Masterarbeit, 2013
116 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Demenzielle Erkrankungen in der stationären Altenhilfe
3 Forschungsbefunde zu den Herausforderungen und Ressourcen von Pflegenden in der stationären Altenhilfe
3.1 Effekte des Versorgungskonzeptes auf die BewohnerInnen
3.2 Herausforderungen für Pflegende in der stationären Altenhilfe
3.2.1 Herausforderungen bei der Pflege von Menschen mit Demenz
3.2.2 Weitere Herausforderungen aus der Arbeitsaufgabe
3.2.3 Physische Herausforderungen
3.2.4 Herausforderungen durch die zeitliche Gestaltung
3.2.5 Organisationsbedingte Herausforderungen
3.2.6 Weitere Herausforderungen
3.2.7 Vergleich der Herausforderungen im integrativen und segregativen Setting
3.3 Ressourcen der Pflegenden in der stationären Altenhilfe
3.3.1 Ressourcen allgemein
3.3.2 Vergleich der Ressourcen im segregativen und integrativen Setting
4 Theoretischer Begründungsrahmen
4.1 Das Anforderungs-Kontroll-Modell
4.2 Das transaktionale Stressmodell
4.3 Das Modell der beruflichen Gratifikationskrisen
5 Darstellung des methodischen Vorgehens
6 Ergebnisdarstellung: Herausforderungen durch BewohnerInnen und das erweiterte soziale System
6.1 Herausforderungen durch die BewohnerInnen
6.2 Herausforderungen aus dem erweiterten sozialen System
6.3 Herausforderungen durch den Personalmangel
6.4 Positive Aspekte
7 Diskussion der Erkenntnisse
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychischen und physischen Herausforderungen sowie Ressourcen von Pflegekräften in der stationären Altenhilfe unter Berücksichtigung segregativer und integrativer Versorgungskonzepte. Ziel der Forschungsarbeit ist es, das subjektive Erleben der Pflegenden im Umgang mit demenziell erkrankten Bewohnern zu analysieren und dabei positive Aspekte der Arbeit zu identifizieren, um Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.
6.1 Herausforderungen durch die BewohnerInnen
Die Herausforderung, äh die erste Herausforderung ist die psychische Belastung. Weil, ähm die Menschen, ja, es wird in der Regel recht wenig Wert auf die psychische Verfassung gelegt. Der Mensch besteht ja aus drei Teilen: Körper, Seele, Geist, also Körper, Verstand und Gefühl. Und die gefühlsmäßige Ebene ist die, die in der Regel am belastendsten ist weil man sich aus dem Gefühl nicht 100% heraushalten kann (..) Äh, die körperliche Belastung ist eigentlich zweitrangig, weil äh da gibt es Hilfsgeräte die man einsetzen kann und wo man die körperliche Belastung reduzieren kann. Aber die psychische Belastung, die ist permanent vorhanden. (Int-3, Z: 5-12)
Diese Aussage beinhaltet verschiedene relevante Aspekte. So werden die Herausforderungen zunächst in körperliche und psychische Herausforderungen klassifiziert. Darüber hinaus werden diese auch mit dem Ergebnis bewertet, dass psychische Herausforderungen, im Vergleich zu den körperlichen Herausforderungen, als bedeutsamer eingestuft werden. Maßgeblich hierfür ist die Annahme, dass körperliche Herausforderungen durch die Inanspruchnahme von entsprechenden Hilfsmitteln gut bewältigt werden können. Im Gegensatz hierzu stehen Pflegende bei den psychischen Herausforderungen zwei wesentlichen Problemen gegenüber: Zum einen ist die Arbeit in der stationären Altenhilfe immer mit Emotionen verbunden. Zum anderen wird der psychischen Verfassung zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, woraus gefolgert werden kann, dass weniger Hilfen für die Bewältigung der entsprechenden Herausforderungen zur Verfügung stehen oder dass diese nicht im notwendigen Umfang in Anspruch genommen werden.
1 Einleitung: Stellt das Problem des Fachkräftemangels und der Zunahme demenzieller Erkrankungen dar und definiert das Ziel, die Herausforderungen der Pflegenden je nach Versorgungskonzept zu untersuchen.
2 Demenzielle Erkrankungen in der stationären Altenhilfe: Beschreibt die Belastungssituation des Pflegepersonals durch veränderte Krankheitsbilder, demografischen Wandel und Fachkräftemangel.
3 Forschungsbefunde zu den Herausforderungen und Ressourcen von Pflegenden in der stationären Altenhilfe: Analysiert den Stand der Forschung zu Belastungen, Ressourcen und den Effekten verschiedener Versorgungskonzepte für Pflegende und Bewohner.
4 Theoretischer Begründungsrahmen: Erläutert zentrale Modelle wie das Anforderungs-Kontroll-Modell, das transaktionale Stressmodell und das Modell der beruflichen Gratifikationskrisen als Basis der Analyse.
5 Darstellung des methodischen Vorgehens: Legt das qualitative Forschungsdesign mittels Experteninterviews sowie die Vorgehensweise bei der Datenerhebung und Auswertung offen.
6 Ergebnisdarstellung: Herausforderungen durch BewohnerInnen und das erweiterte soziale System: Präsentiert die empirischen Befunde zu Herausforderungen im Arbeitsalltag, unterteilt in Bewohnerinteraktion, soziales System, Personalmangel und positive Aspekte.
7 Diskussion der Erkenntnisse: Reflektiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund der theoretischen Modelle und bisheriger Studien unter besonderer Berücksichtigung der Unterschiede zwischen den Settings.
8 Fazit: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Methodik und gibt Handlungsempfehlungen für Wissenschaft und Praxis.
Stationäre Altenhilfe, Demenz, Pflege, Versorgungskonzepte, Herausforderungen, Ressourcen, Pflegende, Experteninterviews, Arbeitsbelastung, Gratifikationskrise, Stressmodell, Bewohnerinteraktion, Pflegewissenschaft, Arbeitszufriedenheit, Fachkräftemangel
Die Masterarbeit befasst sich mit der Situation von Pflegekräften in der stationären Altenhilfe, insbesondere im Umgang mit demenziell erkrankten Bewohnern in verschiedenen Versorgungskonzepten.
Die Schwerpunkte liegen auf den Belastungsfaktoren der Pflegenden, der Rolle des Versorgungskonzeptes (integrativ vs. segregativ), dem Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Demenz sowie den verfügbaren Ressourcen im Arbeitsalltag.
Das Ziel ist es, die Herausforderungen und Belastungen von Pflegenden in Abhängigkeit vom gewählten Versorgungskonzept zu untersuchen sowie positive Aspekte der Tätigkeit zu identifizieren.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit Pflegenden aus integrativen und segregativen Settings.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Rahmung (Stressmodelle) und eine detaillierte Auswertung der geführten Experteninterviews hinsichtlich der Herausforderungen durch Bewohner, soziales Umfeld und Organisationsstruktur.
Wesentliche Begriffe sind Altenpflege, Demenz, segregative und integrative Versorgung, Herausforderungen, Bewältigungsressourcen und psychische Belastung.
Die Studie zeigt, dass Herausforderungen je nach Setting unterschiedlich wahrgenommen werden; während im segregativen Bereich der Umgang mit herausforderndem Verhalten dominiert, spielen im integrativen Bereich soziale Konflikte und die Erwartungshaltung von Angehörigen eine größere Rolle.
Die Studie zeigt, dass positive Rückmeldungen und Vertrauen der Bewohner eine wichtige Ressource darstellen, die Pflegende bei der Bewältigung ihrer herausfordernden Aufgaben unterstützen und die Arbeitszufriedenheit maßgeblich beeinflussen können.
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