedenen Fachbereichen.
Die Arbeit beleuchtet die medizinische Versorgungskette, die Rolle der Leitstelle, die Zusammenarbeit in der Notaufnahme und Intensivstation sowie die psychologischen Faktoren der Teamkommunikation.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ermitteln, ob eine spezifische Problematik in der Schnittstellenkommunikation im Berliner Rettungsdienst existiert und welche Faktoren hierbei als Barrieren fungieren.
Der Autor führt eine empirische Studie in Form einer fragebogengestützten, qualitativen Interviewbefragung mit 49 Fachkräften aus verschiedenen Bereichen des Rettungsdienstes und der Klinik durch.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Kommunikation, beschreibt die Berliner Rettungsdienststrukturen und wertet die erhobenen Daten aus den 14 Interviewfragen detailliert aus.
Zentrale Begriffe sind Schnittstellenproblematik, Patientensicherheit, Kommunikation, interdisziplinäre Zusammenarbeit und strukturelle Optimierung der Notfallversorgung.
Der Zeitdruck wird von der Mehrheit der Befragten als einer der Hauptfaktoren für Kommunikationsprobleme und Informationsverluste identifiziert, da er keine Zeit für eine ausführliche und qualitativ hochwertige Übergabe lässt.
Die Befragten fordern vor allem mehr und regelmäßige Mitarbeiterschulungen, eine Standardisierung der Übergabeprozesse (Checklisten) sowie eine Entlastung durch mehr Personal.
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