Bachelorarbeit, 2014
41 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.0 verwendete Abkürzungen
1.1 Motivation und Danksagung
1.2 Fragestellung, Thema, Titel, Methode, Forschungsstand
1.3 Geschichtliches zu italienischen Arbeitsmigranten in Deutschland
1.4 Migrantengenerationen im Nachkriegsdeutschland
2. Erkenntnisziele
2.1 Vorbemerkungen, Theoretisch-Methodisches, Grundlagen
2.2 Erläuterung der Interviews, Herkunft der Sprachbeispiele
2.3 Vorstellung der beiden interviewten Personen
2.4 Durchführung der Interviews und deren Transliteration
2.5 Analyseschema, Operationalisierung, Auswahl der Indikatoren
3. Analyse, Kommentierung der beiden Interviews innerhalb der verschiedenen Themenkreise
3.1 Themenkomplexe innerhalb der Interviews (= Analyse)
3.1.1 Familiäre Herkunft und Sprachbiographie der Interviewten
3.1.2 Spracherwerb
3.1.3 Deutsch und Italienisch im sozialen Alltag
3.1.4 Wie reagieren deutschsprachige Sprecher auf Mehrsprachigkeit?
3.1.5 Deutsch und Italienisch im strukturell-kontrastiven Vergleich
3.1.6 Vergleich zwischen Deutsch u. Italienisch auf ästhetischer Ebene
3.2 Code-Switching als Hinweis auf die Zukunft
3.2.1 Kommunikationssituationen mit Code-Switching
3.2.2 Die Zukunft der Mehrsprachigkeit
4. Diskussion der Ergebnisse
5. Schlussteil
5.1 Resümee und Auswertung der beiden Interviews
5.2 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachbiographische Situation nichtakademischer Migranten der zweiten Generation in Deutschland, um der Frage nachzugehen, inwieweit die italienische Herkunftssprache in dieser Gruppe und in der nachfolgenden dritten Generation gefährdet ist.
2.3 Vorstellung der beiden interviewten Personen, Herkunft der Sprachbeispiele
Bei den beiden Interviewpartnerinnen handelt es sich um Italienerinnen der zweiten Generation.
Maria ist meine Schwester, sie ist in Krefeld geboren und aufgewachsen, wo sie mit ihrer eigenen Familie heute immer noch wohnt. Ihr Alter beträgt 38 Jahre. Sie ist mit Anna Maria sehr gut befreundet. Sie hat als einzige Staatsbürgerschaft die deutsche, weil sie mit 18 Jahren einen Antrag auf Einbürgerung gestellt hat, der zwei Jahre später unter Verlust der italienischen Staatsbürgerschaft und nach Zahlung eines nicht unerheblichen vierstelligen Geldbetrages bewilligt wurde. Sie ist mit einem deutschen Mann verheiratet, hat zwei Söhne, Christian 14 Jahre und Alexander 7 Jahre alt und ist ebenso wie ihr Mann und die Kinder Christ. In ihrer Familie wird praktisch nur Deutsch gesprochen mit Ausnahme der Italienurlaube, die in der Campania stattfinden, wo sie allerdings ihren neapolitanischen Dialekt hier und da durchsetzt mit einigen deutschen Worten/ Wörtern spricht. Von einem nicht unerheblichen Teil der dort im Sommer lebenden Personen wird sie auch recht gut verstanden, weil es sich hierbei 1) um Personen handelt, die selbst Migranten in Deutschland leben und arbeiten oder 2) um Personen, die mehrere bis viele Jahre in Deutschland gelebt haben und jetzt nunmehr im Rentenalter angelangt ihre deutsche Rente und ihren Lebensabend im Heimatdorf verbringen und genießen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der sprachlichen Situation italienischer Migranten ein, definiert Begriffe und legt die Motivation sowie die angewandte Methodik dar.
2. Erkenntnisziele: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Untersuchung sowie die Auswahl und Charakterisierung der Interviewpartnerinnen erläutert.
3. Analyse, Kommentierung der beiden Interviews innerhalb der verschiedenen Themenkreise: Der Hauptteil analysiert die Interviews anhand von Themenkomplexen wie Spracherwerb, Code-Switching und der ästhetischen Einschätzung der Sprachen.
4. Diskussion der Ergebnisse: Dieses Kapitel reflektiert die Erkenntnisse der Analyse und setzt sie in den Kontext soziolinguistischer Fragestellungen und des Migrationshintergrunds.
5. Schlussteil: Der Schlussteil fasst die Resultate zusammen und zieht ein Fazit hinsichtlich der Gefährdung der italienischen Sprache in nachfolgenden Generationen.
Italienisch, Deutsch, Migranten, zweite Generation, dritte Generation, Mehrsprachigkeit, Sprachbiographie, Spracherwerb, Code-Switching, Identität, Integration, Sprachverlust, Soziolinguistik, Muttersprache, Neapolitanisch.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der sprachbiographischen Realität von nichtakademischen italienischen Migranten der zweiten Generation in Deutschland.
Zentrale Themen sind der Spracherwerb, die Einstellung zum Italienischen gegenüber dem Deutschen, Phänomene des Code-Switching und die Frage der Sprachweitergabe an die nächste Generation.
Die Kernfrage ist, wie sich die italienische Herkunftssprache in der zweiten und dritten Migrantengeneration hält und ob ein Prozess des schleichenden Sprachverlusts zu beobachten ist.
Es handelt sich um eine empirische Arbeit, die auf leitfadengestützten Interviews mit zwei Probandinnen basiert, welche anschließend transkribiert und qualitativ analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Interviews in verschiedenen thematischen Clustern, wie z.B. familiäre Herkunft, Sprachgebrauch im Alltag und die Zukunft der Mehrsprachigkeit.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Mehrsprachigkeit, Sprachbiographie, Identität, Migration und Sprachgefährdung.
Während Maria in einer gefestigten Familienstruktur lebt, weist Anna Maria eine andere Biografie auf, inklusive Berufstätigkeit als Altenpflegerin und einer Konversion zum Islam.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die italienische Sprache bei den untersuchten Personen stark gefährdet ist und die aktive Weitergabe an die Kinder in beiden Fällen kaum stattfindet.
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