Bachelorarbeit, 2012
70 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Forschungsproblem
1.3 Forschungsstand
1.3.1 Zur Politischen Ökonomie Marokkos
1.3.2 Erneuerbare Energien im Allgemeinen
1.3.3 Erneuerbare Energien in Marokko
1.3.4 Entwicklungstheorie
1.4 Forschungsfrage
2 Rentenökonomische Theorie von Hartmut Elsenhans
2.1 Grundvoraussetzungen kapitalistischen Wachstums
2.1.1 Idealtypische Strukturmerkmale kapitalistischer Systeme
2.1.2 Abgrenzung zur klassischen und neoklassischen Lohntheorie
2.2 Strukturmerkmale der Entwicklungsländer
2.2.1 Marginalität
2.2.2 Rente
2.2.3 Staatsklasse
2.3 Überwindung von Unterentwicklung
3 Fallanalyse
3.1 Systembeschreibung
3.1.1 Grunddaten: Geographie und Bevölkerung
3.1.2 Wirtschaftsstruktur
3.1.3 Sozioökonomische Entwicklung
3.1.4 Politisches System
3.2 Variablenerfassung: Marokko – eine Rentenökonomie im Sinne Elsenhans'?
3.2.1 Marginalität
3.2.2 Staatsklasse
3.2.3 Wirtschaftliche Strukturmerkmale
3.2.4 Zivilgesellschaft
3.2.5 Fazit
3.3 Erneuerbare Energien in Marokko
3.3.1 Der marokkanische Energiesektor
3.3.2 Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien in Marokko
3.4 Risiken für Investitionen in erneuerbare Energien
3.4.1 Risiken für Investitionen in erneuerbare Energien in der MENA-Region
3.4.2 Spezifische Risiken im marokkanischen Kontext
3.4.3 Fazit
4 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die politisch-rechtlichen und sozioökonomischen Barrieren, die Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien in Marokko behindern. Basierend auf der rentenökonomischen Theorie nach Hartmut Elsenhans wird analysiert, inwieweit Marokkos wirtschaftliche Strukturen – geprägt durch Marginalität, Renteneinkommen und eine Staatsklasse – den Aufbau eines eigenständigen, wachstumsfähigen Energiemarktes erschweren und welche Risiken sich daraus für private Investoren ergeben.
1.1 Einführung in die Thematik
Marokko verfügt als einziges Land der südlichen Mittelmeeranrainer über keine nennenswerten fossilen Ressourcen zur Energieerzeugung. Im Jahr 2008 wurden 98 Prozent des Primärenergiebedarfs durch Importe gedeckt. Dies entspricht einem Anteil von 11 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die nationale Energienachfrage ist in den letzten Jahren um durchschnittlich 7 Prozent pro Jahr gestiegen. Dies ist zurückzuführen auf ein starkes Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, eine Aufwertung der Lebensstandards sowie einem verbesserten Zugang zur landesweiten Stromversorgung.1 Der Import von Energieträgern und Strom belastet massiv den Staatshaushalt und bedingt, dass Marokko besonders anfällig für Preisschwankungen auf dem Weltmarkt ist. Dies wirkt sich destabilisierend auf die Zahlungsbilanz des Landes aus.
Im August 2009 verabschiedete die marokkanische Regierung eine nationale Energiestrategie. Diese beinhaltet das Ziel, den Anteil des Stromverbrauchs sowie der Primärenergieerzeugung aus erneuerbaren Quellen bis 2030 stufenweise zu erhöhen. Der Anteil von Wind-, Wasser- und Solarenergie soll schließlich fast 50 Prozent betragen.2 2010 hat Marokko als erstes arabischsprachiges Land ein Gesetz zur Förderung von regenerativen Energien verabschiedet. Mit dem großskaligen Ausbau von erneuerbaren Energien reagiert die marokkanische Regierung auf zunehmende ökologische und ökonomische Probleme.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die marokkanische Abhängigkeit von Energieimporten, die nationale Energiestrategie und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich der Barrieren für Investitionen in regenerative Energien.
2 Rentenökonomische Theorie von Hartmut Elsenhans: Dieses Kapitel führt die Theorie von Elsenhans ein, um zentrale Begriffe wie Marginalität, Rente und Staatsklasse zu definieren, die als theoretischer Analyserahmen für die Fallstudie dienen.
3 Fallanalyse: In der Fallanalyse wird Marokkos politisches und sozioökonomisches System detailliert auf die Kriterien der rentenökonomischen Theorie geprüft und die Risiken für den Erneuerbare-Energie-Sektor analysiert.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Rolle der strukturellen Heterogenität und hinterfragt, ob Marokko seine ambitionierten Ziele zur Dynamisierung des Binnenmarktes erreichen kann.
Marokko, Erneuerbare Energien, Rentenökonomie, Hartmut Elsenhans, Staatsklasse, Marginalität, Investitionsrisiken, Energiewende, Wirtschaftsstruktur, Strukturelle Heterogenität, Politische Ökonomie, Entwicklungsländer, MENA-Region, Investitionsklima, Nachhaltige Entwicklung
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen für den Ausbau erneuerbarer Energien in Marokko unter Anwendung der rentenökonomischen Theorie von Hartmut Elsenhans.
Zentrale Themen sind die wirtschaftliche Abhängigkeit Marokkos, die Analyse der Staatsklasse, die Folgen von Marginalität sowie die Identifikation von Barrieren für Privatinvestitionen in den Energiesektor.
Ziel ist es, die politisch-rechtlichen und sozioökonomischen Barrieren für Investitionen in erneuerbare Energien in Marokko differenziert zu identifizieren.
Es handelt sich um eine Fallanalyse (Fallstudie), die durch eine theoretische Fundierung mittels der rentenökonomischen Theorie von Hartmut Elsenhans geleitet wird.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung nach Elsenhans, die umfassende Systembeschreibung Marokkos sowie die konkrete Untersuchung der Risiken für Investitionen im marokkanischen Energiesektor.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Rentenökonomie, Staatsklasse, Marginalität, Marokko und Erneuerbare Energien charakterisiert.
Die Staatsklasse kontrolliert durch staatliche Unternehmen wie ONE den Energiesektor und neigt dazu, Renten statt Profit zu maximieren, was den freien Wettbewerb behindert.
Aufgrund der tief verwurzelten Probleme wie Marginalität und Rentenstrukturen verhindert die bloße Marktöffnung die Überwindung der strukturellen Unterentwicklung ohne gezielte Strukturreformen.
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