Bachelorarbeit, 2013
62 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Basel I
2.1 Kritik an Basel I
2.2 Übergang von Basel I zu Basel II
3 Basel II
3.1 Säule 1: Mindestkapitalanforderung
3.1.1 Kreditrisiko
3 1.2 Operationelles Risiko
3 1.3 Handelsbuchrisiken
3.2 Säule 2: Aufsichtliches Überprüfungsverfahren
3.3 Säule 3: Marktdisziplin
3.4 Kritik an Basel II
3.5 Vorschlag einer Alternative mittels Selbstregulierung
3.6 Die Subprime-Krise und Ihre Auswirkungen auf die Bankenregulierung
3.7 Übergang von Basel II zu Basel III
4 Basel III
4.1 Die Kernpunkte und Ziele der Kapitalanforderungen
4.2 Mindestkapitalanforderungen
4.3 QIS Auswirkungsstudie 2010
4.4 Die Umsetzung in Deutschland
4.5 Auswirkung auf kleine und mittelständische Unternehmen
4.6 Auswirkungen auf Banken
4.7 Auswirkungen auf den Staat und Privatkunden
4.8 Kritik an Basel III
5 Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht die potenziellen Auswirkungen der geplanten Eigenkapitalanforderungen für Banken im Rahmen von Basel III. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse der neuen Regulierungsvorgaben und deren Konsequenzen für verschiedene Marktteilnehmer wie Kreditinstitute, kleine und mittelständische Unternehmen sowie den Staat und Privatkunden, um die Auswirkungen auf die Finanzstabilität und Kreditverfügbarkeit aufzuzeigen.
3.1 Säule 1: Mindestkapitalanforderungen (Minimum Capital Requirements)
Das wichtigste Risiko der ersten Säule ist das Kreditrisiko, welches weiterhin mit einer Eigenkapitalquote von 8% zu unterlegen ist. Allerdings wurde es durch neue, feinere Methoden, die den Banken zur Berechnung der Mindestanforderungen der Kreditrisiken zur Verfügung stehen, erweitert. Zur Berechnung des Kreditrisikos steht den Banken der Standardansatz sowie der Basis- IRB- Ansatz (Internal Ratings- Based Approach) und fortgeschrittene IRB- Ansatz zur Verfügung.
(1) Standardansatz (Standardised Approach)
Im Standardansatz wird die Eigenmittelunterlegung von Kreditrisiken anhand von externen Bonitätsbeurteilungen der anerkannten Ratingagenturen, wie z. B. Standard & Poor’s oder Moody’s, bemessen. Je nach Rating werden die Kreditnehmer in unterschiedliche Risikoklassen eingeteilt, die sich in Forderungen an Staaten, Forderungen an Banken und Forderungen an Nichtbanken unterteilen. Aufgrund der verschiedenen Ratings wird in Risikoklassen von 0%, 20%, 50%, 100% und 150% unterschieden.
Bezüglich der Forderungen an Banken gibt es zwei Optionen mit leicht unterschiedlicher Risikogewichtung. In der ersten Option werden Banken in einer Ratingklasse unter dem Land, in dem die Bank ihren Sitz hat, eingestuft. In der zweiten Option wird das Risikogewicht herangezogen das auf externen Ratings der Bank beruht.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Bankenregulierung ein und skizziert den Weg von Basel I über Basel II hin zu Basel III.
2 Basel I: Dieses Kapitel behandelt die Anfänge der globalen Bankenregulierung und die Etablierung des ersten Basler Akkords.
3 Basel II: Hier werden die drei Säulen von Basel II, inklusive Kreditrisiken und operationeller Risiken, sowie die Kritik am Abkommen detailliert erläutert.
4 Basel III: Das Hauptkapitel erläutert die neuen Regelungen von Basel III, einschließlich der Kapitalanforderungen, Liquiditätskennzahlen und Auswirkungen auf diverse Wirtschaftssektoren.
5 Schlussfolgerungen: Das Fazit fasst die Entwicklung der Regulierung zusammen und reflektiert die Effektivität sowie die Herausforderungen der neuen Anforderungen.
Basel III, Bankenregulierung, Eigenkapitalanforderungen, Kernkapital, Kreditrisiko, Operationelles Risiko, Liquiditätskennzahlen, LCR, NSFR, Finanzstabilität, Kreditklemme, Kapitalerhaltungspuffer, Leverage Ratio, Mittelstand, Eigenmittelunterlegung.
Die Arbeit analysiert die Bankenregulierung durch die Basler Eigenkapitalvereinbarungen, mit einem Schwerpunkt auf den Auswirkungen von Basel III.
Sie beleuchtet die Historie der Basler Akkorde, die methodische Berechnung von Kapitalanforderungen und die Auswirkungen der neuen Regeln auf Banken, Unternehmen und Privatkunden.
Ziel ist es, die Auswirkungen der geplanten Eigenkapitalanforderungen auf die Finanzstabilität und die Kreditversorgung der Realwirtschaft zu bewerten.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, wertet Auswirkungsstudien (QIS) aus und reflektiert kritisch die regulatorischen Rahmenbedingungen sowie Expertenmeinungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Säulen von Basel II sowie die detaillierte Darstellung der neuen, strengeren Kapital- und Liquiditätsvorgaben von Basel III.
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Basel III, Eigenkapitalquote, Liquiditätsrisiko, Kreditklemme und Risikogewichtung.
Durch verschärfte Kreditanforderungen und risikoorientierte Konditionen der Banken könnte die Kreditverfügbarkeit für mittelständische Unternehmen schwieriger und kostspieliger werden.
Kritisiert werden vor allem die hohen Umsetzungskosten für Banken, die Gefahr einer Kreditklemme für Unternehmen sowie die Frage, ob die neuen Quoten tatsächlich vor zukünftigen Finanzkrisen schützen.
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