Diplomarbeit, 2014
180 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
1.1 Die Quellen und ihre Auswertung
2 DER USTASCHA-STAAT: DIE GRÄUELTATEN UND DIE AUFSTÄNDE
2.1 Die Okkupation des Königreichs Jugoslawien und die Gründung des Unabhängigen Staats Kroatien
2.2 „Die serbische Frage“ – Massengewalt der Ustasche an Serben und der Aufstand
2.3 Italienische Reokkupation der Zweiten und der Dritten Okkupationszone
2.4 Die Tschetniks und ihre Berührungspunkte mit den Partisanen
2.5 Massengewalt der Tschetniks an den Muslimen
2.6 Ostbosnien im Winter 1941/42 und die Krise der Partisanenbewegung
2.7 Pazifizierungsaktionen in den aufständischen Gebieten
3 DIE POLITISCHEN MACHTKÄMPFE UND DER BÜRGERKRIEG
3.1 Nachgeben des NDH-Regimes, Abkommen zwischen Ustasche und Tschetniks
3.2 Die muslimische Freiwilligenlegion
3.3 Die Schlacht am Kozara-Gebirge – „Operation Westbosnien“
3.4 „Der große Marsch“ der Volksbefreiungsbewegung
3.5 Die Rolle der Tschetniks in der italienischen Okkupationszone
3.6 „Die muslimischen Autonomisten“ und das Hitler-Memorandum
3.7 Die Rote Republik von Bihac und die erste Tagung des Volksbefreiungsrates (AVNOJ)
3.8 Die Tschetnik-Konferenz von Šahovići
3.9 Die Muslime an der Seite der Tschetniks
4 DIE WENDE
4.1 Große militärische Operationen des Jahres 1943
4.1.1 Die Operation „Weiss“ („Der Kampf an der Neretva“)
4.1.2 Die Operation „Schwarz“ („Die Schlacht an der Sutjeska“)
4.2 Die 13. Waffen-SS Division (Handschar Division)
4.3 Kapitulation Italiens und die Expansion der Partisanenbewegung
4.4 Die Gründung des antifaschistischen Landesrates Bosniens und der Herzegowina (ZAVNOBIH)
4.5 Zweite Tagung des AVNOJ und die Ausrufung des neuen Jugoslawiens
4.6 Der Tschetnik-Kongress als verzweifelte Antwort auf die Beschlüsse der Zweiten Tagung des AVNOJ
4.7 Die Beziehungen zwischen dem Ustascha-Staat und dem Dritten Reich
4.8 Die Rolle von Huska Miljković in Westbosnien
5 DIE SIEGER UND DIE BESIEGTEN
5.1 Die Lage im Unabhängigen Staat Kroatien im letzten Kriegsjahr
5.2 Die Zweite Tagung des Volksbefreiungsrates für Bosnien und die Herzegowina und die Bildung der autonomen jugoslawischen Teilrepublik
5.3 Massive Desertion in den Einheiten der Achsenmächte
5.4 Die letzten militärischen Operationen und das Ende des Krieges
5.5 Die Folgen
6 OPFERBILANZ
6.1 Genozid und Ethnozid – Klassifikation von Kriegsverbrechen
6.2 Die Opferzahlen und die Analyse
7 ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit analysiert die komplexen politischen und militärischen Ereignisse in Bosnien und der Herzegowina während des Zweiten Weltkriegs (1941-1945). Das Hauptziel ist eine quellenkundliche Rekonstruktion der Konflikte zwischen den Besatzungsmächten, dem Ustascha-Regime, den Tschetniks und den Partisanen, um die Entstehung und Dynamik der ethnischen und ideologischen Fronten sowie deren Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung zu beleuchten.
2.1 Die Okkupation des Königreichs Jugoslawien und die Gründung des Unabhängigen Staats Kroatien
Nach zahlreichen erfolgreichen militärischen Aktionen unter dem Einsatz der neuen militärischen Strategie, dem sogenannten „Blitzkrieg“, wurde die politische Landkarte Europas nach 1939/40 massiv verändert. Die deutsche Eroberung Polens, Dänemarks, Norwegens, der Beneluxstaaten und Frankreichs, sowie die italienische Okkupation Albaniens brachten durch militärische Mitteln diese Länder unter den direkten Einfluss der Achsenmächte. Die expansionistische und aggressive Außenpolitik des Dritten Reiches war verantwortlich für die Machtergreifung beziehungsweise für die Machterhaltung prodeutscher Regierungen und die Errichtung von Satellitenstaaten in der Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien.
Die Regierung des Königreichs Jugoslawien befand sich unter starkem Druck der deutschen Außenpolitik und war bereits ein Jahr nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs im Herbst 1940 von allen Nachbarländern, die bis auf Griechenland dem Drei-Mächte-Bund beigetreten waren, umgeben.
Adolf Hitlers Plan für Jugoslawien war, das neutrale Land zu einem treuen Satellitenstaat zu degradieren und zum Betritt zum Dreimächtepakt zu zwingen. Griechenland war der letzte Verbündete Großbritanniens auf dem europäischen Festland und wurde aufgrund seiner wichtigen taktischen Lage das nächste Ziel der Expansionspolitik der Achsenmächte, da die Südflanke für den bevorstehenden Angriff auf die Sowjetunion gesichert werden sollte. Zunächst wollte Hitler „Ruhe auf dem Balkan“ bewahren. Aber italienische Truppen griffen am 28. Oktober 1940 ohne Abstimmung mit dem Deutschen Reich Griechenland an, wurden jedoch nach wenigen Tagen gestoppt.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel verortet das Thema im globalen Kontext des Zweiten Weltkriegs und stellt die Forschungsfragen bezüglich der Rolle der Okkupationsmächte, des Ustascha-Regimes und der verschiedenen Widerstandsbewegungen in Bosnien.
2 DER USTASCHA-STAAT: DIE GRÄUELTATEN UND DIE AUFSTÄNDE: Hier wird die Gründung des Unabhängigen Staates Kroatien, die ideologische Verfolgung von Minderheiten durch das Ustascha-Regime und die resultierende Entstehung der ersten Widerstandsbewegungen untersucht.
3 DIE POLITISCHEN MACHTKÄMPFE UND DER BÜRGERKRIEG: Dieses Kapitel behandelt die komplexen Allianzen und Machtverschiebungen zwischen Ustasche, Tschetniks und Partisanen sowie die Versuche zur Autonomie der muslimischen Bevölkerung.
4 DIE WENDE: Fokus auf die entscheidenden militärischen Operationen der Achsenmächte von 1943, die politische Etablierung des antifaschistischen Widerstands durch ZAVNOBIH und AVNOJ sowie die Rolle der 13. Waffen-SS Division.
5 DIE SIEGER UND DIE BESIEGTEN: Die Analyse des letzten Kriegsjahres zeigt den Zusammenbruch des Ustascha-Regimes, die massive Desertion aus den Achsen-Einheiten und den endgültigen Triumph der Partisanenbewegung bei der Befreiung der Städte.
6 OPFERBILANZ: Das Kapitel liefert eine kritische Klassifikation der Kriegsverbrechen und analysiert unter Einbeziehung verschiedener Statistiken und demographischer Daten die Opferzahlen der unterschiedlichen ethnischen Gruppen.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Eine komprimierte Darstellung der wichtigsten Ergebnisse der Diplomarbeit, die den Bogen von der Okkupation 1941 bis zur Etablierung der neuen sozialistischen Ordnung 1945 spannt.
Zweiter Weltkrieg, Bosnien-Herzegowina, Unabhängiger Staat Kroatien, NDH, Ustascha, Tschetniks, Partisanen, Widerstandsbewegung, Kollaboration, Genozid, Opferbilanz, AVNOJ, ZAVNOBIH, Bosnienkrieg, ethnische Säuberung.
Die Diplomarbeit untersucht die komplexe militärische und politische Situation in Bosnien und der Herzegowina während des Zweiten Weltkriegs von 1941 bis 1945.
Zentral sind die Okkupation durch die Achsenmächte, der Ustascha-Staat, der interne Bürgerkrieg zwischen Tschetniks und Partisanen, die Situation der verschiedenen Konfessionen sowie die Opferbilanz des Konflikts.
Das Ziel ist eine wissenschaftlich fundierte und objektive Rekonstruktion der historischen Ereignisse, die die tieferliegenden Konfliktstrukturen und deren Bedeutung für die Region Bosnien und Herzegowina verdeutlicht.
Die Arbeit basiert auf einer quellenkundlichen und historiographischen Studie, die Archivdokumente, Primär- und Sekundärliteratur, Statistiken und Memoiren kritisch auswertet.
Im Hauptteil wird der Weg von der Zerstückelung des jugoslawischen Staates über die Gewaltmaßnahmen der Ustasche bis hin zur strategischen Wende und dem Sieg der Partisanenbewegung detailliert analysiert.
Die wesentlichen Begriffe sind Ustascha, Tschetniks, Partisanen, Unabhängiger Staat Kroatien (NDH), ZAVNOBIH, ethnische Gewalt und Völkermord.
Die Muslime befanden sich in einer schwierigen Lage, in der sie teils als "Kroaten islamischen Glaubens" instrumentalisiert, teils von Tschetniks verfolgt wurden, was zu unterschiedlichen Reaktionen wie der Gründung eigener Milizen oder der Kollaboration mit verschiedenen Seiten führte.
Sie war ein wichtiges befreites Territorium unter Kontrolle der Partisanen, das als Ausgangspunkt für die politische Konsolidierung durch Gremien wie den AVNOJ diente.
Der Autor greift auf demographische Analysen von Kočović und Žerjavić zurück, um die hohen Bevölkerungsverluste kritisch und abseits ideologischer Propaganda zu quantifizieren.
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